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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-06-01 · Nr. 7 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 7 - Juni
Date
1908-06-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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zk ermöglichen and die notwendige Annäherung namentlich der neu eingetretenen an die älteren Brüder ohne besondere Schwierigkeiten Tollziehen zu können, hatte unser betr. Komitee verschiedentlich« leider vergebliche Versuche unternommen, nach Schluss der regelmassigen Logensitzungen gemeinsame Zusammenkünfte herbeizuführen. Die l jzulänglichkeit der jetzigen Nebenräume und Wandelgänge liess diese Versuche scheitern. Ea ist zu erwarten, dass die im künftigen HerbBt fertiggestellten neuen Gesellschaftsräume für unsere Gesejlschaftsbestrebnngen den passenden Rahmen tiuden werden und dass im Berliner Logenleben vor und nach den Sitzungen Zeit und Lust für die Betätigung angenehmer Geselligkeit unter den Brüdern gefunden werden wird. Das im Dezember stattgefundene Winterfest unserer Loge j — Konzert und Ball —nahm einen harmonischen Verlauf; die.se Veranstaltung wird allen Teilnehmern eine schöne und frohe Erinnerung an angenehm verlebte Stunden bleiben. Wie in früheren Jahren hat unser Geselligkeits-Komitee! während der letztjährigen Sommerferien für regelmässige Zuj sammenkünfte an unseren üblichen Logenabenden gesorgt. Es gibt wohl kaum eine bessere Gelegenheit, freundliche Beziehungen unter den Brüdern zu gestalten, die erwünschte; Annäherung unter den Frauen und Angehörigen unserer Mit- | glieder herbeizuführen und das Bewusstsein zu stäiken, einem gemeinsamen Bande anzugehören, als diese Art freier ungej zwungener Geselligkeit. Man sollte; hier den Versuch machen, die Mitglieder der Schwesterlogen, auch die, welche von ausserhalb besuchsweise uach Berlin kommen, zu diesen Veranstaltungen heranzuziehen. Geistige Interessen und Geselligkeit pflegen ist die dank- : barste Aufgabe der oben genannten vielgeplagten und meistj beschäftigsten Komitees gewesen. Die Loge hat jederzeit die von Erfolg begleiteten Arbeiten dieser Komitees mit aufrichtigstem Dank anerkannt. Indessen darf auch die Leistungsfähigkeit der arbeitstreuen Mitglieder der vielen anderen Komitees nicht unerwähnt bleiben. Die Vertreter des Komitees für die gemeinsamen Interessen der drei Berliner Logen konnten uns berichten, dass mau bestrebt ist, den Logenmitgliedern durch Neuschaffung von Gesellbdiaftsräumen einen Ersatz für den glänzenden neu zu erbauenden Logenpalast, der uns trotzdem als Ideal weiter | vorschweben darf, zu schaffen, ferner dass die Von UDserm Bruder Oscar Tietz angeregte Institution, Verleihanstalt für Krankenpflegeartikel, demnächst eröffnet werden soll, dass für die jüdische Abteilung der Berliner Ferienkolonien ein prächtiges Sommerheim; von den Logen erworben werden konnte") und schliesslich, dass eine ganz besonders bedeutsame lang ersehnte Einrichtung ihre endliche Erstehung anzeigen konnte, nämlich das Sekretariat der drei Berliner Logen. Man spricht auch hier seiae Verwunderung wie bei vielen anderen Gelegenheiten darüber aus, wie es möglich war, bei dem ungeheuren Verkehr der hiesigen Logen so lange Zeit ohne dieses Bureau auszukommen, loser Br ßenjamiu, der Leiter unsers Bureaus bat kurz •J Vgl. Monat-bericht 190*, Xo. ti, S. 75. vor Schluss des letzten Termins, seine Tätigkeit für den ganzen Tag zur Verfügung gestellt. Das Kranken-Komitee hat rege Teilnahme durch regelmässige Besuche bei kranken Brüdern unserer Loge sowie bei Mitgliedern anderer Logen gezeigt. Das Witwen- und Waisen Komitee führte ständigen Verkehr mit den Pflegern unserer Witwen und trat helfend mit Rat und Tat ein, wenn es sich um Besserung wirtschaftlicher Verhältnisse handelte. Unser Unteistützungs-Komitee ist ebenfalls mehrfach in die Lage gekommen, nicht nur materielle Beihilfen zu gewähren, sondern bedrängten Mitgliedern mit Rat zur Seite zu stehen. . Die Mitglieder des Finanz-Komitees haben durch weise Finanzpolitik ermöglicht, der Loge, ohne dass irgendwelche Bestrebungen, namentlich in Bezug auf die humanitäre Richtung zu kurz kamen, das nicht unangenehme Ergebnis eines Ueberschusses von 7000 Mk. unterbreiten zu können. Aus der sonstigen Logentätigkeit ist als bedeutsam hervorzuheben, dass die Eintragung der Loge in das Vereinsregister erfolgt ist. Gemeinsam mit den hiesigen Schwesterlogen beteiligten wir uns an der Delegation zu den Gründungsfeierlichkeiten der drei neu installierten Logen in Nordhausen, Braunschweig und Göttingen. Auf Einladung der hochw. Grossloge nahm eine Abordnung unserer Loge an der am 10. November 1907 von der Grossloge veranstalteten Gedächtnisfeier au der Grabstätte des sei. Br. Adolf Mayer teil. Ein ausserordentliches Ereignis bedeutet eine jedesmalige Einführungsfeier. Es war uns vergönnt, an drei Abenden eine grössere Anzahl neuer Brüder als Mitglieder der Montefiore-Loge und des Ordens aufzunehmen. Der Einführuugsabend am 28. Mai 1907 gestaltete sich besonders erhebend und weihevoll, denn er gab uns Gelegenheit, die Aufnahme des Nachkommen Moses Montefiores, des Br. Claude G. Montetiore zu vollziehen. Die zweite Einführung am 22. Oktober 1907 führte uns wiederum eine grosse Reihe neuer Freunde zu. An beiden Abenden hatten wir die besondere Freude, als Vertreter der- Grossloge den hochwürd. Grosspräsidenten Br. Timendorfer in unserer Mitte zu sehen. Mit der dritten Einführung am IS. Februar 1908 konnten wir insgesamt in diesem Termine die Aufnahme von 69 Brüdern verzeichnen. Bei Terminsabschluss erreichte die Mitgliederliste die Zahl von 438 Brüdern. Leider blieben wir von schmerzlichen Verlusten nicht vei-schont. Wir haben den Tod folgender Brüder zu beklagen: Br. A. Herzfeld. Br. Geheimrat Dr. Baer. Br. Heinr. Schenkolewski. Br. Ign. Reiner. Dreiundzwanzig Jahre sind seit Errichtung der Montetiore-Loge vei flössen. Mit dankbarer Freude und stolzem Bewusstsein können wir auf die abgelaufene Zeit zurückblicken.

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