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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-06-01 · Nr. 7 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 7 - Juni
Date
1908-06-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Die BBr. Dr. Eschelbacher (Projekt einer .1 ugendzeitschritt), Siegm. Bergel (Reorganisation der Grossloge), Dr. Emil Levy (Das Judentum im Jahre 1907). Es beschäftigten uns ferner an vielen Sitznngsabenden Besprechungen über die von den hiesigen Logen errichteten Wohlfahrtseinrichtungen: Br. Dr. Max Ginsberg (Berthold Auerbach-L6ge) fährte uns in einem ausführlichen Referate die fruchtbare Wirksamkeit des Vereins für Arbeitsnachweis vor i Br. Dr. A Kahn suchte unser Interesse für die hiesige jüdische Brockensammluug „Peah" zu wecken; Br. Justizrat Joachim (Deutsche Reichs-Loge) nahm Veranlassung, unseren neu eingetretenen Brüderu eine Darstellung der .Jüdischen Toynbeehalle" zu gewähren; Br. E. Caspary referierte über die „Jüdische Lesehalle und Bibliothek"; Br. Dr. Blumenthal (Berthold Auerbach-Loge) sprach über die „Jüdische Ferien-Kolonie*; Br. Maximilian Stein schilderte das Wirken des „Jaffa'schen ' Fürsorge- und Waisenheims der Grossloge für Deutschland". Bei den regelmassigen Besprechungen, die das Wohl und Gedeihen der Loge und des Ordens berühren, neben kleineren Vorträgen, Referaten und Diskussionen, die sich aus dem schriftlichen Verkehr mit der Grossloge, den Schwesterlogen und anderen Institutionen ergaben, nahm das Thema: „Jugendfürsorge" einen breiten Raum ein. Die BBr. Dr. Eschelbacher, Maximilian Stein, Dr. Kahn, Dr. Wölbe dürfen wold als die Pioniere bezeichnet werden, die in der Montefiore - Loge die Initiative ergriffen haben, unsere Jagend in der mannigfaltigsten Weise erfolgreich über den Wert und die Bedeutung des Judentums aufzuklären. Man kann wohl behaupten, dass sich infolge der ausdauernden Betätigung dieser Brüder die vielseitigen theoretischen Bestrebungen, besonders die ersten Anfänge für die Gewinnnng der Jugend für die Ordensideen in die Praxis umgesetzt haben. Neben der im vorvergangenen Termin von uns bereits mit schönstem Erfolge getroffenen Veranstaltung der Jugendvorträge sind die ersten Schritte unternommen, das erstrebenswerte Ziel der Bildung eines Jngendvereins herbeizufahren. Mit unserem „geistigen Komitee* vereinten sich bei Veranstaltungen dieser zweiten Serie von Jugendvereinen die betreffenden Komitees der beiden hiesigen Schwesterlogen; es galt auch hier den Gemeinschaftssinn der örtlich vereinten Logen zum Ausdruck zu bringen, das brüderliche Gefühl der Zusammengehörigkeit zu betonen, das bereits seine Würdigung und seinen Beweis in dem Wirken anderer gemeinsam begründeter und geförderter Wohl fahrtseinrichtungen gefunden hat. Für diese Veranstaltungen des vei flossenen Jahres stellten sich bereitwilligst zur Verfügung und hielten Vorträge: 1. Br. Dr. Emil Levy: Der Exodus im Lichte ägyptischer Denkmäler. 2. Br. Dr. Emil Cohn: Das Wesen des jüd. Prophetismus. 3. Br. Dr. Jul. Moses: Die moderne jüdische Dichtkunst. 4. Br. Dr. M. Warschauer: Ueber das Wesen des Judentums. 5. Br. Dr. L. Rosenthal:' Psalmen und Weltliteratur (mit Diskussion). 6. Herr Dr. M. Klausner: Die Poesie der alten Hebräer. 7. Herr Dr. Bleichrode: Bibel und Koran. 8. Br. Dr. A. Kahn: Die Mutter-in der judischen Poesie. 9. Herr Dr. Ludwig Pick: Judentum und moderne Weltanschauung (mit Diskussion). Wir hoffen und erwarten, dass unseren jungen Hörern und Hörerinnen diese Darbietungen wahrhafte Lichtpunkte gewesen sind, dass die den Vorträgen entnommenen Anregungen uns annehmen lassen, dem erstrebten Endzweck um einen guten Schritt näher gekommen zu sein, dass die Veranstaltungen von Jugend vortragen eine ständige Einrichtung der Logen werden und bleiben mögen und in den künftigen Jugendvereinen des Ordens ihr ausführendes Organ finden werden. Unser „geistiges Komitee" in Gemeinschaft mit dem Logenpiäsidium machte uns die Freude und gab uns Gelegenheit, auch Vortragende aus anderea .Kreisen zu hören: Es sprachen: Justizrat B. Bresläuer: Ueber den deutschen Judentag in Frankfurt a. M. Dr. Eisenstädt: Sozialpolitik der Juden in der Gegenwart. Dr. Alf. Apfel: Jüdische Jugeudvereine. Dr. Jos. Carlebach: Drei Jähre in Palästina. Dr. Schemarja Lewin: Die Zukunft der Juden in Russland. Neben diesen für die Brüder , der Montefiore - Loge und deren Angehörige bestimmten Vorträgen hatten die Vorstände der drei Berliner Logen gemeinsame Vortragsabende im Auschluss an die Arbeissitzungen veranstaltet: Br. Dr. Paul Nathan: Jüdische Erziehungsprobleme im Orient (Deutsche Reichsloge)^ Br. Geheimrat Maretzki: Soziale Bestrebungen im Orden (Montefiore-Loge). 1 Br. Levis E. Meyer (New Orleans): Unser Orden in Amerika (Montefiore-Loge). Br. Dr. Karpeles: Moses Mendelssohn und sein Denkmal (Berthold Auerbach-Loge). Herr Dr. Y&huda: Ueber die Wissenschaft des Judentums und ihre kulturelle Bedeutung (Berthold Auerbach-Loge). Mit allseitiger Anerkennung begrüsst und zahlreich besucht waren die beiden grösseren Vortragsabende (Mozartsaal) der Montefiore-Loge. Wir hörten: Frau Nahida Remy: Leben und Wirken von Moritz Lazarus. Prof. Archenhold: Der Sternenhimmel (PrqjektionsVortrag). In dem Bestreben, einer nicht unwichtigen Stütze unseres Logenlebens, der Geselligkeit, zu ihrem Rechte, zu verhelfen, hat das „Komitee für gesellige Veranstaltungen", geleitet von den BBr. Covo-Elsner .und Bergel II, die vom geistigen Komitee arrangierten grossen Vortragsabende benutzt, um im Anschluss an die Vorträge zwanglose gesellige Zusammenkünfte mit musikalisch-deklamatorischer Unterhaltung zu veranstalten. Um den geselligen Verkehr unter den Brüdern leichter

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