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Bericht der Großloge für Deutschland · 1907-10-01 · Nr. 8 - Oktober · p. [Seite]

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— 97 — Oharlottenburg (mit 9700 Jaden), Schöneberg (2994) und Rixdorf (1176) noch Königsberg (3976), Altona (2006, darunter trotz der Nähe von Hamburg nur 6 Brüder), Krefeld (1834), Aachen (1580), Duisburg (1287), Bonn (1191), Gelsenkirchen (1171), Hohensalza (1157) und Bochum (1030); alle diese Ortschaften seien hiermit dem Propaganda-Komitee der Gross- - * löge angelegentlichst empfohlen! Es domizilieren also in „jüdischen Grossstadten" Preussens 21 Logen, 15 in Städten mit 500—1000 Juden, nämlich Lissa (996), Königshütte (990), Bielefeld (833), Ratibor (823), Liegnitz (820), Kempen (804), Trier (761), Halberstadt (753), Ostrowo (744), Erfurt (721), Görlitz (686), St. Johann (651), Koblenz (638), Krotoschin (525) und Eschwege (511) und endlich 5 in Städten mit noch geringerer judischer Einwohnerzahl (Stargard, Neisse, Osterode, Landsberg und Zabrze). Von den „jüdischen Mittelstädten" Preussens seien übrigens hier für eine etwaige Propaganda besonders erwähnt: Gnesen (mit 980 Juden), Fulda (861), Memel (851), Emden (809), München-Gladbach (784), Graudenz (769) und Mühlheim a. Rh. (705). Von den 4 bayrischen Städten, in denen Logen unseres Ordens bestehen, habeb München, Würzburg und Nürnberg mehr. Kaiserslautern mit 779 weniger als 1000 jüdische Einwohner. Fürth (2841), Bamberg (1198) .und Augsburg (1101 jüd. Einwohner) haben noch keine B. B. Loge. Auch die 4 badischen Logen sind in 3 Orten mit einer jüdischen Bevölkerung über 1000 (Mannheim, Karlsruhe und Freiburg) und einem (Heidelberg) mit 997 domiziliert; die 3 sächsischen (Leipzig, Dresden, Chemnitz), die 3 hessischen (Darmstadt, Mainz, Worms), die 2 reichsländischen (Strassburg, Metz) und die Logen in Hamburg und Bremen haben gleichfalls eine jüdische Bevölkerung von mehr als 1000 Personen hinter sich, während dies von den 2 württembergischen nur für Stuttgart gilt, da Heilbronn nur 872 Juden zählt; die Logen in Lübeck (631), Dessau und Gotha endlich sind auch in Städten errichtet, die nicht 1000 jüdische Bewohner zählen. Für die Propaganda endlich seien hier noch die hessischen Städte < Mienbach (1213), Giessen und Bingen (ca 900) hervorgehoben, sowie das elsässische Mühlhausen (2428) und Colmar (1256). Die Zunahme an Mitgliedern war im Gegensatz zur Zahl der neugegründeten Logen eine recht erfreuliche, nämlich 296 (1905) bezw. 320 (1906). Ziehen wir hiervon die Zahl der neuen Brüder in den neugegründeten Logen mit 94 resp. 35 ab, so bleibt für die alten Logen noch immer ein stattliches Wachstum von 202 resp. 285 Brüdern. Das grösste Wachstum in 1905 zeigt die Frankfurt-Loge mit 38, die damit die stärkste Loge des Distrikts geworden ist; es folgen die drei Berliner Logen mit 37, 34 und 28 und die Rheinlandloge mit 12; alle übrigen Logen haben entweder ihre Mitgliederzahl um weniger als um 10 Mitglieder erhöht, oder sie sind stationär geblieben, oder sie sind, wenn auch nur um wenige Mitglieder, zurückgegangen. Die Breisgau- Loge hat 20 Mitglieder mit Karte nach Basel abgegeben und ist dadurch um 17 zurückgegangen. Ueber 400 Mitglieder zählten somit in 1905 jetzt 2 Logen: Frankfurt (412) und die Lessingloge - Breslau (403), zwischen 300—400 die 2 Berliner: die Berthold-Auerbach- (369) und Deutsche Reichsloge (350), zwischen 2-300 ebenfalls 2: Montefiore Berlin (267) und Rhein! and-Cöln (243); 10 Logen zählten zwischen 1—200, 33 zwischen 50 und 100 und 16 zwischen 27 (Eschwege) und 50. Im Jahre 1906 hatte die Montefioreloge-Berlin mit 88 die grösste Zunahme; im weiten Abstände folgen die Berthold Auerbachloge (38),die Deutsche Reichsloge (19), die Frankfurtloge (18), die Lessingloge (13), die Düsseldoi flöge (13) und die Nassauloge (10); eine grössere Abnahme zeigt die Humanitasloge Gleiwitz um 10, da sie 15 Brüder .mit Karte (wohl nach Zabrze) übergeführt hat. Durch die Zunahme der Berthold Auerbachloge ist sie als dritte in die Zahl der Logen mit über 400 Mitgliedern eingerückt, während die Montefioreloge in die der Logen mit 3—400 getreten ist; zwischen 1—200 zählten auch in diesem Jahre 10 Logen, zwischen 50 und 100 waren es gleichfalls 33 und zwischen 28 (Eschwege) und 50 diesmal natürlich 17. Die drei Berliner Logen zählten zusammen 1138 Mitglieder. ' V. Neu beigetreten wären dem Orden (in 1905) 488 resp. (in 1906) 509 Brüder. Jedoch hat der Distrikt 90 resp. 98 Brüder durch den Tod und 76 resp. 85 durch Ausscheiden aus dem Orden verloren. Mit Karte schieden aus 48 resp. 43, mit Karte träten ein 22 resp. 37; die grosse Differenz dieser beiden Zahlen in 1905 erklärt sich durch die Gründung der Basel-Loge, die nicht zum Deutschen Distrikt zählt. Das Gesamtvermögen des Distrikts ist um etwa 100000 M. in jedem Jahre gestiegen und betrug Ende 1906 einschliesslich des Bestandes bei derTirossloge über 1*/, Millionen Mark. Die reichste Loge ist auch weiterhin die Lessingloge geblieben mit 145- resp. 162000 M.; über 100000 M. Vermögen hat noch die Fränkfurtloge (113—137) und die Deutsche Reichsloge (109—124);;4Logen haben 50—100000 M. Vermögen; die finanziell am 'schlechtesten stehende Loge ist die Ostpreussische in Osterode mit 166 resp. 35 M. Vermögen. Den grössten Reservefond hat die älteste, die Deutsche Reichs-Loge mit 77600 resp. 80600 M.; auch die Berthold Auerbach-, Lessing' und Frankfurt-Loge haben mehr als 50000 M. Reservefond. Für Unterstützungen sind in 1905 über 200000 M., im Jahre 1906 über 150000 M. im deutschen Distrikt ausgegeben worden bei einer Gesamt-Ausgabe von 565- resp. 560000 M. Im grossen, und ganzen haben wir wieder gute Fortschritte gemacht. Der Orden in Oesterreich. Im Anschluss an diese Notizen über unseren Distrikt möchte ich mir erlauben den Brüdern dieses Mal auch noch einige Zahlen aus dem benachbarten österreichischen Distrikt mitzuteilen. In Oesterreich, wo die Logen den Namen „Israelitische Humanitätsvereine B'nai B'rith" tragen, ist die älteste die Austria in Bielitz, die'am 1. Septbr. 1889 installiert wurde. Ausgang 1906 zählte der Distrikt 13 Logen in 11 Städten; von ihnen ist im Jahre 1906 die Allianz in Budweis gegründet, je 2 stammen aus 92 (Union-Pilsen und Solidarität-Krakau) und 94 (Karlsbad und Philanthropia-Reichenberg), je 1 aus 93 (Bohemia - Prag), 95 (Wien) , 96 (Moravia - Brünn), 98 (Silesia-Troppau), 99 (Leopolis-Lemberg), 02 (Praga), und 03 (Eintracht-Wien). Die stärkste Loge ist die Prager Bohemia mit 302 Brüdern (die aber Ausgang 1901 schon einmal

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