Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1907
- Issue
- Nr. 7 - September
- Date
- 1907-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/4864325-6028970-6074154--1152-4865299- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
als solchen, nach einer bestimmten Periode, überhaupt gar nicht mehr die Rede sein kann. In mofalisch - ethisch-historischer Hinsicht aber halte ich solche Heiraten für direkt verderblich. Verderblich für die Reinheit des Stammes, verderblich lür die weitere Durchführung der konsequenten jüdischen Gesetzgebung, verderblich mit einem Wort für den Geist des Judentums, der aller Stagnation abhold, der Fortschrittsfaktor der Weltgeschichte ist. Für die an manchen Orten eintretende Deterioration (Verfall) jüdischer Familien ist nur Auswanderung anzuraten; hier scheint auch meist der Zufall selbst zu wollen, dass ein fanatisierter Pöbel die Juden austreibt, die sonst vielleicht zur Auswanderung weder Sinn noch Tatkraft genug gezeigt. Nicht da, wo man die Juden des- Landes verweist, sondern da, wo sie in Hülle und Fülle ihr Leben hin- | bringen, sterben sie aus, indem sie j sich vermischen und ihrer Charakteristika verlustig gehen. Das Schwache, Unterdrückte, sucht sich zu verbinden, um vereint dem Feind zu widerstehen. Das j Starke und Mächtige aber ist sich keiner Gefahr bej wusst und fordert den Neid heraus. Bei den Schwachen; findet man die Zusammengehörigkeit, welche der Starke für überflüssig hält. So hegen die Juden, die da unterdrückt sind, in ihren Gebethäusern auf den Knieen und flehen in j kindlich naiver W eise zu ihrem Jehova, damit er j sie vom Untergang bewahre und sie gedeihen lasse;; so stehen die Tempel leer, die sich die Juden der occidentalen Kultur erbaut, denn ihnen fehlt das gemeinsame Band, das sie bisher zusammengehalten: die Not. Drum ist's eine Wechselwirkung zwischen Zweck und Ursache. Wo die jüdische Lehre befolgt wird, da gibt es noch Juden, da ist die Rasse verhältnismässig noch rein geblieben: aber sie ist ein fremder Faktor in dem Land, dessen Bewohner zum grössten Teil einer anderen Rasse angehören! und der Notstand tritt ein — einerlei in welcher Form. Und umgekehrt: Wo der Judenhass, da Zusammengehörigkeit und Ausübung der Gebote. Wie das verhätschelte Individuum widerstandslos ist, so geht es mit Nationen, die nie den Kampf ums Dasein gekannt. Ist's nicht prophetischer Geist, dei die Satzungen der Juden durchwebt nicht das Judentum die eiserne Konsequenz wohldurchdachter Absicht " Wenn auch hier nicht beabsichtigt ist die physischen Gebrechen der Juden in den Vordergrund dieser Betrachtungen zu rücken, weil hier nur dargetan werden soll, dass die Juden ausser von .moralisch-sozialen" Uebeln auch von somatischen (körperlichen) Leiden besonders heimgesucht werden, so dürfen wir doch noch eine Krankheit nicht unerwähnt lassen, die der berühmte deutsch-amerikanische Arzt, Professor Abraham J a c o b i , als eine „fast spezifisch jüdische" bezeichnet hat, nämlich die Zuckerkrankheit.10) Alle diese bisher hier besprochenen Erscheinungen müssen als Niedergangserscheinungen, wie sie seit Jahrtausenden dem Untergang der Völker vorausgingen, betrachtet werden. Verfeinerung der Sitten auf Kosten der - Sittlichkeit, Verfeinerung der Genüsse auf Kosten der physischen Kräfte; mit zunehmendem Reichtum Lockerung des Familienlebens, durch sich steigernde Genusssucht Verweichlichung, Nervosität, Perversität; Verlust der moralischen und physischen Widerstandskraft; Erzeugung einer durch körperliche Mängel und Intelligenzdefekte minderwertigen oder mit sittlich wertlosen Eigenschaften behafteten Nachkommenschaft. Sondern wir nun zunächst aus dieser düstern Heerschau alle jene Faktoren, die auf körperliche Dispositionen beruhen, also meist ohne unser Verschulden unsern Stamm -in seiner numerischen Entwicklung gehemmt haben, von unseren ferneren Betrachtungen ab, und wenden uns nur [ noch jenen anderen, unsere Reihen lichtenden Erscheinungen, ■ der Fahnenflucht des jüdischen Renegatentums, den Mischehen und Kindertaufen, zu. Da liegt uns zunächst die Frage vor: „Wie konnte sich im Schosse eines durch seine Sitten- I reinheit und sein edles Familienleben einst so stark gej festigtes Volk eine Nachkommenschaft entwickeln, die, aller Ehre und Ethik bar, aus den verächtlichsten Motiven und der niedrigsten Gesinnung heraus, der Stammesgemeinschaft, j Religion und Familie abschwürt?' Wie ist es möglich geworden, dass sich Kinder und j Enkel edler, sittlich und geistig hervorragender und durch | ihre warme Liebe für ihr Judentum rühmlich bekannt ge- | wesener Eltern und Grosseltern, mit einer aller Vorstellung spottenden Pietätlosigkeit von ihrem Judentum lossagen lHi Als ich etwa vor zwanzig Jahren die Zuckerkrankheit als eine Nervenkrankheit Sympathicusei krankung i bezeichnete, wurde diese Ansicht I in der anglo-amerikanischen Fachpresse vielfach bekämpft, i Medical Rccord, I Xew-York 1889|. In einer ärztlichen Versammlung zur Debatte gestellt, sprachen sich sehr angesehene Aerzte dahin aus, das; die Zuckerkrankheit tatsächlich sowohl eine Erkrankung des Nervensystems, als auch zugleich als eine Konstitutionskrankheit angesehen werden müsse, die in ihrer j Häutigkeit bei den Juden, durch ierenLebensführung erklärt werden könnte. Ausser der üppigen Lebensweise •bei den wohlhabenden Juden trage auch das Krwerbsleben derselben viel dazu bei, eine besondere Prädisposition (Empfänglichkeit) bei ihnen für den Diabetes vorzubereiten. Geistige Ueberanstrengungen, häufige geschäftliche Aufregungen UndSorgen. verkürzte und falsch verteilte Ruhepausen, die obendrein noch durch fälschlich als rErholung" bezeichneten Zerstreuungen beeinträchtigt würden, seien begünstigende Momente iür die Zuckerkrankheit. Auffallend sei es ja schon, dass es vorwiegend gutsituierte Geschäftsleute seien, die unter den Juden das grösste Contingent der Zuckerkranken stellen, hingegen jüdische Handwerker und Gelehrte mit ruhigerer und nüchternerer Lebensweise nicht häufiger an dieser Krankheit leiden, als nichtjüdische Berufsgenossen. Inwieweit jdie Zuckerkrankheit und ob überhaupt sie auf die Nachkommenschaft nachteilig einwirkt, kann hier nicht erörtert werden. Ich wollte dieses Leiden nur deshalb nicht unerwähnt lassen, weil seine Ursachen nur allzu häufig in einer Lebensweise zu suchen sind, die mit der früheren unserer Altvordern oft in grellem Widerspruch steht, und, will nur bei seiner Besprechung eine Anregung zum Nachdenken geben. Sonst hätte ich auch noch der, durch Uebermass leiblicher Genüsse veranlassten „Gicht der Reichen* gedenken müssen, die, wie bekannt mit der Zuckerkrankheit oft vergesellschaftet ist.-