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Bericht der Großloge für Deutschland · 1907-05-01 · Nr. 4 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1907
Issue
Nr. 4 - Mai
Date
1907-05-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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glieder der Jacob-Plaut-Loge, die aus Nordhausen, Bleicherode, Ellrich und Sondershauseu zur Installation der Loge hei beigeeilt waren. Aas allen Teilen unseres deutschen Vaterlandes waren die Gäste gekommen. Galt es doch, dem über die gauze Kult urweit verbreiteten 0;den ü. O. B. B. in Nord, hausen eine neue Heim- und Pflegestätte zu bereiten. Besonders zahlreich waren die Brüder und Schwestern der Erfurt-Loge erschienen, der Mutter der neugegründeten Loge. Im Hotel Friedrichs kr on begrüsste das Festkomitee die Gä*te. Am Vormittage wurde die interessante, altertümliche Stadt besichtigt, manche alte Bekanntschaft erneuert, manch Freundschaftsband fester geknüpft. Für Nachmittag 2 Uhr war die feierliche Installation, Einführong des gewählten Beamtenrates und der stattlichen Zahl ton 62 Petenten angesetzt. Freudige Spannung malte sich auf den Mienen der neuen Brüder und die Erwartung wurde sieht getäuscht. Brachten doch die nächsten Stunden wahrhaft erhebende Eindrücke. Das neue Logenlokal konnte kaum die Zahl der Anwesenden fassen. Es herrschte nur eine Stimme der Bewunderung über die vornehme Ausstattung der Räume. Droben schaute das Bild von Jacob Plaut, dem erkorenen Schutzpatron der Loge, grüssend auf die Anwesenden nieder, und unwillkürlich drängte sich der alte Spruch „Wie schöu sind deine Zelte, o Jakob" jedem auf die L'ppen. Nachdem die lieben Brüder und die Delegierten von ca. 30 8chwesternlogen Platz genommen, bestieg der hochwürdige Grosspräsident, Justizrat Br. Timendorfer, Berlin, den Prä'identenstubl, umgeben von dem Beamtenrat: .Vizepräsident: Expräsident Blumeuthal, Protokoll. Sekretär: Grosssekretär D. Wölfl', Fiuauzsekretär: Expräsident Bachner. Schatzmeister: Expräsident Lang, Mentor, Expräsident (Vit. assistiert von den Expräsidenren Laijuer und Dr. Frankenstein, Marschall: Expräsident Isaac, Wächter: Expräsident S< bloss. In meisterhafter Art verstand es der hochwürdige Gr osspräsident, die neuen Brüder in den Pflichtenkreis einzuführen, in den sie durch ihre Zugehörigkeit zum Orden B. B. eingetreten waren; plastisch trat jedem vor die Seele, was es bedeutet, ein wirklicher Ben Briss im Sinne des Ordens zu sein. Bei der Erklärung des Rituals wurde der Gross* Präsident. vom 1. Br. Bergel iu feinsinniger, geistreicher Weise unterstützt. Der von der hochwürdigen Grossloge ausgestellte Freibrief gelangte von Br. Grosssekretär D. Wolff zur Verlesung. Er wurde, nachdem die Petenten und der gewählte Beamtenrat der Jacob Plaut-Loge verpflichtet waren, dem w. Präsidenten, Br. Sanitätsrat Dr. Stern überreicht, der ihn mit tiefgefühlten herzlichen Worten des Dankes entgegennahm. Nachdem das Vaterhaus, die hoch würdige -Grossloge, mit ihren Wünschen und Hoffnungen für die lebensvolle Entwicklung des jungen Kindes zu Worte gekommen war, nahten die Delegierten der Geschwisterlogen und legten der neuen Schwester herzliche Glück- und Segenswünsche in die Wiege. Es war ein erhebender Anblick, zu sehen, wie begeisterte und erfahrene Brüder die Ziele des Bandes erläaterten, wie sich der Delegierte der Ostmark mit dem Bruder von der Süd- und West grenze unseres Vaterlandes in demselben Idealismus um die Fahne des Ordens scharten. tO - > Auch diese herrliche Feier, die den Teilnehmern nnvergess- I lieh bleiben wird, ging zu Ende, und es begann das Festmahl. Der Festsaal mit seiner blumenüberstreuten Tafel, deren Anordnung die 1. BBr. Georg Cohn und R. Philipp mit ihren Damen übernommen hatten, bot einen entzückenden Anblick. Mit dem Kronungsnrarsch aus der Oper „Die Folkunger" ] wurde die Festtafel ei öffnet. Hierauf begrüsste als erster | Redner Vizepräsident Br. Kleimenhagen, anschliessend an das vor kurzem stattgefundene 35 jährige Jubiläum des Ordens in Deutschland, die Anwesenden und hiess sie in Nor (Ihausen, der gastfreien Stadt herzlich willkommen. Dieser freudig aufgenommenen Rede folgte eine Gesangseinlage „Hallelujah", vorgetragen von Fräulein Fehlt, und dieser der Trinkspruch des 1. Bruder Rabbiner Dr. Schönberger auf Se. Majestät den Kaiser. Weiter erfreute der hochwürdige Glosspräsident die Versammelten durch tiefempfundene, von feinem Humor durch -! wehte Worte, die in der Liebe zur Logensache und in einem Toast auf die jüngste Schwesterloge gipfelten. Es folgten dann die Ansprachen des w. Präsidenten Br. Sanitätsrat Dr. Stern auf die Grossloge und den hoch w. Grosspräsidenten, des Br. Siegmund Heilbronn auf die Schwesterlogen und des Schreibers dieses auf die w. Erfurtloge. Aber schöner als alle diese Reden war der lichte Flor der Damen, der die Tafel umrahmte, und diesen galt das Hoch des Br: R. Philipp Nordhausen. Alsdann feierten die 1. BBr. Schlesinger-Franklurt a..M. und Blumenau Cöln a. Rh. j den Festtag in poetischer Form. Nach Beendigung der Tafel wurden die Festteilnehmer durch eid von Frau Seelig verfasstes allegorisches. Festspiel erfreut. Iu edler Sprache huldigten in diesem die Wohltätigkeit. Brüderlichkeit und Eiutraclrt der Jacob Plaut-Loge, die | sie zum Leben erweckt hatten. Die symbolischen Gedanken der Verfasserin wurden durch das Spiel der mitwirkenden Damen lebensvoll herausgeaibeitet, and reicher Beifall lohnte Verfasserin und Aufführende. Ein weiteres Duett und ein Solo ' bildeten den Schloss der Darbietungen. Nun aber kam die t&nzfrohe Jagend zu ihrem Rechte; | der Festpolonaise schlössen sich andere Tänze an, die die Teilnehmer noch lange zusammenhielten. Das Fest ist aus, aber die Erinnerung bleibt. Möge der von keinem Missklang gestörte Verlauf des Festes eine Vorbedeutung sein für alle weiteren Veranstaltungen der Loge, ob diese die Teilnehmer zu ernsten, der Verwirklichung der Logenideale gewidmeten. Verhandlungen oder zu heiterer I Lebensfreude zusammenführen werden. Br. Marschall R. David, Sondershausen. ' ' — | Bodenkuliurgesellschaft. Von befreundeter Seite geht mir als Vorsitzenden des . Aufsichtsrats der Bodenkulturgesellschaft ein Aasschnitt aas 1 dem Grosslogenbericht vom April dieses Jahres No. 3 zu, der ein Referat des Br. Justizrat Placzek aas Posen über die Bbdenkaltargesellschaft bringt, welches trotz der Kürze oder wegen derselben zu falscher Auflassung Veranlassung geben könnte, weshalb eine Berichtigung notwendig erscheint, damit die Sache selbst nicht Schaden leidet. Zuvorderst war es uns ganz neu zu hören, dass wir Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen sein sollen. Obwohl, wenn dies richtig

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