Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1907
- Issue
- Nr. 4 - Mai
- Date
- 1907-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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sChliessen, und der Kreis wird und muss sich schlössen udd dann soll es keine Schwachen, keine Verlassenen mehr geben! Dann < wollen wir vereint kämpfen den guten Kampf fff unsere heiligsten lauter, mit den Waffen der Liebe wollen w r den Hass entwaffnen und durchsetzen dasreine, echte Menschentum. l'nd nun noch einmal spreche ich Ihnen unsere Glückwünsche aus. Allen und jedem einzelnen: den Pionieren dejr ersten Stunde, den Führern, welche das Banner vorangetragei, den Männern, welche es zum Siege geführt haben. Vizepräs. d.Grossl, f.Oesterreich ßr. Dr. Edmund Kohn-Wien : . ■_ >(i; ■ I ■ Hochverehrte Fest Versammlung! Mit grossem Interesse verfolgen wir Oesterreicher die Arbeiten Ihres Distriktes, die Bestrebungen, die Kämpfe und Sorgen Ihrer Logen und nehmen den brüderlichsten Anteil an den Geschicken Ihn Distrikte« in Freud und in Leid. Ich brauche daher nicht e: auszusprechen, dass die Nachricht von Ihrem heutigen Doppe feste und die herzliche Einladung hierzu in unseren Humanität Vereinen jubelnden Wiederhall gefunden liat; so sind Delegierte der ..Bohemia..Wien", „Silesia", ,.Philanthropia", ..Praga' und ..Kintrachf mit mir hierher gekommen, um namens' ihrer Vereinigungen Zeugen Ihres Festes zu sein. So hochgestellte Erwartungen wir auch mitbrachten' sie wurden weit übertroffen durch das, was wir soeben aus dem Munde des hochw. Grosspräs. Timendorfer gehört haben| und wahrlich, wenn wir hören, was Sie in diesem Vierteljahr! hundert nach aussen geleistet,' wenn wir vernehmen, wie er4 folgreich Ihre Arbeit nach innen war, dann ziehen wir den Hut for der Tatkraft und Energie unserer deutschen Brüder.! Vor zehn Jahren noch sahen wir bewundernd zu Ihnen hinauf, die Schüler zu den Lehrern, und brüderlicher Neid umschlich manches Gemüt. In diesem Dezennium kam vieles vorwärts und ohne der lubescheidenheit geziehen zu werden, kann ich es aussprechen, dass wir zu Hause denselben Kampf, den Sie hier führen, mit vielen Erfolgen bestehen, dass wir nicht Geringes lür die Bundesidee und für die Interes>eii de* Judentums geschaffen haben. Wenn ich dies hier zu sagen mir gestatte, tue ich es, weil wir den Erfolg zum großen Teil unseren Lehrern, den deutschen Logen, verdanken. I)ie>en Dank will ich abstatten, bevor ich Ihnen sage, dass keine Spur von Neid mehr unser Gemüt beschleicht, sondern ganz andere Gelühle uns beherrschen: Freude und Stolz erfüllt unser Herz, hebt ans die Brust, wenn Sie di 25. Wiedel kehr Ihres <7iündungstages feiern. l'nd die Ursache dieser Freude entspringt nicht allei den brüderlichen Gefühlen, welche Brüder, Logen und Gross logen zueinander hegen, sondern vielmehr der intuitiven Emp tindung, dass Jahrhunderte ^lange gemeinsame Leiden un Freuden uns stammesvei wandt, uns sinnesverwandt gemacht haben. Afs ob wir zu Ihnen gehören, freuen wir uns, wie aus dem Bäumchen Deutsche Reichsloge der mächtige Stamm der Deutschen Grossloge entstanden, in dessen Schatten in brüderlicher Eintracht rtfi Logen arbeiten, um die wir heute fast die gesamte Judenschart des Deutschen Reiches ver sammelt sehen. Wie zu Ihnen gehörig, freuen wir uns und sind stolz darauf, dass durch das Beispiel der europäischen Logen auch in Amerika sich der Gedanke durchgerungen hat, dass der 42 — Orden seine Haupttätigkeit nicht in der egoistischen Richtung zu suchen hat, sondern in der alteruitischen, für das gesamte Judentum im allgemeinen, für die Armen, Verfolgten im besonderen. Die Aufgabe, jeden Zweig des Hauses Jakob zu den Höhen wahrer Sittlichkeit emporzuheben, kann nur eiue Körperschaft übernehmen, die nach innen so gefestigt ist, nach aussen so achtunggebietend dasteht, wie unser heute jubilierender VIII. 8chwesterdistrikt. — Indem ich Ihnen hochw. Grosspräsident, uud allen Logen namens des Verbandes der israel. Humanitäts-Vereine B'oai B'rith für Oesterreich zu Ihren ausserordentlichen Erfolgen gratuliere, spreche ich den Wunsch aus, die Deutsche Grossloge und die Reichsloge blühen, wachsen und gedeihen sich zum Ruhme, dem Orden zum! Stolze, dem Judentum der gesamten Menschheit zum Segen! — Präs. Br. R-A. P e i s e r - B r e s 1 a u: Hochansehnliche Festversammlung! Mildem ehrenvollen Auftrage betraut, namens aller Provinziallogen des deutschen Distrikts deren Grüsse und Glückwünsche zum heutigen Jubelfeste zu überbringen, darf ich nach den gehaltvollen Reden des heutigen Tages Ihre Aufmerksamkeit für meine Gratulation nur kurze Zeit in Anspruch nehmen. Ist doch meine Aufgabe bereits erfüllt, wenn ich unserer ältesten Schwester, der Deutschen Reichs - Loge, und der hochw. Grossloge aus freudigem Herzen zurufe: ein brüderliches Glückauf zum heutigen Feste, das ja auch das unsrige ist — und wenn wir zwar nahezu vollzählig an Logen, aber doch nur zu einem geringen Bruchteile unserer Gesamtheit persönlich hier erschienen sind, um selbst die Zentralteier mit Ihnen zu begehen, so haben wir doch alle — ein jeder in seinem Bruder kreise — dafür Vorsorge getroffen, dass in allen unseren Tempeln unser Ordensjubiläum als Festtag jeder einzelnen Loge von allen unseren Mitgliedern begangen werden konnte! Und ich glaube es wohl aussprechen zu können — der Geist, der in unseren Einzelfeiern und in unseren Sammlungen herrschte, er legte ein schönes Zeugnis davon ab, dass die Oidensidee in dem abgelaufenen Vierteljahrhundert an Stärke nichts eingebüsst hat, wenn anders man die ruhige Besonnenheit der jetzigen Mitarbeiter nicht geringer bewertet, als die himmelanstürmende Begeisterung der Jugendepoche unseres Orden3. Und so wünschen wir denn heute in dankbarer Anerkennung dessen, was die Deutsche Reichsloge bisher geleistet bat, dass es ihr in Zukunft vergönnt sein möge, dj begonnene Weik weiter auszubauen — zum Besten ihrer eigenen Brüderschaft, des Berliner Logenwesens und zum Vorbild und Wohle für den gesamten Orden! Diese Wünsche, die ich Ihnen, 1. Brüder und Schwestern, aus Ost und West, aus Nord und Süd von allen Ordensstädten unseres deutschen Vaterlandes überbringe — sie darf ich gewissermaßen zusammen flechten in einen festlichen Kranz, und diesem Kranze sei eine kurze Widmung beigefügt. Werte Festteilnehmer! Wenn wir rückschauend das Geleistete überblicken und versuchen, mit einem Worte das Verdienst unseres teuren Ordens zu kennzeichnen, so dürfen wir roll Stolz sagen: Sein glorreiches Verdienst — es ist die Tat! Dass der Orden sich nicht damit begnügte, ^^^H^^^^^^EBX^Ki^^^^HwS^a