Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1906
- Issue
- Nr. 6 - September
- Date
- 1906-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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*■ — 75 — z i e 11 e n Teil kleiner. Auch Illustrationen, Bilder und vei schiedene Drucke erhöhen den Reiz und fördern äusserlich das ästhetische Wohlgefallen. 2. 3. Ja. 4. 7. 8. 9. 10. Interesse erweckend und erhaltend soll der Inhalt sein. Demzufolge sollen vor den Berichten und Neuigkeiten, von denen eine Fülle erwünscht ist, nicht nur auf dem Gebiet der Loge, sondern auch der gemeinsame n jüd. Angelegenheiten ohne Färbung und Kritik, aktuelle Fragen, Biographien, religionswissenschaftliche Abhandlungen, sozialst hisc he und pädagogische Arbeiten in populärer Form und Darstellung als leitende Artikel nach Prüfung des Ausschusses zum Abdruck gelangen. Zwischen dem Leitartikel und den Berichten sollen Anregungen, Meinungen und Diskussionen von Logen und Einzelnen zur Besprechung zugelassen werden, was auch als offener Sprechsaal benannt werden könnte. Ein gutes lyrisches Gedicht wäre hierauf wohl am Platze. 2 mal im Jahre könnte die Auflage Forschungen, Er gebnisse der Wissenschaft, Rezensionen, Bücherbesprechungen und Empfehlungen, auch etliche in den Logen gehaltene Vorlesungen als besondere populärwissenschaftliche Pessach und Roschhaschono-Beilage bieten. Die Stärke der Nummer 1 Bogen. * 5. 6. Der Unterhaltungsteil enthalte eine kurze Er Zählung oder Novelle zur Belebung des jüd. Sinnes, dazu passende witz- und humorvolle Essays und Fabeln. 11. Nein. 12. Im Interesse der Propaganda ist es rätlich die Logenzeituug der Oeffentliclikeit zugänglich zu machen, insbesondere den „Frauenuud Jugendbünden'-, die aus der Loge B.-B. hervorgegangen. Doch bleibe es dem Ausschuss vorbehalten gewisse Blätter, die nicht in die Oeffentliclikeit getragen werden sollen, zu versehen mit den Worten : „N u r für Brüder!" Dr. Leimdörfer, Hamburg. . * * 1 N 1 ' . ■ . ' . * \ ' . ■ . 1. Soll die äussere Form der Berichte geändert werden;' a) das Format, nein. b) der Druck, ja, moderne deutsche oder anthjua Type. c) Papier ja, besseres weisses Papier. t d) die einzelnen Teile jeder Nummer. Lässt sich in einer knappen Fassung nicht beantworten. 2. Erscheint die vorgeschlagene Einteilung in einen offiziellen und einen nicht offiziellen Teil wünschenswert? Ja! 3. Sollen die Logen-, Rechenschafts- und Sitzungsberichte redaktionell gekürzt und einheitlich schematisiert werden? Rechenschaftsberichte sollen ungekürzt gebracht werden, Logen- und Sitzungsberichte unterliegen der Redaktion, die über deren Aufnahme zu entscheiden hat, aber keinenfalls schematisieren soll. 4. Themen der Aufsätze. Wissenschaftliche Beiträge welche die Logen betreffen oder jüdisches Kulturleben und Ethik behandeln, sind in erster Reihe zu bringen, ohne damit Beiträge allgemeiner Art, wenn sie auch nur lose oder gar nicht mit dem Judentum zusammenhängen, auszoschlfessen. 5. Ist ein UnterhaltungsteU beizufügen? Nein, und damit erledigt sich 6. 7. Sind regelmässige Bücherbesprechungen zu bringen? Ja! 8. Wissenschaftliche Aufsätze sind im Hauptblatt zu veröffentlichen. 9. 8—16 Seiten, je nach Andrang des Stoffes. 10. Diskussionen uud Anregungen einzelner Logen oder Meinungen einzelner Brüder sollten nicht beschränkt werden. Der Geist, der in den Logen herrscht, sorgt dafür ebenso wie die Redaktion, dass sie nichts Beleidigendes enthalten. 12 Unser Organ hat kein Interesse für die breite Oeffentliclikeit. ■'. " , P r ä s. B r. S c h u \\ ö f e f - Würzburg. ■ # •' ."- *. ■ V" ' .. ...- . Der Grossloge unterbreite ich' ergebenst infolge der Enquete über die Reorganisation der Monatsberichte im Nachstehenden meine bescheidenen Ansichten: Aus dem Doppelcharakter der „Berichte'der Grossloge für Deutschland" — einerseits als Organ der hochw. Grosslöge selbst, andererseits als Zentralorgan der w. Distrikts- Logen — ergibt sich zunächst eine entsprechende Zweiteilung des Stoffes. Die Verantwortung aber für sämtliche Aufsätze und Artikel kann meiner Ansicht. nach nur die Grossloge (beziehentlich deren Redaktions-Komitee) als Herausgeberin der Zeitung übernehmen. Damit stünde' ihr aber auch das Zensur-Recht über alle Einsendungen zu, um sie gegebenen Falles — mit Zustimmung'der Verfasser — redigiert zu veröffentlichen oder auch abzulehnen. Der offizielle Grosslogenteil enthalte autoritative Kundgebungen, Beschlüsse, Entscheidungen etc., ein nicht offizieller zerfalle in Veröffentlichungen instruktiver und solche reformierender Natur. Die Frage nach der Wahl der geeigneten Themen lösen wir am besten, indem wir auf die Prinzipien unseres Ordens zurückgelien Und prüfen, wo immer Aufklärung und Anregung der Erfüllung seiner Aufgaben dienlich ist. Da heisst es : „Der Orden beansprucht von seinen Mitgliedern die Fähigkeit, sich für ideale Interessen, überhaupt und für jene des Judentums insbesondere zu begeistern." Danach ist also dem Orden ..nichts Menschliches fremd", sodass er das faustische Wort auf sich anwenden könnte: ,, . . . Was der ganzen Menscheit zugeteilt ist, will ich in meinem iiinern Selbst ge: niessen;" danach gibt es also" kein Kulturgebiet, das aus dem Kreise seiner Betrachtungen.auszuschliesseu wäre. So möge denn auch Aufsätzen allgemeinen Interesses, namentlich Bäsprechungen über Wissenschaft Und Kunst aus berufener Feder ein Platz in unserer Zeitschrift eingeräumt werden, indes nur ein bescheidener. Denn seine Hauptaufgabe sieht der Oi den in der Pflege des ihm Spezifischen, in der Pflege und Betätigung der Ethik im jüdischen Geiste. Der Förderung dieses erhabenen Zweckes sei daher auch der wesentliche Inhalt seines Organs gewidmet. - Auch bisher stellte sich das Organ der Grossloge als Führer und Mentor in den Dienst der Ordensaufgaben. In erster Linie denke ich da an die . Gepflogenheit, bedeutsame in Einzellogen gehaltene ■ Ansprachen wörtlich zu reproduzieren, was wohl nicht allein geschehen ist um ihres Wertes oder der Bedeutung ihrer Autoren willen, sondern aus der Erkenntnis, dass die gute Gesinnung ständiger Nahrung, die