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Bericht der Großloge für Deutschland · 1906-09-01 · Nr. 6 - September · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1906
Issue
Nr. 6 - September
Date
1906-09-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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2. Die Bekanntgabe der Berichte der einzelnen Logen des Distrikt?:, der Komitees derselben, besonders wichtiger Referate einzelner Brüder, 3. Behandlung von Fragen, welche das Gesamtjudentum und damit auch unsere Organisation berühren. Dagegen betrachte ich es als untunlich, weil dem..Zwecke" der .,Berichte" riicht entsprechend, in letzteren de rebus Omnibus et nuibusdam aliis zu „berichten"' und Diskussionen über „Minima" zu veröffentlichen (nur weil mitunter die liebe Eitelkeit sich gern gedruckt sieht), die rein lokaler Natur >ind und die Gesamtheit nicht interessieren. Dies vorausgeschickt beantworte ich die gestellten Fragen wie folgt: . Zu 1. Die äussere Form der Berichte durfte der Be" dt-utung der Herausgeberin entsprechend etwas würdiger als bisher hergestellt werden und zwar a) das Format in der Weise wie die (literar.) Monatshefte, sodass die Berichte in gebundener Form „Bücher" vorstellen, und als solche der Bibliothek wie andere Bücher einverleibt werden; b) Druck und Papier sollen verfeinert werden; c) die einzelnen Hefte dürfen in dieser verbesserten Form höchstens alle 4 Wochen erscheinen, wogegen die Berichte über die Sitzungen des Generalkomitees (behufs Ermöglichung der Erhaltung der in vielen Logen bestehenden Uebung, über dieselben berichten und diskutieren zu lassen) in gesondert gedruckten oder hektographierten Zuschriften den Logen nach wie vor zugeschickt werden müssten. Zu % Eine Einteilung, wie sie hier erwähnt wird, scheint mir nicht am Platze. Wenn aus technischen odei sonstigen Gründen eine Zwei- oder Dreiteilung stattfinden sojl, so rubriziere man z. B.'. £ Von* der Grossloge, IL Aus deji Logen des Distrikts. III. Voh ausländischen "Distrikten, IV. Aufsätze, V. Annoncen. I - Zu 3. Beileibe nicht; man denke an die gesundheitlichen Gefahren des eifrigen Einsenders, wenn eine ihm wichtig erscheinende Stelle seines Operats unterdrückt oder verstimme^, wird! Auch pflegen, nach meiner Erfahrung wenigstens, viele Brüder und noch mehr Schwestern gerade diese Berichte mit Vorliebe zu lesen und finden dieselben nie „zu lang". Dagegen wurde ich es sehr dankbar begrüssen, wenn diesen Berichten ab und zu stilistisch und redaktionell ein bischen nachgeholfen und. sofern sie inhaltlich Anstoss erregen könnten, dem Einsender zur Umarbeitung zurückgegeben würden. > . j Zu 4 und 11. Die Aufsätze sollten das weite Feld der Ordensbestrebungen und alle Fragen umfassen, welche den Orden als solchen direkt oder indirekt berühren. Darum erkläre ich zugleich auch die Frage 11 als im organischen Zusammenhang mit Frage 4 stehend, dass ich es für zulässig und sogar für geboten erachte — unter Aufrechterhaltung des Verbots religiöse und politische Fragen innerhalb der Logen zu diskutieren, weil solche Diskussionen die Erhaltung der Eintracht und des Friedens innerhalb der Logen gefährden, religiöse und politische Fragen, welche zeitweise zum Nachteil oder Vortej^wies Gesarntjudeutums in der Presse, in Vorträgen, Broschüren, in gesetzgebenden Versammlungen etc. aufgeworfen werden, im Organ der Grossloge durch berufene, in solchen Fragen bewanderte Brüder ruhig und sachlich besprechen zu lassen. Während in der Diskussion die Redner .leicht erregt werden und in der Aufregung sich leicht hinreissen lassen gegen den Gegner unbrüderlich vorzugehen, ist die Gefahr bei objektiver Besprechung im Logenorgan ausgeschlossen. Ich glaube, dass, um Beispiele anzuführen, die Brüder es dankbar begrüssen würden, wenn Aufsätze erschienen über das preussische Schulgesetz, Angriffe der Institution der Milah, die Schächtfrage, die Zurücksetzung der Juden in einzelnen Bundesstaaten (Anstellung in der Justiz and Verwaltung, Nichternennung zu Schöffen und Geschworenen, Kreisausschnsss wie Bezirksamt etc. etc.) gegen die' von Fürst und Regierung beschworene Verfassung, die Frage ob es politisch klug und ratsam ist, einzelnen Parteien sich anzuschliessen, Zionismus und Territorialismus, Aufsätze über Massregeln, welche die Grossloge ergreifen kann, um die, das Ansehen der Juden schädigenden Taufen und die Prämiierung derselben durch die Regierungen zu bekämpfen, über Eiutluss, den die Grossloge auf andere jüdische Organisationen (deren Verbesserung, Erweiterung, Zentralisierung) nehmen soll, Behandlung von Verfassungsfragen durch Brüder der einzelnen Bundesstaaten, ebenso von solchen der jüdischen Kommunen, Aufsätze über die ethische Bedeutung und Wirkung unseres, den meisten Brüdern leider in seiner Schönheit unbekannten Zeremonialgesetzes (namentlich auch im Hinblick auf gesellschaftliche Zeremonien). Ich wurde sagen — horribile dictu et scriptu — dafür wären unseren Brüdern, die leider alle möglichen Bücher lesen, nur nicht das Buch der Bücher, Aufsätze über biblische Stoffe ab und zu zu wünschen. Zu 5 und 6. Diese Frage verneine ich unbedenklich, weil ein solcher Teil die Bedeutung und das Niveau unseres Blattes, seinen Zweck und seine Würde herabsetzen würde. Zu 7. Nein, Anzeigen und Hinweis auf besonders empfehlen-werte Bücher genügen. Zu 8. Ich halte es (s. Antwort z. 4) für praktischer und besser, wissenschaftliche Aufsätze im H a u p t b 1 a 11 zu veröffentlichen. Zn .9. Muss mit ti dem Ermessen der Redaktion überlassen werden. Zu 10 und 11 ist im Vorhergehenden (3, 4) implicite beantwortet. Zu 12. Ich bin nicht dafür unser Organ der breiten Oeffentlicbkeit zugänglich zu machen, dagegen würde ich dafür stimmen, allen jüd. Organisationen, Gemeinden, Bibliotheken und der jüd. Presse ein Abonnement auf das Logenblatt zu gestatten. Wenn Sie wünschen, will ich gerne diese Anregung noch näher ausführen und begründen, vorerst . dürfte sie wenigstens meine Bereitwilligkeit beweisen, auch meinerseits zum erhofften Resultate einen kleinen Beitrag zu leisten. M. Friedberg, Expiäs. der Carl Friedrich-Loge, Karlsruhe. * # * a) Anstatt „Monatsberichte" schlage ich vor.,Zeitung derBnei Briss -Logen oder „Logenblätter" allmonatlich herausgegeben von der Grossloge," b) Die 12 Fragen beantworte ich so: 1. Die äussere Form ähnle den Brölischen Monateheften in Form, Druck und Papier. Den nicht offi-

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