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Bericht der Großloge für Deutschland · 1906-03-01 · Nr. 2 - März · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1906
Issue
Nr. 2 - März
Date
1906-03-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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15 Ii. 05 Br. Dr. Landsberg: Glaubensweehsel bei den Juden in den letzten Jahren. 19. 11. 03 Br. Dr. Vogelsteiu: Raschi. j 22. 11. 05 Br. Schön: Jüdische und cluistliche Zeitungsstimmen über den Verband der deutschen Juden. .29. 11. 05 Br. Wolfen: Aus den Monatsberichten. 7.12. 05 Br. Dr. Worms: Aktuelle Fragen des Judentums. 13. 12. 05 Br. Dr. Landsberg: Statistisches über die deutschen Logen in 190:5/04. 20. 12. 05 Br. B. Feldberg: Die Juden in den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika. 27. 12. 05 Br. Blaschke: Der Jahresbericht der Henry-' Jones-Loge. 10. 1. 00 Br. Henry Cohn: Eigene Erlebnisse in den Jahren 1840/iiO. 24 1. 00 Br. Carl Cohn: Reisebilder aus Ind'en (mit Lichtbildern). An die Referate schlo«s sich meist eine anregende und belehrende Diskussion an. Einige der erwähnten Vorträge wurden an den geselligen Abenden gehalten, die einmal im Monat nach einer kurzen geschäftlichen Sitzung in unseren Gesellschaftsräumen für die 1 Angehörigen unserer Brüder arrangiert werden, und die, auch durch Deklamationen, musikalische Darbietungen etc. interessant gestaltet, sicherlich geeignet sind, die persönliche Annäherung der Brüder und ihrer Angehörigen zu fördern. Sie waren bisher stets so zahlreich besucht, dass unsere an sich grossen Räume kaum ausreichten. Zur Förderung des Iuteresses unserer Brüder trug, was wir hier mit ganz besonderem Danke noch hervorheben wollen, ausserordentlich bei auch der Besuch, der BBr. Grosspräs. Adolf Mayer und Timendorfer. Ersterer wohnte einer Mittwoch-Abend-Sitzung bei, die er durch seine Mitteilungen und Fragebeantwortungen zu einer besonders anregenden und genussreichen gestaltete, während Br. Timendorfer uns nicht nur in einer Sonntagsarb^itsloge durch seine Ansprachen und Anregungen uns von neuem für das gemeinsame Werk begeisterte, sondern auch noch am Abend durch einen vor Damen und Gästen gehaltenen Vorfrag über: „Sbylock und die Bestrebungen des U. O. B. B.u in außerordentlicher Weise uns erfreute und unsere innere Propaganda unterstützte. Die bei der Anwesenheit der beiden Grosspräs, veranstalteten Festlichkeiten erhielten natürlich durch dieselben noch ein besonderes Gepräge. Sonst hatten wir leider nicht häufig die Freude, Brüder der Schwesterlogen bei uns zu sehen, was wir umsomehr bedauern, als gerade solche Besuche oft dazu beitragen, neue Anregungen und Gedanken in unsere Sitzungen zu bringen. Unser Komitee für Ferien-Kolonien hat auch in den letzten Jahren in gleicher Weise wie bisher und mit Unterstützung der Damen gewirkt; etwa 20 Kindern können wir jetzt immer die Wohltat eines kräftigenden Aufenthaltes in den Sommermonaten zuteil werden lassen. Aus ihren Mitteln bewilligt die Loge hierfür alljährlich 000 Mark. ( Zu grossem Danke sind wir dabei den Instituten und Familien verpflichtet, die unser Liebeswerk durch Freistellen etc. fördern. Die von uns früher an wohltätige Institutionen und Vereine gewährten Beiträge sind auch in den letzten Jahren beibehalten und vermehrt worden, und unser Unterstützungs- Ausschuss ist redlich bemüht, allen an ihn herantretenden Gesuchen nach Prüfung der Würdigkeit gerecht zu werden. Auch die allgemeine Opferfreudigkeit, unserer Mitglieder bat sich angesichts der Judenmassakres in Russland' wieder bestens bewährt; wir konnten nicht nur 3500 Mark als Spende der Brüder an die Grossluge senden, sondern anch noch ca. 10 000 Mark aus allgemeiner . Sammlung dem Hilfsverein überweisen. Vielseitig an uns gerichtete Anfragen veranlassen uns noch, uns bei dieser Gelegenheit über einen Gegenstand in Kürze auszulassen, der eigentlich eine interne Angelegenheit unserer Allemauia ist, der aber anclr weitere Kreise zu interessieren scheint, nämlich über die Erfahrungen, die wir mit unserem Logengrundstück gemacht haben. Als seiner Zeit der Gedanke, ein eigenes Logenheini zu erwerben,, in die Tat umgesetzt wurde, da war der einzige Beweggrund dafür der, dass wir uns in Bozug auf die eigenen Räumlichkeiten verbessern wollten, ohne dabei unser Budget mehr als bisher zu belasten. Und diese Erwartung hat sich nicht nur erfüllt, sondern wir erzielen aus den Einnahmen des grossen Mietshauses noch eineu, wenn auelr geringen Ueberschuss, der unseren im allgemeinen recht stark in Anspruch genommeneu Mitteln sehr zu gute kommt.' Wenn sich für uns auf der anderen Seite ein Nachteil herausgebildet hat, so ist es der, dass ^wir uns bei Erwerb des Hauses mit unseren Logenmitteln mehr als wünschenswert engagiert haben, während wir sonst alle Ursache haben, deswegen zufrieden zu sein, dass wir unsere eigenen Herren im Hause sind, und selbst die grössten Veranstaltungen daselbst abhalten können. Grade bei Absendung des Berichts erhalten wir die Nachricht von dem Ableben eines der Mitbegründer unserer Allemania, .des Br. Gustav Lewy, eines Mannes, der auch in unserer Gemeinde lange Jahre hindurch Mitglied des Vorstandes gewesen ist und seit mehr als ein Jahrzehnt unserem Unterstützungs-Ausschuss 'angehört hat. Der Verlust trifft uus um so schwerer, als wir erst vor 10 Tagen den Tod des noch im besten Mannesalter stehenden Br. Aronheim zu' beklagen hatten. - Humanitas-Loge lo Gleiwitz. Wenn wir heute wiederum einen Bericht über unsere Tätigkeit in den letzten Monaten geben, hat es namentlich den Zweck, unsere auswärtigen lieben Brüder auf dem Laufenden zu erhalten. Reich war das zu Ende gehende Semester an Arbeit, reich aber auch an Erfolg. Nachdem wir im November in unseren neu her-, gerichteten Räumen unser 21. Stiftungsfest in feierlicher Weise l>egangen, zeigte das Komitee für Geselligkeit auch fernerhin das regste Interesse durch Veranstaltung von Festlichkeiten. Zu Chanuka wurde neben Verteilung von Kohlen an arme Witwen, in üblieher Weise ein Kinderfest veranstaltet, an dem weit über 100 Kinder unserer Brüder teilnahmen. Silvester wurde durch ein Kränzchen festlich begangen, und ebeqso nahmen unsere Damenabende unter regster Beteiligung einen fröhlichen Verlauf. Unterstützt wurde das Komitee durch den Vorstand unseres Schwesternbundes, welchem wir auch die Entstehung der sogenannten ..literarischen Abende", an denen die neuesten Erscheinungen der Liteiatur in Poesie und Prosa zum Vortrag gelangen, verdanken, und die sich der grössten Beliebtheit auch bei

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