Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1906
- Issue
- Nr. 2 - März
- Date
- 1906-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Ich würde mich herzlich freuen, wenn diese meine Anregungen auf fruchtbaren Boden fallen würden. * Rechtsanwalt Georg Peiser Vicepräsident der Lessir.g-Loge Breslau Aus dem Gedächtnissbuch der Grossloge. Seit unseren letzten Angaben haben folgender Brüder zu beklagen. Es starben: wir <fen Tod 92. Am 12. November 1005 Br. David Lessheim, in Breslau, Mitglied der Borussia-Loge in Danzig Seit dem 20. Oktober 1902 geb. den 5. Dezember I8p0 in Danzig. 93. Am 30. September 1905 Br. Julius Lachmann Mitglied der Montefiore-Loge in Berlin seit d*m 20. Oktober 1903, geb. den 27. Januar 1851. " 94. Am 23. Dezember 1905 Br. Ludwig Levide. Kitglied der August Lamey-Loge in Mannheim seit dem 9. April 1905, geb. den 17. Mal 1859 in Köln. 8. Am 25 Januar li)D6 Br. Dax Stern, Mitbegründer der Herder-Loge in Heilbronn — 15. März 11,03 — geb. (Jen 10. November 185.5 in Sontheim a. N. 9. Am 2. Februar 1906 Br. Dr. Salomon Fried, in Ulm a D., Mitglied der München-Loge in Münchjen, seit dem 14. November 1898, Mitbegründer der Friedens-Loge in Ratibor — 9. Mai 1886> — geb. den 16. März 1847 in Odialla. - 10. Am 1. Februar 1906 Br. Louis Cohn, Mitbegründer der Erfurt-Loge in Erfurt — 19. Mäi 1!>01 — gjeb. den 25 November 1845 in Gr. Wanzleben. 11. Am 14 Februar 1906 Br. Alexander Aronheim, Mitglied der Allemania-Loge in Stettin seit djem 11. Oktober 1893 geb. den 21. Juni 1861 in SellnOw. 12. Am Februar 1906 Br. Max Warschauer, Mitbegründer der Amicitia-Loge in Posen — 1. November — geb. den 22. März 1845. 13. Am 19. Februar 1900 Br. Moritz Roos, Mitglied der Nassau-Loge in Wiesbaden seit dem 2 November 1903 geb. den 2 April 1845 in Jugenheim. 14. Am 23 Februar 1906 Br. Sauiel Marcus, Mitglied der Berthold Auerbach Loge in Berlin seit dem 13. Dezember 1904 geb. den 5. Mai 1812 in Betuscha (Rumänien.) 15. Am 26. Februar 1906 Br. Gustav Lewy, Mitbe* gründer der Allemania-Loge in Stettin '-r IQ. August 1884 — geb.! den 5. Februar 1845 in Stettin.. Aus den Logen des VIII. Distrikts. Germania-Loge, Halle a, S. Angesichts der Vorreden zu <"en Jahresberichten anderer Logen, welche in diesen Blättern die Ziele und Zwecke unseres Ordens nach allen Richtungen eingehend beleuchten, glauben wir uns auf einen Bericht über die Tätigkeit unserer Loge beschränken zu dürfen. Während wir es bisher schmerzlich empfunden hatten, dass die hier lebenden aufnahmefähigen Söhne and Schwiegersöhne unserer Brüder sich dem Orden fernhielten, hatten wir in dem Berichtsjahre die grosse Freude, den Sohn eines und den Schwiegersohn eines anderen Brjaders aufnehmen zu können. Es kann bei Aussenstehenden zweifellos keine wohlwollenden Interessen für den Orden erwecken, wenn man sieht, dass die Brüder ihre Kinder jdem Orden nicht zuführen. Unwillkürlich muss sich ein Aussenstehender sagen, dass der Väter von den Zwecken und Zielen oder auch den Leistungen des Ordens nicht so befriedigt'werde, um seinen Kindern den Eintritt zu empfehlen. Wir halten es geradezu für die Pflicht eines jeden Bruders, seine Söhne und Schwiegersöhne, welche sich dazu eignen, dem Orden zuzuführen : das ist die allerbeste Propaganda! - So erwünscht uns der Eintritt dieser beiden und zweier anderen Brüder war, so unerwünscht war es uns, dass unser um unsere Loge hochverdienter Br. Expräs. Adolf Se-ruau seinen Wohnsitz von Halle nach Berlin verlegte. Wennschon er unserer Loge weiter als Mitglied angehört, so vermissen wir doch ausserordentlich sein persönliches Eingreifen in unsere Beratungen und Debatten, da er durch die häufige Fühlung, die er auf seinen Reisen^ mit anderen Logen nehmen konnte, über eine reiche Erfahrung in allen Logenangelegenheiten verfügte. In einer zahlreich besuchten Festsitzung wurde ihm vom Präsidenten mit einer Ansprache eine Adresse überreicht, die unserer Liebe und Verehrung* herzlichen Ausdruck gab. Dieser Sitzung folgte noch e'ine Veranstaltung zu seinen < Ehren, au der auch die Schwestern teilnahmen. Zahlreich besucht waren auch unsere Vortragsabende: Es sprachen in j Anwesenheit der Schwestern und Brüder: Br. Expräs. Dr. Oppen heim q'r über: „Die Gesundheitsverhältnisse der Juden". Br. Expräs. La<tueur von der Les>ing-Loge über: „Berthold Auerbach". Br. Rabbiner Dr. Fessler nur im Bruderkreise über das Drama: Ghetto" von Hejermans. Ferner öffentlich4. Br. Expräs. Rabbiner Dr. Freudenthal, Danzig, über: „Bedeutung und EiLrluss des Maimonides". Br. Geheimrat Professor Cohen aus Marburg über : „Die Grundideen des Judentums", lerr Lehrer Winter von hier über:. „Arnold BÖcklin". Ausserdem fand an gesellschaftlichen Veranstaltungen ein bescheidenes Essen statt, an dem. tiur Schwestern und Brüder unserer Loge teilnahmen. Die örtlichen Verhältnisse zwingen unsere Loge, ihre, Veranstaltungen auf das Notwendigste «u beschränken, einmal weil die Erfahrung gelehrt hat, dass nur an Sonntagen auf einen zahlreichen Besuch zu rechnen ist, dann aber auch,, weil unsere Brüder meist noch anderen jüdischen Vereinen angehören, die ebenfalls einen Teil der Sonntage für sich in An^ptuch nehmen. So kommt es auch, dass unser Schwesteinbund kein grosse« Arbeitsfeld hat, weil auf diesem andere ältere Vereine-— allerdings auch meist durch unsere Schwestern — mit vollem Erfolge tätig sind. Ausser der Unterstützung, welche unser Schwesternbund der Ferienkolouie zu teil werden lässt, besteht seine Arbeit