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Bericht der Großloge für Deutschland · 1906-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1906
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1906-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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der Betrag für die No 7 des Wegweisers, die inzwischen fertiggestellt ist and noch im Dezember zar Aasgabe gelangen soll, hinzugerechnet wird, dann stellt sich die Gesamtaasgabe für die Zwecke der Jugendschriften auf etwas über Mk 2000. Zu Punkt 2 der Tagesordnung ..Beteiligung der Logen an den Arbeiten der Kommission" entspinnt sich eine lebhafte Debatte, in welcher die verschiedensten Ansichten zum Ausdruck gelangen, und ei folgt schliesslich eine Verständigung .über folgende Punkte: 1. Auf das Erscheinen des Wegweisers soll durch Br. Dr. Spanier als Redakteur in den jüdischen Zeitungen in gewissen Zwischenräumen hingewiesen werden, und zwar wird Br. Dr. Spanier ersucht, den, betreffenden Zeitungen ein diesbezügliches fertiges Referat zuzustellen, das von den Redaktionen zweifellos aufgenommen werden durfte. 2. Aach soll Br. Dr. Spanier die jüdischen Zeitungen zum Abdruck unseres Preisaasschreibens in der gleichen Weise, wie vorstehend skizziert, angehen. 3. Von Zeit zu Zeit sollen in den Monatsberichten Verzeichnisse solcher Werke veröffentlicht werden, diesich zur Anschaffung für die Logenbibliothek empfehlen, desgleichen soll mit der Veröffentlichung der Verzeichnisse von Werken für die Jugendbibliothek fortgefahren werden. 4. Die am 2. Januar gefasste Resolution soll gleichfalls in gewissen Zwischenräumen zum Abdruck in den Monatsberichten gelangen, um das Interesse der Logen und ihrer Mitglieder für die Aufgaben der Jugeudschriften-Kommission des weiteren zu wecken. Für die Gewinnung geeigneter Persönlichkeiten zur Mitarbeit an dem Wegweiser soll Br. Dr. Spanier fortgesetzt tätig sein. / Zu dem Punkt der Tagesordnung .Beteiligung des Verbandes der jüdischen Lehrervereine a) durch Mitarbeit am Wegweiser, b) durch Uebertragang der Prüfung eingehender Jugendschriften", wird nach sehr ausführlicher Debatte, in welcher die Anschauungen zuerst weit auseinandergehen, folgender Beschluss gefasst: Der Vorsitzende der Jugendschriften-Kommission bezw. der Redakteur des Wegweisers wird ermächtigt, in geeigneten Fällen die Mitarbeit der Rabbiner- und Lehrerverbände für Zwecke der Kommission in Anspruch zu nehmen. Punkt 6 der Tagesordnung „Vorschläge betreffend Bei- . fflgung einer Erzählung im Wegweiser." Nach Hinweis daranf, dass wohl keine Erzählung geeignet sein dürfte, den Anforderungen der verschiedensten literarischen und religiösen Richtungen gleichmässig zu befriedigen, wird beschlossen, von der Beifügung einer Erzählung im Wegweiser abzusehen. Punkt 7 betrifft die Anregung der München-Loge auf Herausgabe einer Pessach-Hagada. Die Versammlung beschließt dieser Anregung nicht zu entsprechen, da die Heraasgabe einer Pessach-Hagada ein Buchhändlerunternehmen ist. womit sich die Jagendschriften-Kommission nicht zu beschäftigen habe. Br. Dr. K a r p e 1 e s hatte angeregt, geeignete Kräfte a) mit der Abfassung neuer, b) mit der Umarbeitung alter Jugendschriften zu betrauen.« Br. Dr. Karpeles zieht die Anregung anter a) zurück, während die Versammlung die Herausgabe älterer Werke beschliesst, and zwar wenn möglich - zunächst Krämer: „Erzählungen" und Anton Langner: „Ephraim Räubel". Die Br. Kaufmann und Dr. Adler wollen mit den geeigneten Verlegern diesbezüglich verhandeln. Von Br. Dr. Eschelbacher wird angeregt, eine Uebersetzung des engl Werkes von Michael Friedländer .die jüdische Religion" zu subventionieren, da dieses Werk, wie selten ein anderes es verdient, den betreffenden Kreisen zugängig gemacht zu werden, was aber nur erfolgen kann, wenn ein Verleger hierfür gefunden werden könnte. . Letzteres erscheint gesichert, wenn dem Verleger eine Subvention gewährt werde. Die Versammlung beschliesst, zunächst dieses Werk kennen zu lernen,, Br. Dr. Es'chelbacher will yejanlässen, dass die deutsche Uebersetzung bei den Mitgliedern der Jugendschriften-Kommission zirkuliert. Dem Antrage auf-Neudruck, von Lehmanns „Gabriel Rie>»er" zum 100. Geburtstag im April 1906 wird allseits zugestimmt, nachdem Br. Dr. Karpeles erklärte, dass dieses Werkchen nur eine Broschüre darstellt, und die Herstellung einer solchen nur unwesentliche Kosten bereiten dürfte. Br. Dr. Karpeles übernimmt es, eine'n geeigneten Verleger hierfür zu gewinnen Zu dem Punkt der Tagesordnung .Anträge auf Subventionierung einiger im Wegweiser empfohlenen Jugendschriften," beschliesst die Versammlung, die^ Grossloge zu ersuchen, lür jede der deutschen Logen t Exemplar des von Albert Katz herausgegebeneu Werkes. „Biogr. Charakterbilder aus der jüdischen Geschichte und Sage" anzuschaffen, und dieses Werk auch im Wegweiser noch besonders zu empfehlen. Dagegen wird ein Antrag auf Subventionierung des Flanter'schen Jugendfreundes, den dieser wieder ztfiibernehmen beabsichtigt, abgelehnt. ' Frau Rosenbaum-Tgu Neamtu hat den];Preisfür eine geeignete Jagendschrift, den Sie ursprünglich auf Mk. 200,— festgesetzt hatte, um Mk. 100,— erhöht. Die Versammlung ist der Ansicht, dass auch bei diesem Preise von Mk. ^300 auf Eingang geeigneter Arbeiten kaum zu rechnen sein dürfte, weshalb die Grossloge ersucht werden soll, auch ihrerseits für das Preisausschreiben einen Betrag von Mk. 200,— zu gewähren. Schluss der Sitzung Nachmittags 2 Uhr. Vorwort zu den Nebengesetzen der August Lamey-Loge in Mannheim.*) 1 Geschichte des Ordens U. 0. B. B. Der Orden Bnei Briss (Bene Berich, Bundessöhne) ist in Nordamerika entstanden. Dieses Land, von jeher als ein Paradies der Freiheit gefeiert, musste naturgemäss gerade auf die Juden, die ja in so vielen Ländern der alten Welt noch der bürgerlichen Freiheit entbehrten, eine besondere Anziehungskraft ausüben. Schon inder ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wanderten «viele Juden aus Europa, nicht zum wenigsten aus Deutschland, ans, am jenseits des Oceans ihr Heil zu suchen. Sie zerstreuten sich über das ausgedehnte Land. Je mehr sie aber mit allem Eifer in die neuen Ver- —&—-— '•' ■ •'. •) Dieses Vorxfort bringen vvir hier zmn Abdruck, weif' es,, ohne grossen Kaum einzunehmen, in ganz vorzüglicher Weise die Entstehung unseres Ordens, seine Ziele und Zwecke vtc, wie in einer', Propagandaschrift zum Ausdnick bringt. Das Redaktioas-Komit««.

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