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Bericht der Großloge für Deutschland · 1906-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1906
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1906-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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gehabt, und wendet sich der seinem Antrag beigefügten Begründung zu. die er im einzelnen durchgeht. Von der beantragten Neueinrichtung sei zu verwerten: 1) eine systematisch betriebene Propaganda; 2) die Vermeidung yon Fehlern bei Logengründungen; 3) die Verhütung von Fehlschlagen und 4) die richtige Versorgung junger Logen in der ersten Zeit. Nach kurzer Debatte, in welcher durchgehend» den Ausführungen Flörsheims zugestimmt wird, wird der Antrag dieses Bruders einstimmig angenommen und dem geschäftsführenden Ausschuss die Festsetzung der Bestimmungen übertragen. Die Versammlung bestimmt als Termin für die nächste Grosslogensitzung den 25. März er. I'eber die Erhebungen In Hessen referiert Br. Bergel ausführend, wie er der Auffassung sei, dass diese Erhebungen gar nicht mehr notwendig wären, da die Verhältnisse in Hessen sich inzwischen sehr wesentlich geändert hätten. Der statistische Verein fordere für eine beschränkte Erhebung in Hessen den Betrag von Mk. 2600, er, könne aus mancherlei Gründen aber nicht empfehlen, diesen Betrag zu bewilligen, denn nach ihm gewordenen Mitteilungen befindet sich bei der Regierung in Darmstadt eine Gesetzesvorlage in Vorbereitung zum Zwecke der Regelung der Verhältnisse der Juden in Hessen. Auch hätten sich einzelne Logen Hessens gegen die Erhebungen daselbst in der yon uns beabsichtigten Weise ausgesprochen. In der Debatte über diesen Gegenstand gelangt zum Ausdruck, dass die Erhebungen in Hessen durchgeführt werden sollten, schon zu Ehren des Andenkens unseres zu früh verstorbenen Bruders Julius Plotke, von welchem die Anregung ausgegangen war. Es wird ferner betont, dass es zum Nachteil des Ordens ausschlage, wenn eine grosse Idee, die ursprünglich von allen aufgenommen, später fallen gelassen werde, wie das schon des öfteren bei uns vorgekommen. Die Versammlung beschließt von d en jenigen Logen, die für die Erhebung in Hessen in Frage kommen, eine Aeusserung darüber einzufordern, ob und welchen Einwand sie gegen die Erhebungen in Hessen zu machen haben, resp. ob sie die Erhebungen für erforderlich halten und soll der Vollversammlung der Grossloge das einschlägige Material zur Beschlussfassung unterbreitet werden. Auch soll mit dem Verein für Statistik der Juden vorbehaltlich der Zustimmung der Grossloge, ein genau stipulierter Vertrag vorbereitet werden, der all diejenigen Fragen umfasst, die bei den Erhebungen in Hessen für uns Wert und Bedeutung haben» Auf das Gesuch des Komitees zur Begründung der jüdJ sehen Hausindustrie- und Kunstgewerbeschule ..Bezalel m Jerusalem bewilligt die Versammlung den Betrag von Mk. 500 auf ein Jahr, nach Ablehnung'des weiter gehenden Antrages schon jetzt dem Komitee für drei Jahre Mk. 1500 zu gewähren. Von der Allemaniä- und der Lessing-Loge waren folgende Anträge gestellt: x Von der Allemania-Loge. ,.Das General-Komitee bezw. die Grossloge für Deutschland lässt eine Sammlung von Artikeln aus den bisher erschienenen Monatsberichten vornehmen, die sich auf das Wesen des Logenlebens, auf äussere oder innere Propaganda beziehen, der sie noch eine Anzahl von Weihe-, Fest- und Trauerreden anfügt, und stellt dieses Sammelwerk den einzelnen Logen in mehreren Exemplaren zur Verfügung. (Für die Präsidenten -und die Exprieidenten je eins.) Begründung. Zweifellos fehlt es häufig in den Logen an ernstem, das Wesen der Logen selbst betr. Stoff; die einleitende und die Schlussansprache verlieren durch ihre ständige Wiederholung an Bedeutung und Eindruck. Die jüngeren Logen haben von den Dingen und Vorschlägen, die in früheren Jahren in den Berichten wiedergegeben sind, keine Kenntnis. In allen solchen Fällen ist der Präsident an der Hand des Sammelwerks .Aufsätze und Reden für die U. O. B. B.-Logen in Deutschland" in der Lage, sofort durch einen ihm passend erscheinenden Bruder (oder selbst) ohne besondere Vorbereitung einen Artikel zur Verlesung zu bringen, der eventl. auch eine Aussprache herbeiführt, sodass die versammelten Brüder etwas aus der Sitzung mit nach Hause nehmen. Auch dürfte ein solches Werk manchem Fest- oder Gedenkfeier-Redaer einen Anhalt für seine eigenen Reden geben, und damit manche Loge von dem ständigen Fest- und Trauerredner unabhängig machen. Ausführung. Die Sammlung geschieht durch einen vom General- Komitee damit zu betrauenden Bruder Expräsidenten. Dieser gibt das Verzeichnis der ihm passend erscheinenden Artikel dem Redaktions - Komitee zur Begutachtung weiter. Der geschäftsführende Ausschuss bestimmt dann definitiv über das so durch Vereinbarung zusammengekommene Werk." Von der Lessing-Loge, Breslau. „Das General - Komitee wolle beschiiessen: Aus den Monatsberichten diejenigen Aufsätze in Broschürenform zusammenzufassen, die sich auf die Entstehung, Entwicklung, Leistungen und Erfolge des Ordens beziehen." Die Versammlung ist der Ansicht, dass der mit den beiden Anträgen verfolgte Zweck durch Auszüge aus den Monateberichten nicht erreicht werden könnte, und auch mit Rücksicht auf die nicht unbeträchtlichen Kosten, die aus der Drucklegung jener Auszüge entstehen würden, werden diese Anträge' abgelehnt. Schluss der Sitzung 5 Uhr. Aus den Verhandlungen, der Jugendschriften-Kommission. Berlin, den 26. Dezember 1905. Vormittags 10 Uhr eröffnet der Vorsitzende Br. Dr. E 1 b o g e n die Sitzung, zu welcher bis auf Br. Dr. Heinemann, der an diesem Tage seine Hochzeit begeht, alle anderen Mitglieder der Kommission anwesend sind. Als Delegierter der Grossloge ist Br. D. Wölfl anwesend. Zu Punkt 1 der Tagesordnung, die bisherige Tätigkeit und die Ausgaben der Kommission betreffend, verweist Br. Dr. Elbogen darauf, dass bisher 6 Nummern des Wegweisers erschienen sind, dass ein Preisausschreiben auf Anregung der Frau Rosenbaum aus Tgu Neamtu erfolgt ist, und auch die im Januar er. gefassten Beschlüsse^ sind, wenn auch noch nicht zur Ausführung gekommen, so doch so weit gefördert, dass1 binnen kurzem die gewünschten Anthologien fertiggestellt sein dürften. Was die Ausgaben anbelangt, so teilt der Grosssekretär mit, dass die Herstellung der 6 Nummern des Wegweisers inkl. Porti Mk. 940,45 gekostet habe; für angeschaffte Bücher, die im Wegweiser besprochen worden, oder noch besprochen werden sollen, sind Mk. 179,50 aufgewendet worden; die Sitzungen der Jugendschriften-Kommission erforderten eine Ausgabe von Mk. 350,40 und an Honorare sind gezahlt werden Mk. 392,55. Wenn

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