Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1905
- Issue
- Nr. 5 - Juni
- Date
- 1905-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Ruhe kommen, mit der Entwicklung unseres Krankenschwestern Wesens werden unseren Frauen neue Aufgaben zufallen, und noch andere Gebiete der Thätigkeit innerhalb der Logen werden sich ihnen "tfnen. aber heute schon wird es in jeder Loge möglich sein, eine Vereinigung der Schwestern zu bilden zur gegenseitigen Förderung und Weiterbildung und zur Fliege edler Geselligkeit. Dazu gehött ausser einem geeigneten Versammlungsraum wohl nur eine kleine Anleituug Seiten.» der Brüder und viel guter Wille seitens der Schwestern. Aus dem Gedächtnissbuche der Grossloge. Seit unseren letzten Angaben haben wir den Tod folgender Bruder zu beklagen. , Es starben' 81. Am 25. Mai 1905 Br. Moritz Blendelsohn, Mitglied, der Deutschen Reichs1 Loge in Berlin seit dem 10, April lv'7. .'.2. Am 26. Januar 1!»0"> Br. Panl Brann, Mitglied der Lessing-Loge in Breslau seit dem 5. Februar 1087^ geb. den 2L August 183** in Rawitsch. 53. Am 7. Mai 1905 Br. Max Sinauer, Mitbecründ-er der Carl Friedrich-Lo^e in Karlsruhe — 8. Mai 1^98 — geb. den 11. Juli lM'l zu Grötzingen (Baden). 31. Am [4. Mai 1905 Br. Dr. Philipp Strauss, Mitglied der Maimonides-Loge in Nürnberg seit dem 17. Oktober 1903, geb. den 10. November 1^72 in Steinach O.-S. 3\ Am l.">. Mai lV>5 Br. Georg Rund, Mitglied der Michael Sachs-Loge in Königshütte seit dem 31. Oktober 1903. geb. den 1". Febiuar 186!» in Königsnütte. Am 20. Mai 1905 Br. Moritz Meyer, Mitbegründer der Berend-Lehmann-Loge in Halbers'.adt — 12. Juni 1887 — geb. den 1(5 Juni 1845 in Beetzendorf.. 37 Am 13. März (905 Br. Joseph Leyser, Mitbegründer der Düsseldorf-Loge in Düsseldorf — 12. Mai l'-KJl —geb. den 14. September 1844 in Emmerich. K Am 17. Mai MOÖ Br. August Kohn, Cannstatt, Mitglied der Stuttgaft-Loge in Stuttgart seit dem ffi. Februar 1'*04. geb. den 7. Mai lv7.". in Stuttgart. 30. Am -2'.'. Mai 1905 Br. Jacob Sichel, Mitbegründer der Frankfurt-Loge in Frankfurt a. M. 8. Januar 1888 — gebt den S. Juli 1850 in Grünsfeld. 40. Am 28, Mai 1903 Br. Samuel Appel, Mitbegründer der Erfurt-Loge in Erfurt — 1!». Mai 1901 — geb. den 2'K Juni 1843 in Gehaus. - 41. Am 6; Juni 1905 Br. Salli Cohn, Mitbegründer der Deutschen Reichs-Loge in Berlin — 20. März 1^>2 .— geb. denT'. Januar IM! zu Zochin. > 42. Am 5. Juni 1-05 Br. Otto Kempner, Mitglied der Lessing-Loge in Breslau seit dem 5. November . 1887, geb. am 15 Januar 1853 in Strehlen. Makkabäer-Loge? Der Beschluss des geschäftsführenden Ausschusses, der in-Basel zu installierenden Loge den Namen |..Makkabäer- Loge" nicht zu genehmigen, hat noch bis;in die letzte Zeit eine so grosse Anzahl von Anfragen um Aufklärung über die Beweggründe des Beschlussjes hervorgerufen, dass der hochw. Gross-Präs, sich entschlossen hat. denjenigen Theil seiner Ausführungen gelegentlich der Installationsfeier der Baseler Loge zu veröffentlichen, der sich mit dieser Frage beschäftigt. Nachdem * der hochw. Grosspräs. Br. Timendorfer der ganz besonderen Freude darüber Ausdruck gegeben hat, dass def U. O. B. B. nunmehr sich auch (siegreich die treie Schweiz erobert hat und über die rechtlichen Beziehungen der neu zu gründenden Loge sich | dahin ausgelassen, dass dieselbe direkt dem Executrv-Corrjite, welches zur Führung der Verwaltung der Constituti(j»ns-Grossloge bestimmt ist. unterstehe, die Grossloge für Deutschland aber vom Executiv-Comitc beauftragt sei, die Installation vorzunehmen und auch sonst die Aufsicht auszuüben, versicherte der Grosspjäs., dass auch, abgesehen von 1 diesem for- * malen Standpunkte, die Grossloge für Deutschland der neüen Loge in der Schweiz gern und freudig aille Liebe und Fürsorge widmen würde, um deren Wachsthum zu fördern, deren Gedeihen zu sichern. Der Grosspräs, ermahnte die Petenten, für weitere ropaganda in der Schweiz besorgt zu sein, da sie nach Gründung von 5 Logen in der Schweiz berechtigt sein würden, die Errichtung einer eigenen Grossloge zu verlangen und fuhr dann etwa fölgendermassen fort, wobei er betonte, dass er lediglich als objektiver Berichterstatter eines Collegiums die Anschauungen der Majorität desselben zu vertreten habe: ' | .,Sie haben sich den Namen Basel-Loge gewählt und dieser Name, er ist bewilligt worden. Es würde nicht verstanden werden, wenn ich nicht heut zurückkommen würde auf ihren Wunsch, sich Makkabäer-Loge zu nennen und auf den Wunsch des geschäftslührenden Ausschusses, von diesem Namen Abstand zu nehmen. Dieser Wunsch des geschäftsführenden Ausschusses, er hat bei Ihnen, meine Herren, wie ich erfahren habe, Missstimmung hervorgerufen und er hat auch bei einzelnen Logen Befremden erregt, und wenn man nur objektiv zu prüfen hätte, ob der Name Makkabäer-Loge für eine Loge des U. O. B. B. geeignet ist, so würde Ihre Missstimmung und das Befremden der eineinen Logen um so mehr berechtigt sein, als thatsächlich in Amerika eine Loge diesen Namen bereits führt.. Die Makkabäer bezeichnen Mitglieder einer Familie, ei denen sich herzenslautere Frömmigkeit und Opferfreudigkeit mit Muih und Klugheit vereinigt, eine Familie, welche das Judenthum für' alle Zeiten befestigt hat. Soll ein solcher Name ungeeignet sein? Müsste man nicht vielmehr educieren, dass der Name Makkabäer-Loge ganz besonders geeignet sei. weil man vielleicht behaupten könne, dass das, was die Makkabäer für ihre Zeit gewollt haben, die Logen für die Gegenwart wollen, nämlich den Juden das schöne Erbe ihrer Väter, die Gradheit des Sinnes und des Herzens bewahren.' Richtig, meine Herren! Und wenn die zweite