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Bericht der Großloge für Deutschland · 1905-01-01 · Nr. 4 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1905
Issue
Nr. 4 - Mai
Article
Beilage zu Nr. 4
Date
1905-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Verschiebung diese-. Verhältnisses nicltf zul erwarten. I lier bringt demnach der Jude wenig mit. Anders steht es mit dem psychischen Beitrag.-> B i s m a r c k sagte einmal sehr treffend.: Der Jude" verleiht «lern Deutschen das Mousscün. Der Deutsche ist schwer,'bedächtig, zögernd, <>lt übertrieben vorsichtig der Jmle beweglicher, impulsiver, prickelnder. Man ntUss demnach von vornherein annehmen, dasa jede geschäftliche Association eines tüchtigen l bristen und eines tüchtigen Juden eine gute Prognose in sich birgt. — tXatilrlich ist <lies keine Losung der Judenfrage. Assimilation erfordert psychische und physische Verschmelzung, Dieser Satz kann nicht oft genug ausgesprochen werden..,— Das Geschrei Uber die Ausbeutung durch W arenhäuser etc. wird sich mit der Zeit nicht mehr gegen die Juden allein richten. Denn die Evolution wird, nach und nach eine Umwandlung der Euizclgesohafte ZU (irossbetrieLen immer mehr herbeifxiluvu'. Entschieden war-es nur der kündige feine Geschäftssinn der Juden, der in dieser Hinsieht wiederum der schweren Stabiiitat des Deutschen mit Riesenschritten Voraus war. Immer wettere Anerkennung erwirbt siehja die Ansicht, dass ein sicheres Großunternehmen 'höheren natibnaTokonomischen Wert hat als unsichere Einzele\istcn/en. Wer glaubt, heute noch ..darauf dass der unglückliche I landu'erkerstand durch staatliche Hülfe auf die'Daiicr gestützt werden könne." Ein künstlichesHalten giebt es nicht nicht/ Neue Zeiten erfordern neue Produktionsf(>rrnen- Auf die Dauer wird man.auch mit der niederträchtigen Verleumdung aufhören müssen, als ob Wucher und. Betrug/eine spezifisch jüdische Eigenschalt sei. Mit der zunehmenden besseren und feineren l.ebenslührung. mit <lerso machtig von Generation zu Generation fortschreitenden Bildung und der daraus resultirenden vt u nehmeren Lebensauffassung werden die Juden sicher kein grössere* t ontingent als die Anderen zu jenen \ erbrechergruppen stellen. Weiterbildung des Charakters ist kein unmögliches Postulat, weder beim Einzelindividuum noch bei einem ganzen Volksstamm. Weit schwieriger ist die f rage der Assimilation in gesellschaftlicher Beziehung. Von einer do ui dcs-Politik ist hier nicht die Rede- Die ..bessere- Gesellschaft will vom Juden nichts lernen, wohl aber der Jude von ihr. Sitten, Gebräuche*, Gewohntleiten der oberen Kreise sind gekennzeichnet durch sogenannte Kcscrve und Unnahbarkeit.-i)as kann und muss der Jude hoch lernen, dass"ver die quasi natürliche Vertraulichkeit, ,die .aus der oben erw ähnten gleichen W'ertheinscliäiz'ung seiner Glaubensgenossen resultiert, immer mehr ablegt. Was könnte die- Aristokraten etc. reizen," die "auf der untersten Stufe' gesellschaftlicher- Werthschätzung Stehende Kasse zu sich .emporzuheben " : Der Glaube, 'der Typus,■". das Geld .' Das Unmöglichste in der Welt ist der Versuch, gesellschaftliche Vorurtheilc zu beseitigen. Auch heute noch gilt. Humboldt s Ausspruch,: Nirgends lässt sich der' eiserne King der Mandarinen durch einen homo novus durchbrechen. Die Grund- Ursache der selbstverständlichen JudenVerachtuHg dieser Kreise, ist der in - der TraÜiti'ou. wairzelndc Kasseninstinkt. Die Aristokraten sind .jh.e Ver* treter der reinen Kasse. Schwarz und Weiss können stet» nur Antipoden .sein. Aller Tradition]1 ist sehr oft bloss Denkfaulheit. Die mereten Ge-fl burtsaristokraten. oder wohl last alle, kcmi.cn ja den Juden überhaupt nicht. Sie •lehnen jede, .'Hurührnng als et.wasUndcnkbares.t ■nipromilti'ofcudcs ab. Das Schlagwort von der .furcht vor dem . Eindringen -des jüdischen Geistes (st "Selbstredend belanglos. Unter 1006 Gegnern der Juden wird man nicht 10 linden, die. ihre Abneigung, ihren Hass ausreichend und ehrlich bcgrüuden -können, f ür sie ist iler jüdische Schnorrer und .'der l-'eingebildete ein* Begriff, ^ie stellen gesellschaftlieb 'Beitie. auf eine Stufe. 1 )as heisseStreben der Juden, sieh zu-accamodieren, wird Von ihnen herabgezogen.-. Dass der lüde heute überhaupt nicht mehr Oltiz'ier wird, dass ihm dadurch der l'ariastempel ofliz-iell aufgedrückt wird, wird' als selbstverständlich . hingenommen. Ja, sind denn alle jüdischen Soldaten körperlich^ geistig und gesellschaftlich müulerwcrthig? Giebt es unter den Tausenden jüdischen Soldäterf.-keüien Einzigen, der durch Kraft, anständiges Verhalten, gute Herkunft und soldatische PjJiehterfirlhuig mit christlichen Kameraden gleich eiirzysehätzen ist r | 10 .:• :■ '. „•'• . '. " ' In den akademischen Kreisen .kommt/zu der angeborenen Abneigung noch ,,("oneurrenzfurcht" hinzu. Unleugbar verlügt die jüdische'Intelligenz über /ein' unverhältnissmässig grosses -geistiges GapUal. Die potentielle Energie lauert mit höchster Spannung auf die Gelegenheit, sich"'in kinetische zu verwandeln. * Alles schreit heute nach staatlicher Hille. Die Zeiten, da einzelne, Gruppen, sich selbst-

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