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Bericht der Großloge für Deutschland · 1905-01-01 · Nr. 3 - April · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1905
Issue
Nr. 3 - April
Article
Beilage zu Nr. 3
Date
1905-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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- "27 ich lerne in dieser Loge, wenn icli sie als Gast besuche immer etwas"; mit diesen Worten bezeugt der eine Loge be suchende fremde Bruder seinen Respekt vor der Loge um bringt die Erkenntnis« ihrer Bedeutung zum Ausdruck, um nicht etwa mit den Worten: .,diese Loge feiert schöne Feste1 oder „die&e Loge hat ein grosses Budget in Wohlthätigkeits sachen*'. Das geizige Leben aber Spiegelt sich in den Vor trägen und Referaten, die in der Loge gehalten werden; denn sie geben erfahrungsgemäss die beste stoffliche l'nterlage für die Besprechung von Gegenständen, die das Wohl und Ge deihen der Loge, des Ordens, dös Judenthums betreffen Fehlt es an dieser Art stofflicher Unterlage, so verflachen erfahrungsgemäss die Verhandlungen. Damit^ soll natürlich nicht gesagt sein, dass es unbedingt nötig 'ist, für jeden Logenabend einen Vortrag oder ein Referat zu habeu. Auch sogenannte Schwerinstage sind notwendig, um den Brüdern die, Gelegenheit zu geben, vorzubringen, was ihnen im Inter esse unserer Sache erforderlich erscheint. Wir hatten im vergangenen Jahre 31 ordentliche Logen Sitzungen, von denen in 25 Vorträge und Referate gehalten wurden, während G Sitzungen lediglich der- Diskussion der Brüder über selbstgewählte Gegenstände gewidmet waren Folgende Vorträge und Referate wurden in den ordeutliclien Logenätzungen gehalten: 1. Br. Dr. David Rothschild-Sjden. „Der Antheil der Juden an der modernen Medizin.'' 2. Br. Regierungsbaumeister Martiu Löweuhain :,Die Judenbäder in Friedberg und Speyejr." 3 Br. Dr. Isaac Heiuemaun: , tung jüdischer Volksbibliotheken*'au 4. Br. Dr. phil. David Hartraa|un: ,,Der Israel. Jugendfreund", v 5. Br. Dr. Julius Höxter: ,.H staltserziehung." 6. Br. Expräsident Joseph Wjisloch: „Die diesjährige Grosslogensitzung." 7. Br. Dr. Jacques Benario: j,Gedächtnisrede auf den Ordenspräsidenten Br. Leo N. Levi." 8. Br. Adolf Löb: ,,Einige Mitteilungen aus dem I. Distrikte." 9. Br. Josef Wisloch: „Schluss|abrechnuiig über den Bau unseres Hauses." 10. Br. Rabbiner Dr. Kottek-Homburg v. d. H.: „Die viei1 Gefangenen." 11. Br. Direktor Dr. Adler bericht des Hilfsvereins der deutschen Juden." 12. Br. Dr. Julius Veis: „Uebpr Spiritismus." 13. Br. M. Lindheimer: „Die Geschichte der Freimaurerei und ihr Verhältnis zum U. O. B. B- und zum Judenthum." 14. Br. Raphael M, Kircbheim: „Der neugegründete Veiband der deutschen Juden." 15. Br. Dr. Sigmund Abraham: „Blutsverwandtschaft in der Ehe und deren Einfluss auf die Nachkommenschaft." 16. Br.' Leopold Hirschler: „Ueber unser Arbeitsnachweisbureau." ) Das Coinite zur; Verblei dem I^ande." eforni der jüdischen An „Der zweite Geschäfts- 17. Br. Wolfgang Auerbach: „Der Jahresbericht der Jewish Colonisation Association pro. l'Wtf." ls. Br. Dr. Richard Merzbach: „leber den. Verein Montefiore." 11), Br. Direktor Dr. Adler: „Der deutsch-israelitische Gemeiudebuud." * „. 20. Br. Isaac Goldschmidtr• ,\Die Entstehung des jüdischen Kalenders." 21. Br. Beruhard Rosenthal:, ..Der Jüdische Verlag." 22. Br. Bernhard Kosenthai:, „L eber unsere Lö'genbibliothek " .;;: -' 23 Br. Dr. Jakob Horovitsi '..l'eber Moses Maimonides.1' 24. Br. Direktor Dr.(Adler: Einiges aus der preußischen Schulverwaltung." 25. Br. Julius Sommer: „Der Rabbi von Bacharach Fragment] und Heinrich Heines .Stellung zum Judentunie." Hierzu kommen folgende Vorträge vor offener resp. in gemeinsamer Sitzung mit der Fraueuvereiuigung: 1. Br. Regieruugsbaumeister Martin Löweuhain: „Der Kampf ums Licht und die Beleuchtung als Kunst." 2. Br. Expräsident Siegfried Lairrer-Breslau: ,,l ."eher- Adolf ('remieux." „ , . "\ . ( :5. Prof. Dr. Lefmann:Heidelberg: "..Antikes Judenthum und moderne Weltanschauung."- ..*'-;. 4. Frl. Cautor-New1-York:';sWelQDes -ist. die zweckmassigste Art der Wohtthäfigkeit, um dauernd die Lage, unserer armen Glaubensgenossen zu Ifc-ben r -. 5. Frau Henriette Fürth-Frankfurt a. M.: „Die wirtschaftliche Stelluug und die soziale Bedeutung des Kaufmanns." . .. Die ordentlichen Lugeusitzungeu waren im Durchschnitt von 1)0 Brüdern besucht. Wenn auch die .Durchschnittszahl der Logeubesucher in diesem Jahre eher etwas grösser ist, als im vergangenen Jahre, wenn es" weiter richtig ist, dass einerseits die Besucherzahl seit Einweihung des neuen Logenheims um ca. 50 % zugenommen, und andererseits unser Sitzungssaal nur mit Noth. etwa U>0 Besucher aufnimmt, weuu es alsdann auch unzweifelhaft ist, dass* an jedem Silztongsabend immer ein sehr starker Pr ozentsatz von Brüdern durch ihre Geschäfte am Ei scheinen'verhindert ist, und trotz* dem endlich jeder aufmerksame Beobachter' linden wird, dass es nicht etwa immer dieselben Bruder sind, die in den Sitzungen erscheinen, sondern dass ein-ständiger Wechsel, ein Fluktuiren unter ihnen stattfindet, so wird man doch bedauern müssen, dass die Besuchsziffer sieht höherist, dass sie nicht ständig an allen Sitzungsabenden so ist, wie an den Abenden, wo die nunmehr ein Jahr" bestehende Frauen-Vereinigung' gleichzeitig mit uns tagt und wo die. •Besuchszitler schon bis auf 141 gewachsen war und ausnahmslos sich über 100 bewegt. Mit letzterer Thafsache ist eine der Erwartungen vollauf eingetroffen, die wir an die Heranziehung der Frauen zu unserer Thätigkeit geknüpft bäben,' Wir düifen aber 'auch weiter mit Genugthuung konstatieren, dass ein weiterer Zweck der Heranziehung der Frauen zU unsereit Arbeiten, nämlich die bessere Erfüllung einer der Hauptaufgaben des modernen Judentums, der sozialen Hilfstätigkeit, ein gut Stück der Verwirklichung nähergebracht worden ist.. Haben doch

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