Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1905
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Article
- Beilage zu Nr. 2
- Date
- 1905-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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weiterer Beobachtung; namentlich, wie siel die Kinder aus jüdischen!Mischehen in Hezm. 'auf' 'i. '■ , > Kriminalität erhalten. Es ist noch\ Oaglicl, ob sich diese Erscheinung in jüdischen'Mischehen in' stärkerem Grade bemerkbar macht, als in evan (cathol. Einen Vergleich kann ich nicht anstellen, da mir die Unterlagen hierfür fehlen. m Passen wir nunmehr die Ergebnisse. Thatsachcn.-zusammen und prüfen wir diese hältnisse ohne Voreingenommenheit auj Ursachen und Zusammenhang. Ls ist That schwierig diese* Dinge vorurtheilslos Gutachten, es ist geradezu verlockend, sie gewissen Standpunkt anzueignen und von aus ein Urtheil zu (allen. Andererseits fr mich, lässt sich für diese Verhältnisse ein all gültiges'Gesetz, hergeleitet ans wissenschal Begründung aufstellen r Kann man in den eben und deren Zunahme eine sociale wendigkeit erkennen! Oder ist das eine , erscheinung in der socialen Lntwickelim Juden, die gleichsam wie eine Abart, eine Spi in der Bevölkerungsstatistik aufgetreten, die besondere Beachtung verdient? Wird sie vorüber gehen, wie sie gekommen? (1 wahrscheinlich öder möglich. .Mittel gegen in der Vir-, ihre der u beeinen iesejm je ich gemein lieber Misch'- Nottleben - der •lerei keine' beiis« p t es <lie, sind I lat ingen besind Y lieser Be rage chtige >b die .Mischehen zu linden .- lind wenn gefuildc sie praktisch verwerthbar und ausführbar man vielleicht nicht schon zu lange den I) nachgesehen, sie als ipi.mtitc negltjgcabl trachtet, so dass sie nicht mehr zu .indem Das sind, f ragen, die Einen beim Studium Angelegenheit bestürmen,' und nicht ohi c denken trete ich an jäte Losung dieser heran, eib ich mit meinem Unheil das K treffe, ob ich der Wahrheit nahe komme. Phantasie nicht den realen Dingen Gewalt antliut Gleichw ie, ich w ill und muss es versuchen, Irre ich in meinen Voraussetzungen und Schlussfolgerungen, dann werde ich Heiehrung aus dem Kreise der Brüder erfahren. Ich will die breiteste und . eindringlichste Diskussion, diese Angelegenheit soll in Fluss kommen, und aus den verschiedensten Ansichten soll sich -das Wahre, das Untrügliche heraiiskrystalüsjeren zu Nutz und frommen für unsere Glaubensgemeinschaft. Ans obiger Darstellung der .Mischehen und deren Betrachtung nach* manchen Seiten dürfte es ersichtlich sein, welche Bedeutung die .Mischehe mit der Zeit gewonnen hat. Vor allein steht die Thatsache fest, dass das' ('ivilslandgcscli die Schliessung der Mischehen in 'Deutschland .erleichtert hat. Seitdem haben die Ehjen zwischen Juden und Christen Mündig zugenommen. Alle gesellschaftlichen Schiebten vom-, alt?« .Adel bis zuiji Arbeiter sind dafjjm betheih'gt:' in'den höchsten Kreisen tritt die Mischehe vereinzelt;iut, verbreitet sich mehr, je tiefer man in den unteren Klassen . .N . ■ steigt. Das erstere ist keine ileuC Erscheinung, v ielmehr w issen wir, dass seit vielen '-Generationen im vorigen Jahrhundert in fast allen Ländern Männer aus den höchsten aristokratischen Kreisen reiche Jüdinnen zuiy Tr.iualtcr geführt haben. Hierfür sind wohl in den allermeisten l'.rllen persönliche, selbstsüchtige Beweggründe, auch die .Eitelkeil der Litern die. Voroen-scuendoh ..*'■' i * "- und treibenden gewesen.' . \'ieJ ist auch ' die Mischehe in .Künstlcrkreiscn ■ verbreitet. Das kann uns nicht Wunder, iielmign.; in diesen Kreisen herrscht eben eine laue Airtfassung von Religion und' religiösen l'llichten: ' Es - ist, auch die Wahlverwandschaft des ..Berufes und iles Geistes, die stärker anziehend 'wirkt" tils' . ■ :l '" . ' ■ -* ' <• die Konfession. Sie alle verdienenr itir ünseVe ■ .«. * Hpurtheilungj jeile allgemeine Bedeütiriig. Anders , liegen dia \'erh iltirisse und Vrsfcheu in' der ärmeren Bevölkerung] .da sind''es-'. zumeist und vorwiegend' , wirthsch.itth'ehe Zustande, die zu Mischehen 'in so" umfangreiclter-- Weise führen. Da hat das Uivilstandgcscttf.'den ' ökonomischen •' Verhältnissen Vorschub geleistet.. Da ist zunächst zu bemerken.-dass im A.II-. gemeinen die Männer in späterem Alter" hc'iratlien * ' *••' als früher, und die Jüdischen Männer noch später. Das Durchschnittsalter aller heirathetfden -Männer in Berlin beträft 20,40 lahre..- inj Jähre jjö02 j *> betrug dasselbe bei den jüdischen Männern .'•i 1 ,^2-die Wittwer undGeschiedeneri -eingcschloss-en. Bei, den Ledigen 30.54, für das Jahr 1 (HO sind die Zahlen etwageringer. Die Erwerbsverhältnisse sind scu\vierigerge: Worden, man gelangt erst in reiferen Jahren zii einer Existenz, die es ermöglicht, einen 'eigenen Herd zu gründen. D.is ist bei uns-Juden „-noch schw ieriger, und dadurch rückt^ die Altersgrenze für eine 1 leirath höher hinauf Dazu . kommt, dass der Jude einen grösseren* Anspruch"- 'an den . Lebensunterhalt stellt: er nimmt eine grössere Wohnung, richtet sich reicher ein. ernährt sich gut. In dieser ' höhere*) -Aufwendung - für 'die Familie begegnet er sich mit den Töchtern, tlle doch aus gleichen Kreisen stammen, mit gleichen v ■ ,; - ■ - Ansprüchen und Gewohnheiten. 'Die-Töchter ge-