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Bericht der Großloge für Deutschland · 1905-01-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1905
Issue
Nr. 2 - Februar
Article
Beilage zu Nr. 2
Date
1905-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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dem Judenthum und 85,71 % «lern Christenthum zugeführt wurden. Für die anderen Länder fehlen genauere statistische Nachweise. De la Koi. Prediger der .Missinn zur Bekehrung der ]udjk\, behauptet; das?* in Kopenhagen die Kinder aus Mischeherr last Völlig <Ier christlichen Kirche zufallen und in Frankreich die Zahl der christlichen Kinder aus Mischehen grosser sei als durch den l'ebertritt. - In Breslau fallen von 1000 Knaben aus Mischehen 852 dem Christenthum, 148 dem Judenthum: vom 1C00 Mädchen 810 dem Christenthum 184 dem Judenthuni zu, I>ei jüd -ev. Rhen von KK30 Knaben 410 jüd. ge\;en 581 ev. und von 1000 Mädchen ."»15 jüd. ^egen 485 ev.: bei jüd.-katho|. Khen von 1000 Knaben jüd., gegen 53<1 kath.. von 1000 Madchen 025 jüdisch gegen' 375 kath. Persönlich' kenne ich' 30 Mischehen, von 10 hal)e ich zuverlässige Nachrichten erhalten. Von diesen 1»! in Mischehe lebenden Familien haben 27 'Kinder, von welchen 21 Hire Kinder dem i hristenthum zuführten und nur 0 Familien «lern. Judenthuni. Im 10 Fällen sind die Vater Juden. Man ersieht daraus, dass die Trauen einen überwiegelnden Einfluss auf die Bestimmung der Konfession der Kinder ausüben, wdzu auch die Gleichgültigkeit des Vaters beitragen dürfte, eine Thatsache, die bei den christlichen Mischehen | nicht in so auffallender Weise zu bemerken ist, wo der Einfluss der Vater sich stärker äussert. Wenn die Mischehen weiter zunehmen, ' und es i>t sehr wahrscheinlich, dass es der Fall ist,, so besteht eine grosse Gefahr für die Judenheit, zumal die .Geburtsziffer bei den Juden eine kleine ist. und in allen I.ärffTern die proccntuale - Zahl jüdischer Geburten hinter derjenigen der Andersgläubigen zurückbleibt. In Preussen sind 187« •bis 1882 durchschnittlich jährlich 101*00-jüdische Kinder, 20 Jahre später 7734 jährlich geboren worden. m' ' . Betrachten wir die Wirkung der Mischehen •auf die Nachkommenschaft als solche, so wird -behauptet, dass sie weniger fruchtbar seien als die Ehen in gleichen Rassen v. Fircks-. Doch kann das mein mit voller Sicherheit behauptet werden, denn, da die Mischehen vorwiegend in grossen Städten bestellen', ist die GeburtsziÖer in "diesen Städten im Allgemeinen eine kleinere als auf dem Lande, so dass die etvva vorhandene, geringere Kinderzahl nicht der Mischehe allein zur Last gelegt werden kann. Nach meinen Erfahrungen kann man von einer geringen Fruchtbarkeit kaum sprechen. Von '4<> mir bekannten Mischehen aus mittleren und höheren Ständen, waren 19 steril, von denen 4 auszunehmen sind, da die Ehen in jüngster Zeit geschlossen sind. In den anderen 27 Mischehen wurden 00 Kinder geboren und zwar waren in 10 Fällen die Väter jüdisch. Bei der ärmeren BaVölkerung trifft es keineswegs zu. dass die Mischehen weniger fruchtbar sind: von 17 solcher Ehen waren nur 2 uhfruchtbar. Andererseits wird in der amtlichen preussischen Statistik angegeben, dass in den Jahren 1875—02 auf jede rein jüdische Ehe-- Schliessung 4,54 auf chr.-jiid. 1,88 auf jüd.-ehr. 1,54 Geburten entfielen. .Auch die Volkszählungen von 18S5 und -1800 scheinen für eine geringere Fruchtbarkeit der Mischehen zu sprechen. Im Jahre 1001 wurde in rein christlichen Ehen auf 1 Eheschliessung 4.20, in rein jüdische 2,SO bei den ehr.-jüd. 1,80, bei 'den jüd. ehr. 1,53 Kinder geboren. Indessen ist zu bemerken, dass sociale Verhältnisse eine wichtige Rolle spielen.' Auch ist der Umstand zu berücksichtigen, dass viele jüdische Männer nach der Eheschliessung zum Christenthum übertreten und deren Kinder als von christlichen Eltern geboren eingetragen werden. Im Grossen und Ganzen dürfte die Fruchtbarkeit der Mischehen nicht erheblich oder auffallend geringer sein. Der Antheil der Mischehen an Todtgeburten ist. auch keine grössere als bei den Andersgläubigen. In Berlin waren 1899 und 1900 in Mischehen bei jüd. Vater 5,56%, bei jüd. Mutter 3.03 % todtgeborene Kinder, während bei Mischehen überhaupt 3,39% Todtgeborene gezählt wurden. Statistisches Jahrbuch von Berlin.) D r. A. K u ]> p i n, der die Todtgebuften in den 25 Jahren von 1875—90 bei Christen, Juden und in Mischehen untersucht hat (Deutsche Medic. Wochenschrift 1901 giebt an, dass die Todtgeburten .in rein christlichen Ehen am häufigsten, in rein jüdischen am seltensten ist, in den Mischehen die Mitte hält, und zwar so, dass, wo der Mann Jude ist, die Zahl der Todtgeburten die in rein jüdischen Ehen nur um 1,1 per Mille übersteigt, in Mischehen aber, wo tlcr Mann Christ istum 3,71. pro Mille überwiegt. , Das jüdische F.lement in einer Ehe vermehrt die Lebenschancen der Nachkommenschaft. Dr. Hoppe erklärt dieses günstige Verhältniss. dass der Alkoholismus, Syphilis und Tuberkulose, welche einen ausserordentlichen verderblichen Einfluss auf die Nachl \

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