Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1904
- Issue
- Nr. 9 - Dezember
- Article
- Beilage zu Nr. 9
- Date
- 1904-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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luden auf Inzucht zurückführt, sagt dass jeder Jude heim; schon ein ausgesprochener Neurasthenik'cr sei, die luden hätten die (irenze bereits Übersoll ritten, wo die Inzucht auch von Nutzen sei. und'die schädlichen Fbigen der extremen Inzucht -cicn gegenüber den nützlichen bereits weit überwiegend. Sehr treffend bemerkt hierzu A r t h u r lv u p p i n in seinem' Werke, ..die Juden der Gegen,-' warf: ..W ir halten rljes fibr Schwarzmalerei. Der lüde, dir ein besonders fein und empfindlich organisiertes NerzensvUcm hat. das mit grösserer Implindlickcit auf Reize .reagiert als 'd.te Nerven eines robusten Bauern, ist deshalb noch lange Li'itvNcurestheniker. Die Inzucht der Neurasthenie! it volle Gültigkeit mir im engen VVnvändten- Kreise.« die' häufig für die Nachkommenschaft »< bildlich sein kann. | W ird doch gerade die Kein- / ucht innerhalb einei Yolksstamnuvon vielen Autropologen gegenüber der Vermischung mit \"lkstremclen Kiementen als nothwendiges Mittel zur H<>chzüchtung des Volkes empfohlen. Sehen wir doch an den Xrirwcgcrn,' Schwellen und I Linen, die fast ausschliesslich unter einander heirathen. wie gesi.im und kräftig der-Volksstamm blüht. . Wir verkennen auch nicht, in welchem Yortheil die anderen Völker dadurch sind, «lass die erschöpfte Nerven kraft ihrer (iros'sst. idter durch ständigen Zufluss wen Landbewohnern mit un-. verbrauchter NervenLrAft wieder aufgefrischt wird Der fehlt uns-ganz i ml gar, denn die Juden als Städtebewohner heirathen aus Städten. Aber wenn die Juden sich wahrend zwei Jahrtausende erhalten haben und mich heute zu den thatkniftigsten, regsten und langlebigsten Menschen gehören, so wird auch die /Jukunft ihr Stcrt>eglöckiein noch nicht lauten hören. Immerhin sind sie'als Gross s'ttytter und intensive' Mitarbeiter am (ieistes iind^ Wirtschaftsleben neifv I"reihen wird diu oscr und reizbarergewonlcn.' ch die Nervosität die Lebens datier der Juden niel t verkürzt, wenigstens nicht sichtbar herabgesetzt macht das bedeuten leiden bei. den Jud<[' zu beichtenden, un: Die Arbeitsfähigkeit kranken sMn'kt rasch. Aber ein anderer l'mstand le LYberw legen der Nerven * in zu einem schweren, sehr gemein schädigenden Faktor, und Energie der Nervei; die. Wiederkehr krankhafter Zustände ist jederzeit gegeben, die Rückfalle häufig, -braucht lange Zeit zur Wiederherstellung und kommt selten zur'' früheren vollen I rische. Das Ncrvenglcichgewicht bleibt ein labiles, schwankendes, jedem deprimirenden oder errege, 1 den Einfluss leicht ausgesetzt. Wer einmal von» einem Nervenleiden gefallen ist. hat lange dagegen anzuk.imfen, seine Thajkraft und' Leistungsfähigk'cit ist gelähmt, die Erschlaffung stellt sich schon bei geringer Arbeitsleistung ein. die Ermüdbarkeit nimmt y.u. die geistige Energielosigkeit zichtäuch die des Körpers bald nach. Die Arbeitsfrctidigkeit und Arbeitslust, diese ausserordentlich wirksamen Momente, für das erfrischende und sittliche Gemüthsleben des Menschen schwendet sehr bald. Welch eine Unsumme von Arbeitskraft. gcht;vcr-' toren; Welch «.in riesiges Manko, an wirklichen ■ 1 Leistungen macht sich bemerkbar.* Noch mehr; die Familie leidet darunter schwer, die .vorhandene Anlegte der Rinder zu Nerv ositäten wird gesteigert, setzt sich schneller in wirkliche Nervenleiden, um, um so schneller, wenn Sorgen. Kummer. N'oth 'und Klcnd hoch hinzu treten, die doch niclft aus- ,.<--*•■•"_ bleiben. Hierin liegt der Schw erpunkt des Uebels, die grosso Tragweite der nervösen Abij'irmitättjifc . ' Hb | y-' 'Diese Arbeit würdje ihren Zweck-nicht ganz, erfüllen, wollte sie sjch ädf die Schilderung iler (iesundheitsvcrhiiltnis.se der Juden und die! Kritik der jetzigen Zustande beschränken.' '•«• Damit dürfen wir uns nicht begnügen, die Sachlage aus lührlich zu beleuchten. So w ichtig ilie Erken-ntniss der Thatsacheh ist, so nothwendig t s isti'ilie t"r-- 'sachen der Schädigungen der\"olk-gesmnilieit /uerr gründen. ■ »der den Zusammenhang der hygienischen, volksvvtrthschaftlichen. soclitlen Bedingungen im Leben! der Juden zu erforschen, nodf wichtiger ist es. die Mittel /:ir (iesuitdung zu [sieben und' anzugeben, . Wir m/is-en die Nutzanwendungen, welche die Juden aus den Ergebnissen/ dieser .^Usführiingen ziehen sollen, besprechen. ..Was soHeii wir thiin. um. uns aus der'„starken .Veranlagung für nervöse Störungen zu' befreien:-' fiiebt es.* eine Möglichkeit, die hidenheit .nrs fliesen schwierigen Verhältnissen Mieniuszarejssen Kann und wird egelingen die grosse M.jssc der:- Juden aus der Bedrückung, aus den eiheogenden. Schranken und deprimireiitlen \'< ■nir.theilen. die au! das Nervenlebeii der Juden cjncn so gewaltigen Einlins» ausübenj zu erjöWn: Hei ims^ul Deutsch l.md, vvie in Westeuropa wird mit ihr z*eit eincgünstige Wendung eintreten, aber in _< Mvinypa* wird es noch lange,' lange «lauern, 'ehe ein" menschenwürdiges Dasei*);- unseren -(danbensgvnossen bescfiieden sein wird, liid doch dürfen sie nicht in stumpfer Ergebung auf' 'die. Besserung ihrer socialen Zustände warten, alich söUlcii «ie nicht v on den Mächtigen der Erde alleui'dasi leil uml die Befreiung erwarten. Wie W ir stets, auf uns allein" angew iesen waren, müssen wir aus eigener, Kraft gegen die schädigenden Einflüsse arizuv kämpfen suchen'. Ganz mit Recht s.igt Dri I lop.pt-: „Bei den Schädigungen, 'welche d:is Stadt lobeii,, besonders das Leben in den .starkbevölkerten