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Bericht der Großloge für Deutschland · 1904-01-01 · Nr. 9 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1904
Issue
Nr. 9 - Dezember
Article
Beilage zu Nr. 9
Date
1904-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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\v,enn auch «lic Folgen für die jetzige Generation noch nicht besonders st.it U hervortreten-, kann es 'doch nicht zweifelhaft sein, dass bei der dauern* den Ausbreitung und BefcAigiing der Trinksitten find des. Gcnti»stcbuns l>ei fien Juden dicsq Fylgen immer deutlicher zu Tage treten werden. I >ie heranwachsende jüdische Generali >n ist sch< >n lange nicht 'mehr .s-> massig und einfucli in ihrer Lebensweise wie es ihre E|tern,: und die O.rraülfolgende wird es noch weniger sein. I >.ibei ist rjoch allgemein bekannt, wie furchtbaren Schaden der Aikbhol-Missbiji&ch anrichtet/ In I'reHsscn starben jährlich 2000 Menschen an den direktesten folgen der Trunksucht acute Alkoholvergiftung, Säuferwahnsinn.. Djc Zahl der im Jahre lSt>i» in die Krankenharfser 'und Irrenanstnlten' I'reusseits aufgen«'mnu-Tien Alkoholiker beträgt über 21 OOJ. In München stirbt jjeder 1U. Mann an Herzleiden in Folge von ILermissbr.uieh. in der Schwei/ jeder 9. Manu, an. deii unmittelbaren oder mittelbaren Folgen der Trunksucht,: in B Hünen betrügt die Z ill! dex^Trinlcer über 2"> 000 oder 4";„ der Bevölkerung: in England ~w ird die Zahl der jährlich in F-oIgc: von' lrunksticht Gestorbenen' von. jsadiversiiinligeti Acrzjten auf 120 (KK.) geschätzt. LHcSe Grauen t*rjregendeci Zahlen - nio^en als Wamu-ng dienen. Der Alk|>h<•lismus schwächt die \'< »rtstitut.ii 'ii m-.d dieW'nler.-ta'nil-I.dn^ke'.t: w eis* man (loch, dass die I linker eine ( hölcra Sterblichkeit' von 111.2",. die nüchteren Personen nur. 1 hatten. Aehnliches gilt für alle Inlecti ..<\\~kiankheifen. Bekannt i>t.- d.is* die:■■Trinker durch Lungenentzündung ausserordentlich bedroht sind. nueh der l'reu-sischen Statistik ist die Sterblich ' . ■* * keit bei ihnen .'{mal so grjoss als bei den andern. Besonders . .hei \ orzuheben ist. da— auch lür die Tuberkulose, die verhecroüdsfe aller Krankheiten, welche 15",,, aller Todesljille verursucht. durch den AlkOholmissbraüch iferiliod^Mi vorbereitet wird. Wie die Lungenentzündung zeigt auch die Lungentuberkulose bei Trinkern <i»c weiteste Verbreitung, den schwersten und seriellsten Verlauf. Dasselbe gilt auch füg die Syrdiilisj welche vorzugsweise ini Kausche erworben wird und bei Gewohnheit» trinken) sehr schwer verläuft. Der Alkoholismus hat zudem noch eine weitere sehr vcrhängnissyollc folge. F.benso wie die Syphilis wirkt er in hervorragendem Maasse schwächend und dcgcncrircnd auf die Nachkommenschaft-. Dieser degencrirende Finfluss zeigt sich bei den Kindern nicht nur in ' *) ■l Efeppe: Seit«1" 44. -i tlo«pp6: Sehe 10 uifd schweren nervösen Störungen, besonders Epilepsie, Idiotie und Geistesstörungen, sondern überhaupt in Schädigung und Schwächung der gesammten Konstitution.. Ueberaus häufig zeigen sich Trinker kmder schwächlich und kränklich, sie bleiben im Wach-- zurück, neigeh zu englischcr'Krankheit, zu Skrophulose und Tuberkulose. Nach den Beobachtungen franz« «sisener Forscher ist auch die Empfänglichkeit für Tuberkulose bei Kindern von - Trinkern sehr ausgesprochen.'- Ich habe absichtlich ilie Gcphren des Alkoliolismus den Brüdern auseinandergesetzt, um Unsere (iluubeusgenossen zu warnen, sie mochten die alte- Massigkeit der Juden aufeeeht halten. Discite p\< miti! j-.il;.| ii. /. Nun lassen Sie uns die andere Reihe von Erkrankungen auf ihre Ursachen prüfen. Wie vorhin nachgewiesen, zeigen die Juden eine bevorzugte Neigung zu Nervenleiden im Allgemeinen. Aber wo sind die <Juellcn der Nervosität, wo sind ■ die Ursachen der Nervenschwäche.' 'Da rnuss zunächst betont werden, wie K r b in einer Mono graphie!/ ausführt: ,',D;iss im Allgemeinen eine. Ceberhandnahmc der Nervosität in unserer Zeit zu ponstati'ren ist. die-kein Alter, keinen Bern! kein Geschlecht, keine Verm<«genslage verschont. . 'L':>sere Zeit hat eine^s >lche Umwälzung in o politischen, socialen'"und kulturellen Verhältnisse.)' hei vorgebracht und m dieser eine so rasche Knt . vvicklung genommen, dass sie einen ungeheuren t"Kinlliiss.aul unser Nervensystem ausüben musstc »nil ausgeübt: hat. dass unsere Nerven gleichsam mit der K.sschheit nicht nütgehen konnten." Sehr treffend schildert Krb in grossen Zügen diese, j Entwicklung. ..Eingeleitet wurden diese Vorgänge ■durch die. von einer staunciiswcrthen Entwicklung Li | . " . ■ . .. der Naturwissenschaften getragene, ausgiebige 'YerWendung der Naturkrälte im Dienste der Menschheit." / * ..Gegen die Mitte des Jahrhunderts dämmert -Jav Zeitalter des I^ariipfeK" herauf, und es tritt ffic unendliehe \ erweilhbarkeit der w underbaren Kraft der Electticitüt hinzu. Dampfschiffahrt und Eisx nbahiiert, Maschinen aller Art, 'Telegraph und Telephon werden von den rapide fortschreitenden mechanischen und. technischen Wissenschaften der Menschheit zur Verfügung gestellt. Es'entwickelt sich in de:i folgenden Jahrzehnten ein die ganze Welt umspannender Verkehr, von dessen Schnelligkeit- Sicherheit und Ausdehnung die 'i K:\i-. Diu N'Jiirastht'nie. *.( * '-£.•'■ / tf;!fu' I ■': Ii * * ' ' / ■

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