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Bericht der Großloge für Deutschland · 1904-01-01 · Nr. 9 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1904
Issue
Nr. 9 - Dezember
Article
Beilage zu Nr. 9
Date
1904-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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gcge"n sind die alkoholischen Geisteskrankheiten beiden Juden s<> -gut wie garnteht vertreten. — Sehr häufig sind bei den luden Erkrankungen des Sehapparates, Kurzsichtigkeit und Farbenblindheit werden viel angetroffen. Auffallend häufig ist der sog. grüne Staar. das entzündliche Gtäucom, welches unter Drifcksteigcrung im Innern des Auges! bei längerer Dauer zur Entartung der Sehnerven und damit zur Erblindung zu führet} pflegt. . Ebenso auffällig ist' das ausserordentliche" Feberwicgcn iler Bünden unter den Juden. Nach" G u tts t au t kamen "im Jahre 1SS0 in l'reussen auf 10000 Evangelische s,2 Blinde. Katholiken 8,4. luden 11.0. Dabei überwiegen auch die _ B l i n d g e b o r e n e n beiden Juden last -doppelt so häufig. Zur Zahl der Taubstummen liefern die Juden einen noch höheren-, 2 3 mal so starken- Beitrag als die 'bristen. Im Jahre 1861 kamen auf 10 000 Einwohner bei den Katholiken- SM, Evangelisehen Lt>,-Juden 27 Taubstumme: 1880 die entsprechende Zahlen 10.1 resp. 9,9~ resp. 14.4: 1895 die.entsprechende Zahlen 9.4 resp. 8.7' resp. l:{.6. Auch hier..ist dieangeborene Taubstummheit doppelt vorherrschend. Allediese Gebrechen kommen ebenfalN auf Rechnung des Nervensystems. * Soweit die statistischen Artgaben, die als FurTTrlage' für die folgenden Betrachtungen über die Ursachen und Vorschlage für die Gesundung der jüdischen Bevölkerung^ dienen soll. Ich gebe Dr. 11 o p-pc selbst das Wort. „Fassen wir die durch die Statistik gewonnenen Resultate zusammen, so können' wir sagen. das> einerseits schwere, lebensgefährliche und lebens- \ erkürzende Krankheiten, besonders »fic Infektionskrankheiten bei den Juden'' wesentlich "seltener sind, als bei deji Nichtjuden .und dass 'die Judgti in I-olc^o dessen eine geringere Sterblichkeit-resp. eine grössere Lebensdauer zeigen, wahrend andererseits die Nerven- und die Geistesstörungen die Domäne der Juden bilden. Besonders auffallen muss die Widerstandsfähigkeit der Juden gegenüber krankmachenden Einflüssen in Anbetracht ihrer im Allgemeinen zarten und schwächlichen »Konstitution. Kleine Gestalt, schmale Brust, schwächliche Konstitution, zarter Knochenbau charakterisirt ja im allgemeinen die Juden gegenüber den-robusten, stämmigen, breiten Gestalten der Nichtjuden. Cnd trotzdem eine grossere Widerstandsfähigkeit und Zähigkeit! .Man hat, um diese auffällige Erscheinung zu erklären, viele Momente beigebracht. Die Einen wollen die Er- - — -64 scheinung auf eine Rassencigentbümlichkeit. die biologische-Rassenvcfschiedenheit der Juden und Nichtjuden 'zurückführen. Damit ist aber nicht das Geringste erklärt, sondern die Erklärung nur - durcheinen' um nicht s4 weniger verständlichen Begriff umgangen. Andere haben auf die verhältriissmässig grössere Wohlhabenheit, das'mit weniger köipcrjji^hen Anstrengungen verbundene ' Leben, die bessere Lebenshaltung und Ernährung der Juden hingewiesen. Ganz abgesehen aber davon, dass die Wohlhabenheit der Juden im Allgemeinen hur in der Plr.mtasie besteht und nur für eine kleine Mimlcrz ihl gilt, welche bei der exponirten Stellung der Juden ganz, besonders in die Augen fällt, während die weitaus überwiegende Mehrzahl besonders ini'< 'steil Europas, in Armuth und Elend lebt, .habe ich auch eine Reihe von statistischen Daten ^beigebracht, welche zeigen, das selbst in' den ärmlichsten Distrikten Londons und New Yorks, wo die Juden unter den kümmer Hchsten'.Verhältnissen leben, ihre' Sterblichkeit bedeutend geringer . l-t. als bei derf Nichtjuden. und die Juden' auch hier unter Infektionskrankheiten besonders unter Tuberkulöse "viel weniger zu leiden haben als die übrige Bevölkerung. — Ferner hat man die geringere Morbidität und Sterblichkeit der Juden durch ihre strenge Speise geset/e-und die sorgfältige Fleischbeschau' zu klären gesucht, welche das Fleisch kranker Thier auf das peinlichste vom Verbrauch aussehliesst. Die durch die Thiere übertragenen Krankheiten wie die Trichinen- und Bandwurmerkränkungen spielen aber eine zahjenmässig so unwesentliche Kollo, dass sie kaum ins Gewicht fallen, ganz abgesehen davon, dass sonst dtirtfR che fast>iiberall .eingeführte Fleischbeschau die Differenzen zu Ungunsten der Xichjtulen so gut wie geschw unden sind. Schliesslich hat man auf das ausserordentlich .innige und reine Faniilieifteben der Juden und die grosse Anhänglichkeit der Familienmitglieder hingewiesen, welche Schädigungen von jeden Einzelnen abzuhalten dauernd bemüht ist und mit grifester Liebe und Fürsorge die Gesundheit des Einzelnen überwacht. In -der Tliat kann kaum bezweifelt werden, dass besonders: die geringe Kindersterblichkeit bei den Juden wenigstens zum Theil durch die grosse Sorgfalt und Liebe bedingt ist, mit welcher die Kinder selbst in den ärmsten jüdischen Familien feepflegt und gehütet werden.Dazu kommt, dass die Zahl der unehelichen Geburten, bei welchen crlährungsgemäss die Kindersterblichkeit sehr gross ist. bei «Jen Juden sehr gering ist." r"

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