Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1904
- Issue
- Nr. 9 - Dezember
- Article
- Beilage zu Nr. 9
- Date
- 1904-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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sich zur Zeit nicjit bestimmen, und bedarf es noch <ler genaueren Feststellung. 1).>cli will ca mir scheinen, das* Herzkrankheiten und nann-ntlieh Gefrissvcrkalkijngcn hei den Inden von Jahr zu Jahr zunehmen] Auch^VenenVereitcrtjn}», Fettsucht, Gicht, Niepennrid'Gallensteine.'sind hei den Juden sehr batifig. — - Wenden wir 1 uns /u t,-iner andere»''Gruppe Krankheiten. so linden wir. dass die' luden "an den Nervenkrankheiten im allgemeinen Sinne viel und schwer zu leiden haben. Zunächst ist die Zuckerharnnilni, weiche zum Thcil auf nervöser Grundlage beruht' und nach den Hcnoachturjgen zahlreicher Autoren bei den luden ausserordentlich häufig gefunden wird, p r e r i c h s hat 20% Juden unter den1 Zuckerkrankheiten 'gefunden. Dr. S t e r!n fand in New V'ork 2(6?/c TpdCsi fülle der'Juden .ajn I )iabetes. < während, dieselben' kaum den 18. I heil der Bevölkerung bilden.' I)ie Mortalitätsstatistik aus Frankfurt a. AI. 1*78. 9< ' ersieht, dass das Verhältnis« der Todesfälle in Diabetes zu der Gcsammtzahl «ler Todesfälle hei den Jinlen etwa 0 mal grösser war als bei Nichtjuden. 11.!)" 0 zu 0.10°/,., Va n X o o r-d e n bc- ' handelte in seiner Privatklinik für Z'H-kerkra'nkc in 5 Jahren 110 Juden und £0!» Nii'htjuden. ..Was nun die eigentlichen Nervenkrankheiten betrifft.') so sind es vor allen die moderne Neurasthenie und Hysterie, y\\ welchen die Juden ein bedeutendes resp. das/grösstc Cnntingent stellen. Der Klientel der großstädtischen Nervenärzte in Kussland uiid in dem östlichen Deutschland rekrutirt sich zu einem nicht geringen 1,'heil aus russischen und polnischen Juden, welche von einer, Autorität zur anderen ziehen, um llcihulig zu suchen. Die männliche 1 lysteric,: die sonst ver- , hältnissmässig selten'ist, kommt bei pen Juden und wiederum gerade wieder bei tlen russischeil Juden sehr häufig vor. I) r. <" <> 1 I i n s und 1 > r. I' h i I i p s in New York kniistathten unter den.Neurasthcnikern, die sie behandelt hatten, -IO"/0 Jinlen. pnd wie diese. so betonen die bedeutendsten Nervciiärzte des l'ontincnts, dass unter allen Nationen die.Juden das verljältnissmässig grösste Contingent an Neurasthenien liefern und auch sonst in besonders hohem Grad zu nervi>sen Frkrankungcnneigen. Während wir bei der Neurasthenie,' Hysterie und ähnliehen nervösen Frkrankungen immerhin auf die Beobachtung einzelner Aer/te angewiesen sind, existieren über das Vorkommen von Geistes? stör u n ge n in allen Kulturländern recht genaue ' 2.." ') Hoppe: SeltO 20 liu.fl folgend*. .' und umfassende Statistiken, welche das -nh^-welfcl-. ' hafte'Resultat ergeben, dass diese Störungen bei . den Juden vcrhältnis-oi"s,iviel häufiger sind als ■ .bei den < linsten.'- In Pjrcusset).' k eilen ix-71 auf f00000 ( hrrsten «15. auf ebenso viele, juihii'JOi' Geisteskranke, in Baycjrn 02 1 "r* «t•.-vt.i;itt-tt. . ' \\ Katholiken, 280 Juden:- 1SS0 in iVusse:f':$S0 Juden gegen 24*2 Protcsti'uten und.2.'»7-.K :t!i- >l'iken:. in Württemberg ("»'9 Judex '«IT» d'r« »tostunten.-.."»9' . Kafholikeri, in Bayern 2ö2' Inden. .gegen 98 Katholiken; 4,2% '.aller■.Irren, wahrend' sie Our. 4.2% der Bevölkerung bihl. ten. In ilcn J.ihrVij > 1895 ^7 wurden in allen deii!s,-|i'f.>. i'itfentlichoii "der. privaten Irren an stillten auf lOOOfV) F.rn wohner bei den Katli >!iken 23,. Iv.ange|ischc:i-.1:k beiden luden 92 'd. h. im V'erhfrltniss ungef/itfl' 3jnal,soviel Geisteskranke imfg'-n.ommen- .als b'ei dpn . Christen. Während die' Juden in l.'Mg-.ini"ISfM) nur I.1S der lie\ 'lkernng ausmachten, lieferten ■äe etwas über zur r der (lei.sÄ'skrankeji des Landes... Im F.!s tss. ka'rtvn -1. .Geist e.skfrhkor auf 471 Katholiken, 414 Kvangvliscju-n.- und :349 Juden. Nach P\)ct ergrebt sieh ans Wien IWS-lWl" für die jiulis-hen irreft 10,99% 1.1.2 \l 40-.0S WV. während die Inden am 81, 12. l0^0t^rßM% der Wiener Bevölkerung bildeten.- -fn - Italien hatten die luden I mal s> \ iel Geistes!-ranke als die Christen. Aehnlien ist das Verhyltm'ss in-der" russischen Armee,: 1895 '00 Inttdh "diejüdischen. Soldaten 210 Geisteskranke. Russen 01, F.den 02 ' •an!' 10 000. Im New . Yoker Ineithause gab es 1000 10.05"/,, Jn.leu. ,' F.in D.nil.jner'Arzt .-will gefunden haben, dass dieNiinstessjtoi inigeii inj \\'oehenbett bei .den Jüdinnen -Vlir häuhge." sind und zwar lö% aller .weiblichen Autnalimenr bei den CMsttnncn fi.lS1'/,- Nach demselben. Autor erfolgt der Ausbruch, der Geistesstörung bei" den Juden dtirohsehnittlii'h in einem .früheren I.ebens.- alter, votv 8* Jahre bei den Mäiifieni,. bei dt n Frauen, gegenüber 4'5 bei 'detl '» hristen. Iii flezue auf die Art ilcr' Psvebose uberwiegendie \ .. - -.. ■ ■ •- - ."■ periodischen t ieistesst. •rungen mit '• 2t>" „ _dc-r Männer, 2 "'n <ler Frauen diewohlhabenden Kranken lieferten l>is' fiO:1', uiul (lie neurastlfe-. nischen Geistesstörung mit SS0 ,,. I >ic,-paralytischen' Formen rrt'it 21%, Melancholie 18",v. •'Schwach:' sinn 17%. -- Fbcnso häufig ist die'Idi<>tio bei den Juden. Im Jahre ^1 SSO: kanic-n nach .Ma,y r auf 10 00(1 Juden in l'reusseri. 1Ö.27. .in Ilayeriv 20,78, in Baden 20,07 Idioten,1 bei diT gesrininiten lievolkerung. nur' 1.5,0 resp. 1-1,4 resp. 15,S. Ha- 4 Hoppe: Jjrit« 27, 2s, 21», 30. ■'.'. . 63 —