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Bericht der Großloge für Deutschland · 1904-01-01 · Nr. 8 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1904
Issue
Nr. 8 - November
Article
Beilage zu Nr. 8
Date
1904-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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etwa zu Anfang des vorigen Jahrhunderts eine schwache Morgenröte der Freiheit und Erhebung am politischen Himmel der deutschen Judehheit sichtbar wurde, dass es immer heller und lichter ward, bis um . die Mitte des [Jahrhunderts die Mittagssonne der durchgeführten Emanzipation ihre erwärmenden und .lebenden Strahlen auf alle Glieder der deutschen Judenheit herabsandte. l)<>ch nicht allzulange blieb die So ine am Zenith stehen. Schon Ende der 10 er Jahre schob'sich Gewölk und Keil und Nebel Vor die. goldenen Sonnenstrahlen und genau 100 J l.essings „Nathan der Weise" üb/er Kühne gegangen war, fand \Vie< ludendebatte im. preussischen Abgt ordneten hause statt. Weil aber nach einer alten Mi( Irasch-Lcgende die Gottheit in dem Momente, in dem sie neue Wunden unserem Volke schlügt,tau:li gleichzeitig. .ihre nachdem eine deutsche ler^ die erste ias Heilmittel bereitstellt, durch Weier Wunde gebracht, Heilung lyprper zugeführt wird, darum ging gerade um . und düsterer kommend ein deutschen Juden- Vbendstern. der :dne Zeit, als es dunkler und trübe bei uns ward, vom Westen her Abendstern am Nachthininiel der heit auf und diesem einen ' Hegründung.der Deutschen Kcic]is-L"ge iii Herlin, folgten zahlreiche andere und Sterne, die die Aufgabe habfen j he .Zu erglänzen, zu erstrahlen in der Nacht."! Die nächtige DämmeYüng zu (heilen, Wanderer den Weg durchs Thal zu weisen, sind es tiO (docken, deren Geläute d che Linderung dem kranken ite sind e> (i0 .elioir balailo" dem milden iraul gestimmt ist um .A'ivos vocare" um uns zu vereinige^ zu Werken der Wohlthatigkeit und sozialen ['•Bruderliebe: '. i . '.- .'•'.-r■ „Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine Versammle sie die liebende Gemeinde.'.'. . um mortuoa plaiigcrc. um uns unserer'■;grossen To'dten zii erinnern, an ihrem .Heispiel; ürlk zli erheben und zu kraftigen, und endlich, frdgürai frangi-re. die Macht derzündenden -Blitze, die Wucht der. sehwereij Verhängnisse n.ieh.Alo-liclikeit zu mildern und abzuschwächen., Eii; solcher Abendstern, eine s 0 1C h e Gjocfce, feiert heute ihr 7. Geburtsfest: lassen "Sie uns, liebe Hrüdvr und Schwestern unserem (ieburtstagskinde. der' München-Loge d e n Wunsvh in das nyue Arbfcits-, jähr mitgeben, dass es ihr niemals.„in Hrüdern fehlen möge, die an dem alten Strange der Rvgeisterung. der Hingabe, der (>|uerfreudigkci"t für. den 'Orden ziehen, dass das < ielaute' unserer (docke, nur frohen Familienfesten der Rrüdcr gelte, (fass sich unsere iLoge .vielmehr ": als (las bewähre, was ihr hei ihrer Hegründ.ung ziige-, rufen ward, dass sie sei ein Hollwerk des gemeindlichen Friedens für und. für. <v ■•' „letZo mit der Kraft des Stranges ["■ " Wiegt ilit GloCk* [mir aus der "GrufF. ■ ,'. Dass sie in das Reich '.des Klange- •. Steige, in die Ijinimelshiit! . / Ziehet ziehet, hebt! ' :.;'/ Sie bewegt isich, schwebt! . l-'reude' dieser Stadt bedeute. . '•: . Friede sei ihr stet s Geläute." -• . . ." Aus der rüSskch-galiziamschen Kolonie Münchens. C5 \'o irl ra^ <Il\s Br. F e I i x V e u c Ii t w a " j; u r. Cegc , In einem südlichen Radepla^ze einmal einem Orientalen einen kaufen. Dem allgemeinen Brauch h dem Verkäufer die Hälfte öetrages: „Ich bin ein Türke, nv die stolze Antwort des Mannes, Türke." Dieser Satz klingt mir den ( Ihren, Griechische und armen gelten im (»rient als die privileglcrt|e der Türke ist reell und lässt auf Ruf als Kaufmann nichts kommt n wertes Volk, das den Verdacht der l mit dem einfachen Worte von sie Ii ..Ich bin ein Türke." Wollte Gott einmal mit dem gleichen Selbstbew wollte ich eitstand ab- - folgend, bot es verlangten Herrwar Li „Ich bin ein i^och immer in sehe Kaulleute n Spitzbuben, seinen guten Beneidcrtsebervorteihmg weisen darf: wir konnten usstsein sagen; „Ich bin ein Jude."1 Wem es früher bet Uns'eingefallen wäre, diesen Satz zur Bekräftigung setrför Keellität auszusprecheii. der hätte Richer das Gcgentheil /dessen, was er bezwecken wollte, erreicht.' Und in der Tat mag früher.die F.hrn'clikeit des Juden auch hier zu Lande' manches zvi. wünschen übrig gelassen haben: , lifdesse.iu .Sie kennen den smarten Amerikaner als fc-iuen Malm, dem sein geschäftliches Gewissen manches erlaubt, was sich mit unseren Anschauungen von Moral nicht verträgt. Sie wissen, dass der . russische Kaufmann vor Reamtenbestechung iiic|U zuriiekscheut. Auch im Laufe der Jahrhunderte hat. das geschäftliche Gewissen manche W andlung durchgemacht. Soll ich Sie an die deutschen Bischöfe s f. . .'.; -. -t ■■ — 53 —

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