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Bericht der Großloge für Deutschland · 1904-01-01 · Nr. 5 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1904
Issue
Nr. 5 - Juni
Article
Beilage zu Nr. 5
Date
1904-01-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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weil es nicht anders kann. Aber gerade darauf kommt es an, grade das bezweckt Gott.'dass sein vornehmstes Geschöpf, der Mensch, die gegebene Bestimmung freiwillig erfülle, kraft eigener Er} kenntniss. scientes bonum et malum. l'nil grade . deshalb muss die Möglichkeit gegeben sein, dass <ler Mensch ■ «ler göttlichen Bestimmung entgegen handelt, denn sonst konnte er ja nicht ans freiem Willen ihr gemäss handeln. Die Versuchung, ihn ans seiner Bahn*7.if;lenken..muss in tausendfältiger Gestalt an ihn herantreten, im tätlichen Kampf! ums Dasein: erlieft er der Versuchung, so erweist er dadurch seinen l 'nwerth : \\ idersteht er i li-r und. besiegt sie. so erhebt' er sich auf ehre höhere Stufe der Erkeivntniss und kommt seiner göttliche? Bestimmung -näher. . ' f-B^hi Hktbs anfänglichem paradiesischen Glück, in dem tiefen, satten frieden, als ruhig und gJeichmässig seine llagc vergingen, da fehlte ihm di.e Gediegenheit, seine Krälte gegenüber »ler Vcs* suchung /.u bewahren, sie im harten Kampfe zu stärken, und zu entfalten. Diese:Gelegenheit wird ihm durch den Satan, dem Ankläger, »ler hier, gerade wie in Goethes Taust, erscheint als1 ,.ein Theil VQn jener Kraft, die stets das Böse: will und stets das (»Ute schafft,'} ichen zu prüfen, zu die Gedanken in <e»le. ' , diesem Sinne <kn Men; läutern und zu erziehen, dazu .verhängt Gi>tt widriges (».'schick afleh über »len Kromnisten, auch über I Mob. der so im Kampf mit diesem Geschick empor steigt aus dem Dämmerzustand lialbfinbcwusster Vollkommenheit zu der höheren Stufe abgeklärter Sittlichkeit durch Kampf zum Sieg! Das sind, andeutungsweise Elihus begeisterter, tiefsinniger L'nd nun »las in seiner poetischen. Schönheit unerreichte Schlussgcmältle der Dichtung! So wie im menschlichen Leben »Jer Kampf das Mittel ist zur Entfaltung aller Kräfte. zur Läuterung und Krziehung des Menschen zur höheren Vollkommenheit, so liegt auch in »ler Natur die eigentliche, die höhere Harmonie in dem freien Spiel der Naturkr.jfte. in dem iungehemmten** Walten der Elemente, ohne Rücksicht darauf, ob sie »lern Menschen segensvoll oder verderbenbringend sind. Die Natur ist vollkommen, aber sie kennt keine Ruhe, kein Beharren in ihrer theilssich hemmenden und feindlichenT.li;menten^ : ein. dauerndes Ringen. Geburt und I öd,, Entstehen und Vergeben und Wiederauferstehca, ein ewige Wechsel, die ewige Entwickelüng. Vl.rerinlieg die eigentliche Vollkommenheit und 'Erbal.x.nbei <Ier Natur und, zugleich die Kinheit-in ihrer yielgestaltigkcit.' in den einander widerstrebenden Kräften. Das (st die Majestät 'der ewigen Natur-, gt^setze. innerhalb »leren jene Entw ickelung sieh vollzieht. I).is ist das die gartze '.Natiir durclidringende göttliche Prinzip, das ist Göft selbs^, ■ . wie. er aip Schlüsse, der Dichtung in' die Handlung eingreift, uml die Lehre, welche Hühl!-*. eben für die Menschheit verkündet baj, gewKsvrjmtestftf-' durch die Offenbarung, der gleichen ErW-hyin'ung" in (ler Natur bestätigt. ... .'"' '• ■ •: .. ■ > > (iott selbst aus der Majestät «ler K:Mur' heraiis fällt »len Richterspruch-: Kr verdammtMie 3.1 rcutide- »lie eiternden, fanatischen. hcwchU'riscIien Gottes-' bekenner; ex segnet seinen Knecht tfiob.-'.dor.jiu. (iott zu z-weilcln wagte, der aber -ehrlich War. der gesprochen hat. Wie sein leidenschaftliche* Herz -es ihm'einmal), und der- -1011 jejtät durch die infolge seines Leidens empfangen* ■ kfl.enn'tnis auf die -höchste Stufe der "Sittlivjhke.it-'' c-nrpor-. geschwungen hat. Bewusst'uhd freudig übt -er da- Gifte, aus freier Wahl, nachdem d-ilas l clieL kennen gelernt: und der Gefahr'dem 1'ebei dauernd zu'verfallen,- in die Macht «les Satans; zjf; kommen., mehr entrückt ist denn je: ' ' - . '-*" ," •">; . JJits, dieser inficren Wandlung wird, auch . »las. äussere Lebensgilick Iiiobs wieder hergesttiHt." >».» heilst-es: ..('nd «ler Ewige segnete:- d.is'SpättT»- , lliobs mehr -denn sein frühere», und es wurden ihm 14000 Schale und (5000 Käme Ii > ".•'und . KtOU' Joch Rinder und 1000 Eselinnen.;,. l'iulVwurden, ihm 7 Söhne und .'{Tochter, und man fajul. nicht so schöne Frauen im ganzen Land wie' die.Töchter' lliobs. Lud ihr Vater gab ihnen Erbt hei le..unter-. ihren Brüdern, und I Mob lebte' nochmals f40jrahrc. und sah seine Söhne und Enkel, vier '»»•schlechter. Da starb lliob, und lebenssatt. lii-rmit bijv ich am Schlüsse meiner Ausführungen angelangt! (ie»kniken:.wie sfö mi.Buclie^ lliob ausgesprochen, sind, würde man in Bibel /vergeblich suchen. ' Trotz Babel gilt n'oclr Tjcute von der Bibel, was Heinrich Heine \'o.n ihr. sagt'-; ,,Welch ein Buch! Gross nn<! weit wie\dk: Vollkommenheit; es herrscht stete Bewegung unter Welt, wurzelnd in den Abgründen »ler'Schöpfung" den theils gegenseitig sichfördenulcn u"n»lgünstigen, und hinaufragend in die blauen < iehcimfiisse.tk-s 3:i — c.

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