Mannheim
Compact Memory

Bericht der Großloge für Deutschland · 1904-01-01 · Nr. 5 - Juni · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1904
Issue
Nr. 5 - Juni
Article
Beilage zu Nr. 5
Date
1904-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal additional
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4864325-6028963-6074091-6074092--0720-4864882
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Mrtglicderzahi. IfatfgabeU und Leistungen. Bei trüge. Vermögen' und Verwaltung; informiren. unj, eine l'ebersicht über cl.i~ Material /u haben. Sodann dürfte /u dtier kräftigen Propagamla gcschritteil werden. Ine etwa zögernden oder ablehnenden Vereine müßten zum AnschJüss, herangezogen, wo noch keine bestellen. rnüssten solche geg rundet werden. I)ureh Wort nrtd Schritt, durch Reisen und Versammlungen nuissten die Frauen Uber den W erth und Xothwcndigkeit socialer Arbeit belehrt werden, durch geeignete Vortrage rnüssten in den Vereinen selbst die jh Frauen angefeuert werden, geeignete Aufgaben für ihre Thätigkeit gestellt Werden. Ks versteht .sich von selbst, dass jeder Verein seine Selbständigkeit beibehält, es dari' keine Gleichmacherei •eintreten, jeder Verein soll sich nach lokalen Bedürfnissen -eine Aufgaben stellen. N'ur die allgemeine!) Grundsätze, die leitenden Ideen müssen nach gemeinsamer Feststellung einheitliche sein. . Ks muss .ein enlster. hoher, erzieherischer Geist durch den Frauenbund gehen, getragen von dem Bcwusstsein der Verantwortlichkeit. Beharrlichkeit und unentwegter Arbeit. Andererseits darf nicht ubersehen >verden. dass der Bund einen absolut neutralen Ifinien schaffen muss, aut den Alle treten' können, wie verschieden -ie. auch über viele Ringe denken. Ich halte es tut ganz ausgeschlossen, dass über politische oder iloginatische Dinge in den I ranern ereinen verhandelt werden kann. Solche 0inge;~ gehören nicht in; die Wohlthatigkeitsvereine. schatten nur Zwietracht und hemmen" jede gemeinsame Action. Als ein jüdischer Verband hater mit Nachdruck du- .jüdische Sache /-u betonen . Kenntniss des Judentums /u verbreiten und das -jüdische Sellxtbewusstsein /u heben, dem jüdischen Namen zur Khre und Anerkennung; zu verhelfen, dabei aber jeder Versuchung, fremdartige Dinge, die mit dem Ziele des Verbandes nicht zusammenhängen." in den Vereinen Hineinzutragen, mit aller«Entschiedenheit zu widerstehen.- Als oberster Grundsatz muss dem Verfeindegelten: Sociale A r b e i t.. - o c i a 1 e F Ii r s«> r g e -. d i e ' K r - ziehung zur Arbeit und s i 11 I i c h e r Leben«fü br u n g. Aus »lern grossen Arbeitsgebiet,will, ich die hauptsächlichsten herausgreifen und dem Bunde empfehlen* ' Die Fürsorge ,/füt Kinder niüsste in umfassender Weise geregelt werden, namentlich sollte sich der Bund der unehelichen Kinder annehmen. Nicht minder wichtig und nnthjVendig erscheint es mir, die Lage der Mädchen und Krauen festzustellen, welchein Stellungen sjjch befinden "oder Heimarbeit betreiben. Ks w ird nothig sein, sich Kenntniss von den Wohnungen, dem Lebenswandel. Verkehr. Fortbildung zu verschaffen, ob und inwieweit sie zum Unterhalt der Kitern und Geschwister beitragen, ob für Erholung derselben'gesorgt ist. Die Frauen sollten die jungen Mädchen öfter zusammenrufen, ihnen Belehrung, gute Unterhaltung gewähren, insbesondere wäre die Aufmerksamkeit auf Gründung von Mädchenheimen zu richten, wenn alleinstehende junge Mädchen in erheblicher Anzahl »im < >rte vorhanden sind. Auch müsste der .Ihind sich intensiv i an der Bekämpfung' des Mädchenhandels bethätigcn. namentlich inden östlichen und festlichen Grenzstädten und Hafenplatzeri. Zu dem Zwecke ist es rathsam. sich mit .dem jüdischen Zvveigkomite in 1 Limburg in Verbindung zu setzen. -- ( .. . Was die Zuführung der Mädchen zu den verschiedenen Berufen betrifft, so übergehe ich die höheren Berufe als Lehrerin, Künstlerin" etc.. weil diese individueller Natur sind und aus der W irksamkeit der Frauenvercihe ausscheiden, esei denn, dass sie die l'ntcrstützunj; von junge; Madchen, die alle Begabung für solche Berufe haben, in ihr Programm aufnehmen. Aber zwei Berufe will ich s^anz besonders hervorheben, deren Förderung ich dem Bunde aufs wärmste ans Herz le^en mochte, das sind Krankenpflegerinnen und Dienstboten. Der Bund sollte es sich angelegen sein lassen, v ornehmlich gebildete junge Mädchen aus guten Kamilien für den Krankcnpflcgerdienst zu -werben. Ks* ist def edelste und schönste Beruf für die Fraii. in welchem alle .guten Eigenschaften der jüdischen Madchen zur Geltung kommen können, wo die jüdischen Tochter ihre Herzensgute und Heroismus offenbaren können. Nicht minder sollte der Bund bestrebt sein. Madchen dem I Iaushaltungsdienst zuzuführen, durch w iederholte' Flugblätter sollten die .Mädchen und namentlich deren Kitern belehrt werden, dass der Beruf der Dienstboten ein durchaus .ehrenvoller ist und als ehrenvoll betrachtet : wird Natürlich ist eine Ausbildung in einer Haushaitungsschule absolute Bedingung, und sollten Mädchen schon in schulpflichtigem Alter aufgenommen werden, ' um sie für den Beruf zu er ziehen. Von den speciellcn Wohlfahrtseinri*htungen für die Frauen nenne ich vor alle:: - 26 —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.