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Bericht der Großloge für Deutschland · 1903-12-01 · Nr. 10 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1903
Issue
Nr. 10 - Dezember
Date
1903-12-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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275 Mitgliedern. Die Rheinland-Loge mit 227 Mitgliedern ist die fünftgrösste, die Montefiore-Loge mit 178 Mitgliedern die sechstgrösste Loge. An siebenter und achter Stelle stehen die München-Loge mit 172 Mitgliedern und die Henry Jones Loge mit 163 Mitgliedern. Damit ist die Zahl der Logen mit mehr als 150 Mitgliedern erschöpft. Ich widerstehe der Versuchung, mich auf die Streitfrage, ob man gut thut, diese grossen Logen zu theilen, einzulassen; es lässt sich mancherlei für und wider anführen. Diesen Logen mit beinahe übergrosser Mitgliederzahl stehen Logen gegenüber, die infolge ihrer geringen Mitgliederzahl Schwierigkeiten haben, mit den Schwestern gleichen Schritt zu halten. Wir finden 8 Logen mit weniger als 30 Mitglieder, die kleinste unter ihnen die Julius Bien-Loge mit nur 2G Mitgliedern. Von den 51 Logen, die bis Ende 1901 installirt waren habenim Jahre 1902 35 Logen einen Reinzuwachs — also Zuwachs abzüglich Abgang — von 178 Mitgliedern erfahren, ü haben ihren Mitgliederstand gewahrt, 10 Logen haben 33 Mitglieder eingebüsst. Die letztere Zahl vermindert sich erheblich, wenn wir eine Loge mit einer Verminderung von 17 Mitgliedern abziehen: Die Gäbriel-Riesser;Loge bat nämlich 19 Mitglieder durch Abgang mit Karte verloren, die aber ihre Loge nur verlassen haben, um die Ostpreussische Loge zu begründen. Durch den Tod verloren die Logen im Berichtsjahre Gl Mitglieder, durch Abgang mit Kai te 45 Mitglieder. Der Abgang mit Karte kann wohl die einzelne Loge unter Umständen hart treffen, bedeutet aber in den meisten Fällen keinen Verlust für den District. Denn fast alle Bbr., die mit Karte abgehen, beabsichtigen, einer anderen Loge beizutreten, entweder weil sie ihren Wohnsitz verändert haben, oder weil eine neue Loge, näher ihrem Wohnsitz, begründet ist. Ohne Karte abgegangen sind 54 Mitglieder. In fiüheren Jahren hatten besonders die Berliner Logen, ausgenommen die Montefiore-Loge, erhebliche Verluste durch Abgang ohne Karte: die Leopold Zunz-Loge ist daran geradezu zu Grunde gegangen, wiev aus den Jahresberichten pro 1892 und 1893 ersichtlich; die Deutsche Reichs-Loge hatte in den Jahren 1892—1897 einen Verlust von 70 Mitgliedern zu verzeichnen. Suspendiert wurden im Beiichtsjakre 7 Mitglieder. Auch hier ist ein Wandel zum besseren erkennbar. Es hat Jahre gegeben, in denen nahezu 1 %, ja sogar mehr als 1% des gesamten Mitgliederbestandes suspendiert worden sind. Auf den jetzigen Mitgliederbestand bezogen, würde das 55 Suspensionen ergeben, gegen 7 thatsächlich vollzogene. Ich darf wohl behaupten, dass der Rückgang in der Zahl der Suspensionen nicht darauf zurückzuführen ist, dass die Anschauungen der Elu?eugerichte der Logen laxer geworden sind. Ich möchte für die früher grössere Zahl der Suspensionen zwei Momente verantwortlich machen: Einmal waren die Bbr. als der Orden erst vor kurzer Zeit nach Deutschland verpflanzt war, eifrig bemüht-, durch lebhafte Propaganda die Zahl der Mitglieder schnell zu vergiössern, weshalb sie vielleicht etwas weniger vorsichtig in der Wahl des Materials waren; andererseits herrschte in deu ersten Jahren des Bestehens in unserem Districte grosse Neigung zum Streit. Zweimal hat der Grosspräsident sich bitter beklagt über den aufrührerischen Geist, der unter den Bbr. — 123' — l herrschte, auch sah sich das Ordensappellationsgericht ver anlasst, die Vorschriften für Einlegüng der Appellation zu erschweren, in der ausgesprochenen Absicht, die Zahl der Appellationen zu vermindern. Die Zahl der Mitglieder der deutschen Bnei Briss-Logen betrug im Jahre 1885 lli7, im Jahre 1890 2615, im Jahre 1895 2800, im Jahre 19(|) 4340, im Jahre 1902 5214. * *. - -*.*"_ lÄ_ . v #: . . Wir kommen zu den fioanciellen Verhältnissen. Die Einnahmen der Logen setzen sich, wenn wir kleinere Einnahmequellen unberücksichtigt lassen, aus folgenden Posten zusammen: a) Mitgliederbeitiäge. b) Eintrittsgelder. c) Zinsen des Logeuvei'mögeus. , d) Freiwillige Beiträge. . Alle diese Posten sind bei den verschiedenen Logen verschieden, weshalb die Einnahmen weder von der Mitgliederzahl noch voiÄ Alter der Loge streng abhängig sind. Da jedoch die sub a und b genannten Posten mehrfach eine Erhöhung erfahren haben, wie aus den Grosslogenverhandlungeu ersichtlich, und da die Zinssummen def Logenvermögen sich alljährlich vergiössern, so werden wir erwarten dürfen, dass die Einnahmen sich im allgemeinen von Jahr zu Jahr erhöhen. So hatten die Logen, im. Jahre 1885 pro Mitglied im'Durchschnitt Mark 71, im Jahre 1902 Mark 86 vereinnahmt. Doch war die Erhöhung keine gleichmässig fortschreitende, vielmehr finden wir im Jahre 1888 die niedrigste Einnahme mit Mark 61, im Jahre mOO die höchste mit" Mark 93. Ungleich giösser sind die Schwankungen im einzelnen Jahre bei den verschiedenen Logen. _ .'" "\ So haben im Berichtsjahre 5 Logen weniger als 50 Mk. vereinnahmt: Eger-Loge Mk. 40, Kaiser Friedrich Loge Mk. 42, Caritas-Loge Mk. 43,Westfalia-Loge Mk. 44 und Breisgau-Loge Mk. 45. 14 Lögen haben 50—70 Mk., Logen .70-100 Mk, 5 Logen 100—130 Mk. und 6 Logen' über 130 Mk. vereinnahmt: Rheinland Loge 132 Mk.,« Starkenburg-Loge 138 Mk-» Borussia-Loge 141 Mk, Fraternitas-Loge und Heni y Jones-Loge je 171 Mk. uM Humbold-Loge 234 Mk. Die hohen Einnahmen der StarkenburgrLoge und der Humbold- Loge, die beide 1901 Installiert sind, rühren wohl von freiwilligen Beiträgen her, wie sie bei neu installierten Logen üblich und nothwendig sind.' Die hohen Einnahmen der Rheinland-Loge siud wahrscheinlich durch die Errichtung eines eigenen Logenhauses bedingt, während die Fraternitas- Loge und die Henry Jones Loge, die sich immer durch^ Einnahmen und, wie ich gleich, bei^aeu" Ausgaben für Unterstützungen'ausz£!S^n, wohl über" verfügen, die ausdrücklich für- Ünterstützungs-Zwecke aus zahlt werden; es handelt sich also um Posten, die mit rechten Hand eingenommen werden, um sofort mit der linken Hand ausgegeben zu'werden.. ••^•.j" - - .." . Das Vermögen der Logen hat sich von Jahr zu Jahr vermehrt. Vom Jahre 1S85 mit-53000 Mk. bis zum Jahre 1902 mit 931000 Mk., wobei ich ausser Ansatz las : die unter directer Verwaltung der Grossloge stehenden Fonds, die besonderen Wohlthätigkeitfonds einzelner Logen und den r

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