Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1903
- Issue
- Nr. 9 - November
- Date
- 1903-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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«tarn, Gearändeh und Lchcussjcherhcit geholfen. Ks sei von Bedeutung, tlass in seinem Todesjahre il73<n ein neuer Stern tür Israel geboren wurde: ' Moses Mendelssohn, dessen eist bei uns stets wiKra möge. . . 7. von der Frankfurt-Loge dankl Br. Dr. Kaufmann für die Kiiihtiliui^r und gratulirt im Kamen seiner Loge: fr weist darauf hin. das« Meine Loge trotz des schweren Verlustes, den sie (horch den Tod des K\|ir;is. Plotkc erlitten habe, der weiteren Arbeit eingedenk bleibe und wünscht auch der Mendels*..hii-Lnpfernere*, glückliches Schaffen. S. \,,n d.r Rheinland-Loge in Köln erinnert Hr. K. A. Auerbach an die Geschichte Magdeburgs. Wie im Mittelalter Magdeburg ein Holl werk gewesen sei gegen die Feinde, die das Deutsehe Vaterland bedrohten, so. solle auch die Loge ein Hollwerk bilden gegen die Angriffe auf das Judenthum und seine Bekenner und "solle in straffer Organisation Schutz und Segen sein.!>. von der Anhalt-Loire in Dessau brimrt Präs. Dr. Maren I ~ c , . die Glückwünsche aus der Geburtsstadt Mendelssohn'* und ' spricht über da* Festnähen am Ordenftgedankep. K). von der Leipzig-Loge gratulirt Hr. Philippsberg nnn Hr. Halm. 11. von der Erfurt-Loge ist Hr. Cert' anwesende der im Rückblick anf seine in Magdeburg verlebten Jahre der Mendels »ohn-Loge im Kanüle der Jetztzeit Bestand und Glich wünscht 12. im Auftrage iler Henry Jones-Loge in Hamburg, der MoSel-Loge in Trier, der Saar-Loge in St. Johann und der Herder-Loge in Heilbronn spricht Hr. Schlesinger von der Frankfurt-Loge. Er wendet sieh an die neu .abgenommenen Brüder und venveist sie anf das Hochhalten von W. B. u. E.. als den Grundsatz gegenseitiger Achtung und Anerkennung. Nach diesen Ansprachen übergibt Br. Dr. Frankenstein mit kurzen Worten der Loge einen von den Damen der Loge für den neuen Sitzungssaal geschenkten Tep|>ich. * '' - Sodann dankt Vieepräs. Hr. Jabtooski dem hw. Grossprüs. und den Delegirteii tür ihr Erscheinen und ihre W ünsche und hofft, dass die Loge die so würdig begonnene Arbeit im neuen Hanse stets in gleicher Weise fortsetzen werde. Im Aiis.liluss an diese Selilussworte tragen die oben er- * Vt * ■ sühnten Brüder noch ein weihevolles Quartett vor und der w. Präs. entlässt die Brüder. Hinzugefügt -ei noch, dass an dci^p Abends im neuen Saale des Kaiserhofs' abgehaltenen Festmahle mit Ball etwa 18U Personen. Brüder mit ihren Damen. Söhnen und Töchtern — die Delegirten und Gäste von hier und auswärts theilnahmen. Das Mahl verlief nnter einer grossen Anzahl Tisch reden in fröhlichster Stimmung, wie auch der sich anschliessende Hall. Der IS. Oktober 19)08 wird in den Annalen der Loge unvergessüch bleiben. Möge er der Loge ein Markstein zu weiterer enister und segensreicher Arbeit sein! Die Henry Janes-Loge in Hamburg berichtet über die Feier der Grundsteinlegung zu ihrem eigenen Logenhause: Am Donnerstag Nachmittag, den 22. Oktober versammelten sieh auf Einladung der Henry Jones-Loge in den unteren Räumen des im Umbau begriffenen Woluihauses eine grosse Anzahl von Brüdern der Loge. Delegirte des Vorstandes und der Repräsentanten d' i' deutsch-israelitischen und portugisischen Gemeinde, die Geistlichen und Vorsteher der jüdischen G..tte>- häiiscr. die Verstände des israelitisch-humanitären Frnnenven ins. der Ihlushaltungsschule und anderer Instittioneii. tun der feierlichen < r uiidsteiulcgung für das neue Heim beizuwohnen. Nach einrili Vorspiel auf dem Harmonium ergriff der Vor. sitzende des Beiraths der LogenheiuHlesellschaft. Expräs. Br. Gustav Tfich das Wort zu folgender Ansprache: II. itw haften, liebe Brüder und Schwestern! Meine •r.lirt.- Sie ehren Inns durch Ihr Erscheinen und bekunden durch Ihre Anwesenh. und der Befric digung über die Veranlassung, die zu dieser Stunde uns hi< it Ihre Theilnahme an den Gefühlen des Dankes r zusammenführt. Es ist uns vergönnt an der Aufrichtung eines Baues uns zu betheiligen, von dem wir hoffen, dass erj eine Zierde werde, nicht nur in seiner äusseren Gestaltung, sowie durch den Komfort und die Darbietungen der I ieselligkejt. die darin herrschen, sondern auch vor allem durch die weinevoll ernste Arbeit, die in seinen Räumen geübt, durch die erhabenen Aufgaben, denen er gewidmet werden wird. Sie Alle, die Sie hier versammelt sind, stehen zu diesen Arbeiten und Aufgaben in näherer Beziehung: denn in jüdischem Geiste soll Licht und freier Sinn verbreitet und in den der Jndenhcit eigenen, heilig innigen Gefühlen sollen Werke der Liebe und sozialer Aufrichtung der Menschen gepflegt und gefördert werden. Da gibt uns denn die schöne Sitte der Feier, die wir jetzt begehen. Gelegenheit, sie symbolisch zu fassen. -Wir legen den Giundstein des Haues und wollen der Grundlagen gedenken: diii die treibenden Kräfte, die Lebenselemente für die Bcthätigujig in niiserm Orden enthalten. Nicht das vollständige Programm unseres Bundes kann und will ich hier ■entw iekehi. Aber eines verdient an dieser Stelle hervorgehoben zu werden, weil es das Verhältiiiss unserer Hamburger Loge zum hiesigen Gemeindeleben characterisirt. Lassen Sie mich eine geschichtliche Reminiscenz anführenl In den Vereinigten Staaten sind von :je her Staat und Kirche getrennt. Die religiösen Gemehisehaften sind, auf sich selbst gestcl|t: es hat sich erwiesen, dass sie dadurch an kraftvoller Unabhängigkeit und Verinnerlichuug durchaus gewonnen haben. Als am 13. Oktober 1843 der aus seiner Vaterstadt Hamburg nach New-York ausgewanderte Henry foii. s dort die erste Bnei Briss Loge gründete, gab es in Amerika weder jüdische Gemeinden, wie wir sie auffassen, noch richtige Kultusverbände. -. Henry Jones schuf die freie und freiwillige Vereinigung, die vollkommener ersetzte, was irgend eine Zwangsgemeinde in Amerika zu leisten vermocht ' hätte. Vor nunmehr zehn Jahren begingen überall jenseits und diesseits des Oeeans Hunderte von Bnei Briss Logen das fünfzig jährige Bestehen des Ordens. Auch unsere Henry Jones- Loge erfreute sieh am 15. Oktober 1893 der Jubelfeier. Ich darf mir w j>hl erlauben, aus der damaligen Festrede einige Worte anzuführen, weil sie die bei der Errichtung der ersten, der N*.w-York-Loge massgebenden Grandgedanken schilderten. Dort hiess es: den Vereinigten Staaten strömten, wie es noch j ..In heutigen Tages geschieht, aus den verschiedensten Reichen und Ländern die in Sitten und Auferziehung w iderstrebeudsteu Elemente zusammen. Es galt, sie alle in einheitlicher Gc-