Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1903
- Issue
- Nr. 8 - Oktober
- Date
- 1903-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Streben vom Tode ereilt winden, ein arbeitsames Leben fand seihen Abüchlnss. Was Br. Plotke geleistet, wird der Nachwelt erhalten bleiben, innerhalb de* Ordens wird Kein Andenken alle Zeit hirtleheii. Zum Zeichen der Trauer er liehen sich die Mitglieder von den Plätzen. Bei xler Beerdigung des Hr. l'lotke hat Br.;W'isloch die Grosslogf. vertreten, in der Traiicrh.ge. die demnächst stattfinden wird, hat l'.r. Dr. Lfll zugesagt, die GdfiJde der Grossloge /um Ausdruck zu bringen. Auch die J uden V eri 01 gu n gc n jn Hömel Indien cim liiilt'saetion dringend; <Tfonierlieh gemacht, woran sich auch der Orden wiederum I etjieiligte. Hierzu herichtete der Gros*- Präsident, dass er dies« rhalh mit dem HÜlfsVerein der Deutschen | Lazarus ein Orabdenkniak zu setzen. .hiusstc abgegangen «yerdfh. nachdem Trau Professor Lazarus (bis mitgetheili. dassie ihrem .Mama; bereits am 4*3. September.Üejw < •cbnrtsiage desselheii. ein Grabdenkmal häti? setzen lassen.' Zu dieser Angelegenheit sind noch einige Anregungen .an die Grosslogi! gelangt, und auch hiermit wird sich das (icneral-fomitc in seiner nächsten Sitzung zu beschä^rtgejhhaben. mnl dass der llüllsverein Sofort .'><><><) Mk Lebensmitteln für die Hungernden in Nach zuverlässigen Ermittelungen Verfolgung in Hornel s .Inden geprasident ror, Seit« diesem Betrage zii Iiii- Kisehinew leistende Betrag noch "zu entnehmen, denn I Milte nicht dringend. .luden verhandelt habe zur Beschaffung von Hornel, hergegeben h:|he. seiet} indessen durch | di( tödtcl. mehr als ]()() verwundet worden. 272 Häuser und •2 Synagogen seien dcinolirt und Ober 400 Familien ohdachlos geworden. Her ailgei ichtete Sehaden, soweit er Iiisher angemeldet worden, erreicht die Möhr von 2U00ÜÜ Rubel, doch Indien viele der geschädigten Famibenihre Verloste noch nicht angegeben, sodass der Gesammtfechaden sieh noch .wesentlich höher stellen dürfte. Jniter diesen rinständen sei eine schnelle und ausgiebige ■ lliiltV durchaus noth««endig gewesen. Der lliilfsverebt der Deutschen .luden habe in Folge dessen weiten öO tXK) Mk. zur Verfügung gestellt, und schlagt-der Gn>sfr des Ordens dieselbe Quote i">°(ii zu eisten, mit welcher wir uns an dein lliill'swcrk für Kischh ew betheib'gt hahen. l'.r. Timiadorfer führt 'des .Weiteren ans, da-*, wenngleich unsere Sammlungen rfolgtm. so sei dennoch der für Hömel zu aus den Bestünden jeuer Sammlungen für Kisehinew sei «orerst eine weiten und er halte das Vertrauen zu unseren Brüdern und Logen; dass. wenn für Bassuml mehr erforderlich werden sollte als der Besthestand aus unseren Sammlungen, die Hülfshereitschnft unserer Brüder nicht versagen wird. Die Versammlung stimmt diesen Ausführungen /u und he|sehliesst. »ich an Leistungen für Hömel mit .">" „ zu betliciligen: die>er Betrag s"'l aus dem Bestände tinserer Sammlungen lür Kisehinew geleistet werden.; Von den AntrÜgeii. die bis jetzt für die iiiossloge resj>. das (ieneral-('oinite hei uns eingegangen, wären heh'ii'rzuheben: 1: Her Atifrag der Ifiimholdt-Loge aüf Bildnjng -eines Verlmildes süiunitlrchcr jüdischer Frauen« ereine. , . 2. Der Alltrag de.r Märkischen Loge, wonach hei den W ahlen zum «ö-neral-<'omite auch cim-Abgrenzung der Bezirke vorgenommen und jedem Mitgliede des (ieneral- Coinitcs einer, dieser Bezirke mit der Verpflichtung zugewiesen ««erden möchte, mit den Logen seines Bezirkes Fühlung zu unterhalten und dieselben in ihren Arbeiten zu fördern.. •'!. Der Antrajr der Zion-Logc auf Seluj'tjfung einer .liigendlitteratur. Ks soll ein Preisausschreiben erfolgen, die GrosSloge soll töOÖ Mk. hierfür zur Verfügung stellen. Zu diesen .Antrügen sind für die Sitzung' des Genend- Comites Referenten bestellt, sodass eine sehr eingebende Behandlung der angeregten Fragen erfolgen wird. V.....lern ursprünglichen Plan, dem vereivigten Professor Zur Abhaltung eineostdeutschen Logentages halte die Lessing-Lngc zu Breslau an sämmtliche Logen Ostdeutschland» e ine Einladung ergehen lassen.-1 Ks fanden sieh daraufhin am '■>. Mai d. .1. in den Rannten.'der Lesslug-Logc-Dclcgirtc folgender 14 Logen r/.usammeu: der Oohcördi.n-. Muniich-. \ll,- ina nia-, II u manitasT.: Ui'^nkfy' * 'aritäs-.. l'rat e r nitas-, Amicitia-. Kger-. ' Friedens-. Victorbt-. Silcsia-. Hohenzollern.- und Humboldt-Log,>. .-l)ie. hoch««. Grossloge hatte ihren Schatzmeister. Br, ¥&\tK Ber^eL zur Theilhalime an " . '■■.-* ■ * S - »■ '.''' }' I' * der V ersnmmbing entssiiult:!<H Der w. Präsident der Lessing-Lop'. Br. Dr. Alfred (0,1,1schmidt. eröD'ne't die Tagung, begrüsst mit herzlichen Wollen die erschienenen Delcgirten und weist.-in ' längerer mit grossem Beifall aufgenommenen b'ede nachy: wie im GegensiitZ zu <len deeom|)ositorischen alihauenden Strömungen, ««eiche zur Zeit der (MÜiKlung des Ordens'-ln D<:iHsch|aiid wirksam gewesen und zum Theil jetzt nocdi ««^ir'ksäm sind, der Drdeli dureli seine Bestrehuugen uiid* durch seine l'hätigkeit sich zu einem coiu|iositorischeu; zu eineinaiifhaueudeii F.remcnt lieransgebildel habe iumI wie ermit mächtigen Schritten in das soziale Fahrwasser der Zeit him-ingvlie All erster. Stelle sfelitS'/.III- Berathimg die pH?>chlus>'- v*. '*;.. *'' I ' ' : fass uHg über (Gründung e'ii'iesostdeutschen Logen? verbalnies. Der l.'efereut. Br.'.liistiziai+i Dr. Keni|iner-Bie>lau. macht darauf aufmerksam, dw&s geschlossen auftretende Logen bei der Grosslage eine grössere'Berücksichtigung ihrer Wünscluerwarten iWrtVen. WÜlirClld solcfie.; ili««" keinem Verbände •angehören, -elibo^ich i>olirt sein «vürdeii. .Kr'legt auch anf-^e gemeiiisamen Tagungen einen «m sn grosseren Werth, als die Crossloge nicht in jetlebi Jalir zu-aHilnViM-.ret.e und spricht sich liir (irüniliiiig eines i.stileutscheu L»gcn-\e.rbamles. für W ahl eine* ge>eh:ift>liihreiiden Au>Tchii.s-e; «oir .". Brüdern mnl tür Annahme de- «orliegeiiih n Sal/-iiiig>-KiitWiii:lean- Inj der sieh daranschlie—enden Debatte wird von Br.T'.\|i.. Zadig-Bcnthen atisgeführt. <la>> itie'Mamreh- und einige lindere (.lprr-rhle>i-cbe |,,.-eii der Vbhalt^wt+gS^Tin o.*tdeutsehen l.ogentagen. und zwar in der Begeh-in Bre-hgh >« mpathi-ch gegenüberstehen, dasfi sie aber nur 'die schh;siselien und |iu»eii-eln u Logen zusanimehgefas>t -ehe|i «\ulh ii: Hie Br. Br. F.\|ir l< - \. I'laczek-Posen. Kxwjr. ';oldschinidt:Pp>eu xm\ Expf, B.-A. Keieb- Katto««itz erklären sich gegen (.iriindiiug .eiiies Lugen-Verbandes, ersterer in>be>oiidere deshalb, ««eil er Verbände als zwecklos' und gefährlich in Beziehung auf die t.rossloge gewissermassen als Staat im Staate ansehen müsse. Jjneji Br. Expr. Bergel sieht in ' Logen-'\ er bä n den eine gewiss, Gefahr, welche b*i Logentagen weit .««eiliger oder überluiu|Li gar nicht vorhanden sei. . .* Nachdem die Br. Br. K\pr. l il.Meh-Bieshiii und Kxpr. Peiser- Breslan erklärt, dass die Lessjng--Loge selbst siclr gar nicht so tiebr lür die Gründung-l(Huej Verbandes. etAvänne und dass