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Bericht der Großloge für Deutschland · 1903-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1903
Issue
Nr. 3 - März
Date
1903-03-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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schäftigt das genannte Archiv lange Zeit nur eiueu Archivar und einen Kanzlisten. Aehnlirhe Bespiele Hessen sich auch noch andere anführen. , '-Ii; * - /• '• ' ,/ .;. - jr . - .* Aus dem Gedächtnissbuche der Grossloge. Seit unseren letzten Angaben hat der Distrikt den Tod folgender Brüder zu beklagen. * Es starben: 10. Am 12 Februar" 19<>3 Br. Hermann Nathan, Mitglied der Frankfurt-Loge in Frankfurt a. M. seit dem 12-. Februar 1691 geb. den ICK 8. 37. in 6. Algenheim. I 11. Am 2. März 1903 Br, Caslav L. (iuggenheimer, Mitglied der I-Yankfurt-Loge in Frankfurt a. M. seit dem 17. 10. 1895 geb. den 18. 3. in Hai bürg. 1-'. Am t. März 1903 Bi . Moritz Meyer, Mitglied der Montefiore-Loge seif dem 3. März 18.9.6, geb. am 34. März 1815 in Schneidemühl. 13. Am h. März 1903 Br. Adolf Reich, Mitglied der Beithold-Auerbach-Loge in Berlin seit dem I. März 1897. Vorließ vom 3. 4. 84 abgeholte Br. Reich der Mamreh-Loge in Beuth'en an. geboren «rar derselbe am 2. März 184s zu Losiao.' i lt. Am <>. März-1-003 Ks Präs. Br. Bernhard, All). .Hayer, Mitbegründer der Rhenus-Loge in Mainz -* 24. Februar 1889 — geboren den 27. September 1841 zu. Mainz. 15. Am 10. März 1003 Br. Siegmund Neumann, Mitbegründer der Lessing-Loge in Breslau — II. 1. 188Ö — geb. den 30 November 183.5 zu Myloslaw. i \ . i Gedächtnisslogen. Hierzu gingen uus die nachfolgenden Ausführungen zu: Vom Ex-Präs. Alb. Bloch-Berlin. •In der diesjährigen Nummer unserer ersten Monatsberichte beschäftigt sieh mein lieber Freund Bacher mit dem Antrag des Br.Lichtenstein. alljährlich einmal an einem vonder Gj o s sloge zu bestimmenden Tage, das'Gädenken unserer Todten feierlich zu begehen. Br. Bacher bedauert, däss dieser Antrag in der letzten Grossl.-Stzg. abgelehnt wurde und führt die Ablehnung darauf zurück, dass der Antrag am zweiten Ve.r- -Landluugstage fast zu allerletzt zur eiligsten Berathung kam. und ganz besonders deswegen nicht ausführlich besprochen wurde, da er nach Br. Bacher den „Fehler" hatte, nichts zu kosten. — Jeder Theilnehtiier unserer letzten Grossl -Stzg. wird zunächst darin mit mir übereinstimmen, däss 'es dort gewiss keinen Anlass gab. sich über die Behandlung unserer Anträge zu beklagen; die Erledigung und Besprechung jedes einzelnen Antrages erfolgte in durchaus würdiger Weise und Br. Bacher ist gewiss der einzige, der sich über die K ü r z e der Debatten beklagt, auch am wenigsten Ursache hat, sich zu beklägen' Wein der Autrag Lichtenstein abgelehnt wurde und zwar inij erdrückender Mehrheit abgelehnt wurde, so geschah dies nicht, wert man für die im Autrage zum Ausdruck kommende Tendenz nicht das Verständnis gehabt hat, sondern weil man sich, wie mir scheint, sehr mit Reeht sagte, dass hier einmal wieder die Mitwirkung der Grossloge verlangt wurde, wo dieselbe zwecklos und überflüssig sein< orass. Jede Loge hat das Recht, aus eigener Machtvollkommenheit heraus sich eineu Gedenktag für ihre Todten zu bestimmen. Möge dies jede deutsche Loge thun! Ich biu überzeugt, dass jede Einzelloge sich dann hierzu den richtigen Tag wählen wird, der ihren Verhältnissen augepasst ist. l ud dabei erscheint es mir durchaus gleichgültig, ob z B den Brüdern in Darmstädt das Bewusstsein innewohnt, dass man am gleichen Tage auch in Krotoschin der verstorbenen Brüder gedenke. — Hüten wir uns doch vor dem Schablonisiren und Uniformiren! Jede Einzelloge bleibt bemüht, wichtige Einrichtungen so zu trefteu. dass sie dem Bedüifniss ihrer Brüder entsprechen. — « Lud noch ein anderes wichtiges Bedenken hat zur Ablehnung des Antrages Lichtenstein geführt. Mm befürchtete, die Einrichtung des allgemeinen Gedenktages für unsere Verstorbeneu würde zum Fortfall der bei uns eingeführten Trauerlogen führen. Es wird im ganzen Orden nur wenige Br. geben, die die Trauerlogen durch, einen' einzigen Gedächtnisstag ersetzt sehen möchten. Während wir jetzt baldmöglichst nach der Beerdigung eines dahingeschiedenen Bruders, unter dem frischen Eindruck des herben Veilustes stehend, die Trauerloge abhalten und uns hierzu Vei wandte und Freunde des Verblichenen einladen, würden bei Einführung des allgemeinen Gedenktages oft viele Monate seit dem Hinscheiden des Bruders vergangen sein, viele der Angehörigen wären nach so langer Zeit gewiss garnicht mehr in der Lage, an dieser allgemeinen Trauerfeier theilzuuehmen, es würde die Familie unseres dahingeschiedenen Bruders gewiss schmerzlich berühren, dass man vielleicht 8—10 Monate nach dem Hinscheiden eines Bruders trauernd im Bruderkreise seiner

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