Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1903
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1903-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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— :» — gedenkt. — Heute hält in jeder Trauerloge der Präsident eine Rückschau über den Lebenslauf des Verblichenen vor Zuhörern, welche mit dem verstorbenen Br. verwandt oder befreundet waren. Würde ein allgemeiner Gedenktag für unsere Dahingeschiedenen von Grosslogen wegen eingeführt, so müsste an diesem Tage aller während des Jahres ver storbenen Brüder gedacht werden; in den grossen Logen würde es sich leider vielleicht um 10 oder noch mehr Brüder handeln Ist es dann wohl möglich, jedes dahingeschiedenen Bruders in so liebevoller Ausführlichkeit zu gedenken, wie es der Bruder verdient hat und wie es auch jetzt zu geschehen pHegt? Wir brauchen auch wahrlich nicht erst die 10 Busstage auf uns einwirken zu lassen, um „in eine gewisse weihe volle Stimmung zu kommen," wie Br. Bacher schreibt; unsere - Herzen sind tiefbett übt, so oft uns ein L Br. entrissen wurde und jeder Tag und jede Stunde scheint mir geeignet, dem Gefühl des Schmerzes über den schweren Verlust, dem Gefüh der Theilnahme für die Hinterbliebenen Ausdruck zu geben Deshalb bleiben wir hei unseier guten, alten bewährten Einrichtung der Trauellogen; wUI man ausserdem noch einen Gedenktag für alle Todten des Jahres einrichten, so überlasse man die Bestimmung hierüber dem Präsidenten, ev. <len Beamten der Loger auf ein Dekret der Glossloge aber können wir in diesem Fall verzichten. — Sollte der Autrag Lichtenstein wiederkehren, so wird die Debatte darüber vielleicht eine etwas längere Zeit in An spiuch nehmen, wenn mein Freund Bacher zu dem Gegen stand eine interessante, längere Rede zu halten wünscht; — das Schicksal des Antrages aber dürfte trotzdem dasselbe sein als in der letzten Grosslogensitzung. Vom Bruder HI. Warschauer-Berlin. Dieser Artikel in der ersten Nummer des diesjährigen Grosslogenberichtes vom Expr. Br. Rechtsanwalt Bacher in Magdeburg hat meiu besonderes Interesse erregt, da ich im vorigen Jahre in der Montefiore Loge den lAntrag einbrachte, alljährlich eine Gedächtnissloge abzuhalten. Dieser Antrag ist mit einer *o überwiegenden Majorität zur Annahme gelangt, dass daran die Bedürfnissfrage zu erkennen war. In unserer heutigen schnelllebenden Zeit, werden die Eindrücke, die wir vor Jahren empfangen haben, schnell verwischt und es bedarf selbst für die älteren Br. häufig einer Autt'rischuug sich an d«jm Wirken der verstorbenen Br. zu erheben. Im wie viel mehr ist,es erforderlich, die Thätigkeit vieler verstorbener Br. der jüngeren Generation zur Nachahmung voi zuführen, damit diese in der heutigeu Z^it, wo der Logen-Besuch so sehr viel zu wünschen übrig lässt, sich bestreben, nicht nur ihreu Beitrag zu zahlen, Bondern auch für den Orden nach Kräften zu wirken und zu schatten. * . t0 Aber auch ein gutes Propaganda-Mittel ist es,- wenn die Angehörigen unserer verstorbenen Br. alljährlich eingeladen werden, dieser Gedächtnissloge beizuwohnen; diese tragen es in die Welt hinaus, welchen Bestrebungen der Orden huldigt uud werben uns dergestalt Mitarbeiter, die bei der heutigeu vielseitigen Interesselosigkeit der Br. von giöstem Nutzen für de» Orden werden können.' Die erste Gedächtnissloge, welche wir im abgelaufenen Jahre zwischen Neujahr und Versöhnungstag abhielten und zu der die Hinterbliebenen der verstorbenen Br. Einladungen erhielten, waren nicht allein von: diesen, sondern auch von zahlreichen Br., die sonst wenig, oder"garnicht den Logensitzungen beiwohnen, besucht worden. 4. ' < -'' ' ' i •'- ' ■ ' ' ' Allgemein sowohl von Brwie von Angehörigen verstorbener Br. wurde mir gesagt, wie wohlthuend und erhaltend die Gedächtnissloge auf sie gewirkt hat und mit welch* andachtsvoller- Pietät /dieselbenden Worten unseres w. Präsidenten gefolgt sind Und alle haben sieh gefreut, als sie hörteii. dass alljährlich' eine Gedächtnissloge abgehalten werden wird. Auch, unser-w. tirosssökretär Br. Wold' war von dieser Andacht s'ehr erbaut und" vor öffentlicher Loge erklärt er, dass die Gedächtnisslogeu zur Nachahmung sehr zu empfehlen seien. *■ V - .; " *• - ""• -" " t«j \ Hat nun der Anfang so günstig auf alle Theiluehmer gewirkt, um wie viel mehr'erst, wenn die Gedächtiiisslogen obligatorisch werden, um wje vielmehr eist, wenn" mau erfährt, dass in allen L'ogeli eine gleiche Andacht $iid zu gleicher Zeit abgehalten wird. Anfgaibe der Grossloge aber ist es, dafür Sorge zu tragen, diese Form, der verstorbenen Br. zu gedenken, den Logen ajs Gesetz vorzuschreiben uud ich bitte den Repräsentanten Br..'-Lichtensteiu-Berlin seinen Antrag in der nächsten Gmsslogensitztiug noch einmal einzubringen. Mit Recht hat Br. Rechsanwalt Bacher in seinem Aufsätze-hervorgehaben, dass ein so wichtiger Antrag nicht am Ende sondern bei" Beginn der Sitzung zur Verhandlung kommen muss, denn die Einführung von Gedächtnisslogen kann nur von erspriessljchera .Vortheil Tür den ganzen, Orden werden.;. '. . Bericht des Finanz-Comitesj der Grossloge für Deutschland VIII pro 1902. " ^.£:'V-\-Y;. '.; Die Bücher, Belege' Uud\lvn$"seabes!ände des Gross-. Sekretärs haben wir -wiederholt geprüft päd Eft Ausstellungen ceinen Anlass gefunden '*■.'.•"'■.*-;■''■*'."■,•., ' ■ Der Finanzabschlüssen) "U».stellt sich wie folgt: '. c. ':' \ v.'^1 '• A Einnahmen: ...-'» 1. Bestaud von 1901- . : . . -"'■ ■ .. Mk. K7Sl$M 2. Vereinnahmt 1902 laut CassenJournal . „■ 55846,23 {. 1902 vereinnahmte laut Etl'ekten-Züisen- Conto . . .. l .. -1«17.W> * . Mk. 124 »77,14