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Bericht der Großloge für Deutschland · 1903-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1903
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1903-02-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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25 ist die Verbreitung von allgemeinem und speziell jüdischem Wissen uuter unseru, in dieser Beziehung rückständigen Glaubensgenossen auf dem Laude l'eber die Art der Or ganisation, die allgemeinen Anklang gefunden hat, wird Intel essenten bereitwilligst Auskunft erteilt. Nur soviel sei er wähnt, dass wir z. Zt. 12 kleine Parallelbibliotheken unter der Obhut von Rabbinern oder Lehrern auf dem Laude unter halten und dass bereits eine Reihe von Gesuchen tun [lieber lassuug solcher Bibliotheken von Seiten anderer Gemeindei vorliegen, die in einem späteren Turnus berücksichtigt weiden sollen. Als letzte der von uns geschaffenen Institutionen, die aller dings noch in den Kinderschuhen steckt und vielleicht auch noch die unvermeidlichen Kinderkrankheiten durchzukämpfei haben wird, sei die Gründung des Frauenbundes der U n i t a s 1 o g e erwähnt. Derselbe setzt sich aus den Frauen und Wittwender Brüder zusammen und wird in stetem innigen Oonuex mit (1er Loge, die in Form eines Beiraths mitwirkt mit Gottes Hülfe eine segenbriugende Thätigkeit entfalten Zweck und Ziele dieses Bundes sind, unsern Tendenzen ent sprechend, wiederum nicht Wohlthatenspendeu im ..alten' Sinne, sondern soziale Hülfeleistung: Aufsuchen der unbe bemittelten Glaubensgenossen in ihren Wohnungen, um sich au Ort und Stelle Einblick in die Gründe ihrer Wirtschaft liehen Rückständigkeit zu verschallen, Krstrebung von Mitteln und Wegen zur Abhülfe, Erziehung der heranwachsenden Jugend zu einem Beruf, entsprechend den jeweiligen Anlagen und Neigungen, Vermittlung von Arbeitsgelegenheit für diese selbst und -i wo es nöthig ist — auch für ihre Eltern. In meinem nächsten Bericht hoffe ich auch in dieser Beziehung Erfreuliches melden zu können; jedenfalls sind unsere Damen mit wahrem Enthusiasmus aus Werk gegangen; möge ihr Eifer nie erlahmeu! Um nun zum Schlüsse auch noch der in nächster Zeit uns bevorstehenden sozialen Aufgaben zu ge denken, möchte ich mittheilen, dass wir gegründete Hoffnung haben, demnächst einen J ü n g 1 i n g s v-e r e i n erstehen zu sehen. , Material für seiue Thätigkeit ist in überreichem Maasse vorhanden. Möge es geliugen; alle seiner Gründung noch entgegenstehenden Hindernisse zu beseitigen und auch hier unserer jüdischen Bruderpflicht gerecht zu werden. Sinai-Loge in Cassel. Am 24. Januar begingen wir ansei diesjähriges Stiftungsfest in Verbindung mit der Vorfeier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Ein gediegener, sehr ausführlich gehaltener ^Vortrag des Expr. Br. Dr. Oppenheimer aus Halle a. S, über die Stellung der Frau in der Kulturgeschichte ei öffnete die Feier. In gründlichster Weise belehrte der Redner, dem grosse Gewandheit der Darstellung und ansprechende tacktvolle Diktion zur Verfügung steht, die gespannt lauschenden Zuhörer und Zuhörerinneu über die Urzeit, die sich der besseren Hälfte des Menschengeschlechtes gegenüber von eiuer garstigen Seite zeigte, über das Mittelalter, welches seelisch so fein organisier ter Wesen zuweilen die Seele ganz absprach und das Hagestolzentum als die beste Anwartschaft auf ein Plätzchen im Himmel betrachtete, endlich über die neuere und neueste Zeit, wo man gegenüber den oft zu weit getriebenen Emaupipationsbe- .strebungen der Frauen gegenüber nach Emancipation der Männer zu Zeiten seufzen möchte, wo das Weib zuweilen verschwindet und an seine Stelle tritt das Weib, das Mannweib, das unweiblichei .in weibliche Anmut ganz v* gemein intertssietente TJ füliiung hatte eine genossen her vorgerufen/ Mahl und die 'zahlreichen gehoben werden konnte. \' '' - V derwürdige Präsident Iii den deutschen Kaiser als angei egte welche allmählich sich aufgebaut Juden Schutz kündet, dass uud Sid+eil feit (luden, der alte Kaiser einst Ky tthäusers sich wieder, er heben Reiches Glanz und Herrlü unsefer Zeit, und segnerrd wir ihrem hohen £rbeh, Willensstärken, heute den aus voller Brust zujubeln: -hoch; Begeistert stimmte hymue au. Der zweite Re anknüpfend daran, .dass < Ordens Br. Bien, aus' C« segensreich wirkende Gese bildung erfahren hat.- auf. iunliebe Neigungen zeigt und die rjengn'et. j)as gutgeWahlte, all-, eiüa. und dessen glückliche Aus- Stimmung uuter den Festdüicir.das ti;eiflich bereitete Toaste während, desselben nur noch In: kurzen kernigen Worten pries) .":(.'ichärif Gotthelft Sr. Majestät len Friedeusfürsteii, der schützend und schirmend seine.mächtige Hand auch über den deutschen nfessionlialte. Auch für uns ist es ein ^hebender Gedankt], wie aus'.kleinen Anfängen durch ernste Arbeit und zielbewußte.- streben jenes stolze Gebäude hat, iu dessen Mauern auch wir Was die alte Sage aus den Gewölben^ des ldiei'f; werde, um des deutschen ♦fie er mit sich hinab in die Tiefe genommen, wiederzUuingeu/- das'hat sich enüllt in schauen' bereits zwei .-die Kaiser aus lichten Höhen hernieder r'anf ihr junges Reich. Bringen Wir ihnen den Dank dar, der ihüeii gebührt, indem wir ta unseren Herzen lebendig erhalten dje echt£" deutsche Treue, erneuern dem jek-hbegabten hochgenialen.;chwur. der Treue, indem wir ihm . I nser-ällerguädigster Kaiser lebe die Festyeisammluug die Natioual- Iner, Expräs. Br. Floriuo, toastete, er .ehemalige Grosspräsident des?sel stammt und hier durch die tahaft'^.Humanität", >eine Ausdas* Exekutivkomite iu New-York und die Grossloge. Br. ]>r:'Präger würdigte Rededie Verdienste de-Beamtenrathes besondeis des Präsidenten; ler ganz im Sinne seines - Loge mit Irinsicht und Geschick leitet, Redner sich ausdrückt, für edlen. .uuVergesslichen Vaters die in dessen Adern, wie t,liebes Blut "tliesst und des Miguels I-oge, unseres bedächtigen" uud sparsamen ..Finanz- De>r uäehsie. Redner war Br. Mecka., feieite er das -Toast; des Br. ^Bacharach auf fie tief-dürekdachteu, sarkastisehen minister»'- Br. Meyer-. In geistreicher witzsprulj/ilider' Weise liöne Geschlecht, Ein die Gäste und last not hast Bestehens der „Humanität' sehr starker. Aber die Gl wir den wesentlichen l(>o-_> J mit: Am fl. April die Installationv der ueueui Dr. Moses entwickelte-seiu April wurde ausgefüllt in launiger Ausführuugeu des Br. Got schalk.'-W'tlche', iu eiu Hoch auf den Festredner ausklangen -seien noch "erwähnt Leider war iu Folge verschiedener l m >täiide, insbesondere der für die allernächsten l'age in Aussich't stehenden Feier des 100jährigen (ler Besuch des Festes ein nicht niiithliclikeit der Stimmung stand im umgekehrten Verhältnisse' zu der- Zahl der Theilnehmer. und wohl keiner wird die «'estlicbkeit, bei der auch Terpsichore ihr volles,Recht'-ward,:"unbefriedigt verlassen haben. August Lamey-Loge ü Mannheim. Iu Folgendem teilen Inhalt unserer Sitzungen im Tel min Jiahnr Br. Expr. Dr_ Staadecker Beamten vor; der w. Präsident, uud der Loge Programm für die nächste "'Periode. Am 1".- Apr il mussten wir eine Trauerloge abhalten zu Ehren des ver: iturbeuen *Br. Leopohl Kahn. Br. Dr. 28', Oppenheim hielt die {ledächtnisrede. . Die Sitzung vom mit einer gründlichen Berathung

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