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Bericht der Großloge für Deutschland · 1903-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1903
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1903-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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- 8 - freiwillige, fachkundige Kiäfte bellen, die au. Ii dort bei dem hohen Kulturzustande «1er dortigen Gemeinde vorhanden shii düifteti. Keinesfalls dm fen diese 7 grossen Gemeinden ron der Ratinefe ausgeschlossen werden, denn sie missen da« Rickgrat, das «Vutrum aller Best rebangen bilden, von wo aas die ei forderliche Hülfe ..rganisirt und geleistet Werden inlsste. Soweit i 'h jetzt schon die Sachlage in Hessen über- -eii-n Kann, wird es sich hü.dist wahrscheinlich darum handeln, en.e gut organisirte Avsk utift- .und Arbeitsnachweis-Anstalt zu etalilireii. und dazu sind'die grossen (Gemeinden unbedingt «^forderlich) Doeli d*s behatte ich mir für einen späteren Aufsatz vor. um. nicht vorzugreifen und keine bestimmte Tendenz zu geben. Diese Leistung kann die Gro»].»ge ganz allein übernehmen, ohne ihre Finanzen'zn schwächen. Können die hessischen und We-tliehen Logen die: tatisti riehen Kräfte liefern, um so besser: wenn nicht, müs.eu wit "uns .schon an den hiesigen Veiein lür jüd. Statistik irendeu, der un> nur die Techniker abgiebt, welche selbstverstandlicli lach unserem Wünsche arbeiten sollen. Wir behalten die Leitung, die t'ontrolle, die Bearbeitung des Materials, die Schlus>t')'geiung. Räthscbläge et.-, in unseieii Händen und deuTTen gar nicht daran, nus in ein Fahrwassel drängen zu hissen, das uns ni< ht genehm i>t. Somit tällt uti.< am I - An gäbe zu* den Fragebogen aufzustellen, denn längt al!e> Weitere ab. Dieser muss nicht auf hessische Zu-';*nde allein Rücksicht nehmen, sondern er muss von vorn herein su allgemein gestaltet werden, dass ei die Gl für alle folgenden Enqueten bildet. Da» ist ein a Ertorderniss I des Vergleichs wegen und "um richtige. h alleiu davon indlage •ofntef giltige Schlüs ziehen zu können \Wuu jeder Landesthtil nac eigenen Anschauungen die Fragen entwerfen will, fehlt jeder Anhalt zu einer vergleicbsweisen Abschätzung, ei würde nur Verwirrung entstehen 'und Fehlschlüsse geben. Feh bin dabei, einen solchen Fragebogen zu entwerfen, von berufenen, untliehen Statistikern prüfen zu lassen und biu eiböiig, den feitig gestellten Fiagebogen an Brüder, die sich mit socialen Aufgaben beschäftigen, zur weiteren PrütuDg einzisenden, und ich -bitte den geschäitsfuhrenden Ausschnss die westlichen Logen zu ersuchen, mir geeignete BBr. namhaft zu •wehen, damit ich mit ihnen mich'fn Einvernehmen setzen kann. Mein Antrag gVbl al<o dahin: " f' - ' ■* Im Ein? erstindniss mit dem Vorschlafe des Br.PIotke möge die Grossloge die Euo-netisirung des Grussi.ei zogthums " Hessen auf eigene Kossen in Angriff nehnien. „Gedächtnisslogen". Von Expl. Br. Rechtsanwalt Bacher in Maglelurg. Zur i-tzten «-rrosslogensitzung hatte der Reprlsentant Br. Li cht enstein-Berlin, beantragt: «Die Logen des VIII. Distrikts sind zu vei^fliehten, alljährlich einmal, thunlichst au einem von de" (trossl'ige zu bestimmenden Tage, das Gedenken ihrer Todten feierlich zu legehen. Die Form," in der das zu gex hehen hat, ist den einzelnen Logen zu überlassen Dieser Antiag. so heisst es in dem offiziellen Bericht, w'nrde nach kurzer Debatte abgelehnt. Er kam am zweiten Verhandlungstage zur Berathung, ziemlich" zu allerletzt, zu einer Zeit, als die schon sehr gelichteten Reihen der Repräsentanten durch den Abgang der Mittagsschnellzüge noch mehr zusammenzuschmelzen drohten und die Zurückbleibenden wenig Neigung zeigten, diesen Antrag mit derjenigen Gründlichkeit zu berathen, deren er vielleicht werth gewesen wäre. Freilich hatte dieser Antrag gegenüber anderen zur Debatte gestellten „wichtigeren" einen , Nacht heil *: er war nicht mit inner Geldforderung verknüpft, er hatte einen rein idealen Zweck, er kostete gar nichtsf. Ks hätte nur einmal damit der Antiag auf Bewilligung von ein paar Hundert Mark verbunden sein sollen. 'welche Debatten hätte es dann gegeben! So aber? ..Nach kurzer Debatte abgelehnt!^ " l ud doch würde es sich verlohnen, dieseu Antrag und die darin zum Ausdruck kommende Tendenz einer näheren Betrachtung zu unterziehen und sie auf einer künftigen Grusslogeutagung eineut zur Berathung zu stellen. nicht am Ende, sondern am Anfang. Die Bruderliebe, welche einen Grundzug unserer Bestrebungen bildet, kann sich nicht nur auf den lebenden Bruder beschränken, sie kann sich nicht mit dem Tode des Bruders erschöpfen, kann nicht ihren Abschluss liuden mit der Theilnahme am Leichenbegänguiss. dem Hinab werfen von drei Handvoll Erde, einer ad hoc veranstalteten Trauerkoge uud dem Ein verzeichnen des Namens auf die — zwar in jeder Loge vorhandene, aber wenig und immer nur von Einzelnen beachtete, — Gedächtnisstafel. Die Bruderliebe * muss si<Ji auch tortsetzen über das Grab, hinaus. Wohl jeder Bruder hat in der Loge und durch die Loge eine Reihe von persönlichen Beziehungen angeknüpft, welche ihm ohne die Loge fremd geblieben wfl^n, eine Anzahl von Freundschaften geschlossen, welche ihn treiben, denen, mit welchen er im Leben die gleichen Ziele erstrebt, die gleichen Ideale verfolgt hat, auch nach ihrem Abscheiden fein dauerndes Gedenken zu bewahren, sich geistig mit ihnen noch verbunden fühlend. Diese Gefühle, die jeden Einzelnen beseelen, verlangen nach einem allgemeinen Ausdruck. Wenn wir in der praktischen Logenarbeit immer den Blick i nach vorwärts gerichtet haben, dapn drängt es uns auch, thin und wjeder zurückzublicken und sich dankbar derer zu erinnern, die an ihrem Theil — wenn auch an einem noch so bescheidenen — mitgewirkt haben, dass man s o weit gekommen ist, die an den. bisherigen Arbeiten, an dem bisherigen Streben sich betheiligt haben und deren Mitarbeit nur durch den Tod ein Ziel gesetzt worden ist. Einmal im Jahre sollte jede Loge Gelegenheit nehmen, diesem Gefühl durch eine „Gedächtnissloge" Ausdruck zu geben. Sie erfüllt damit nicht nur ein vielseitig empfundenes Verlangen der einzelnen Brüder, sie kommt nicht nur einem Gefühl der Pietät gegen die verstorbenen Brüder nach, sie hält auch die Ijeistungtm und Bestrebungen der vergangenen Geschlechter bei den zukünftigen lebendig. Bereits jetzt blickt der Orden auf eine zwanzigjährige Vergangenheit zurück^ Je länger je mehr werden sich die Generationen in den Logen erneuen, die jüngeren Brüder werden diejenigen nicht jmehr kennen, welche au der Begründung ihrer Loge mitgearbeitet' haben. Ist es da nicht

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