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Bericht der Großloge für Deutschland · 1903-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1903
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1903-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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I Sellien beim Mangel geeigneter Kräfte großen Schwierigkeiten begegnet, entstellt die Frage, i 1. ob diese Ewiuete sich auf das ganze'Deutschland erstreckt, oder nicht vielmehr auf einen kleineren Bezirk beschränkt werden soll ■>. ob die Grossloge selbst die Igkniuete veranstaltet, oder ob sie sich hierfür des statistischen Vereins bedienen soll; :! ob die Grossloge die Kosten allein decken, oder ob sie zur Deckung derselben auch andere < bgani sationen heranziehen soll. Zu Nu m mj er 1. Die Aufgabe, welche zu lösen st, geholt zu den wichtigsten Probleme^ des modernen 3udenthums. Sie betrifft ebenso das sociale Gebiet, wie ( as ethische. Kufziehen dürfte jsich die Grossloge der Arbe t nicht, auch wenn die selbe erhebliche Aufwendung«^ ertoidert. Sie gehölt eigentlich zu dem Arbeitsfeld unserer Vereinigung, die sich den Schwachen unserer (Gemeinschaft ganz besonders zu widmen hat. Ware aus Anla»s des Jubiläum* unserer Vereinigung in Deutschland ein Fond für diesen Zareck' geschalten womeo so hätte iuan die' Aufgabe in Grossem anfassen können. Da dies aber nicht möglich ist. und, der Aufwand au Ueldjvon der Grossluge nicht getragen werden kann, so empfiehlt es sich; die Thäfigkeit auf ein begrenztes Gebiet zu beschränken. Hierbei empfiehlt es sich einen Kayön auszusuchen, welcher politisch geschlossen, gesetzlich einheitlich geregelt ist und bei welchem das Bedürfnis* eines Eingreifens sich besonders geltend macht. Diese Verhältnisse liegen sämMtlich beim Ginsshetzogthnm Hessen vor. In dem Logentag der süddeutschen Logen wurde gerade von den hessischen Vereinigungen betont, wie wünschenswerth eine Mitwirkung | der Gesammtheit zur Besserung der Lage in den kleineren hessischen Gemeinden wärt. Es ist daher mit Sicherheit vorauszusetzen, dass die hessischen 'Logen (Mainz. Dannstadt und Worms) mit Freuden bereit sein weiden, sich in den Dienst der Sache zu stellen Ks sind in diesen Vereinigungen Männer vor banden, mit weitem Blick, mit energischer Kraft, und die geographisch naheliegenden Lugen (Frankfurt, Wiesbaden. Heidelberg. Mannheim) werden gewiss gerne bereit sein mitzuwirken. Dazu kommt, dass (£e Loge in Mannheim auf "diesem Gebiet socialer Thätigkeit1 bereits Erfahrungen besitzt und gerne diese Fi fahl Hilgen wir ■Verfügung stellen wird, als,, auch wm dieser Seite eii.e besondere Förderung des Werkes statt finden kann. Zu Frage 2. 1 Nach meiner Auffassung würde es gleichgültig seiu.1. ob die Grossloge die Kräfte, denen die Arbeit anvertraut werden solLj selbst auswählt.' oder ob sie sich hierfür des statistischen Vereins bedient. ' Bezüglich des letzteren ist zu bemerken, dass dieser Verein eine besondere Richtung hat, er betont das National-Jüdische; es wird deswegen zu erwägen sein, ob eine engere Verbindung mit diesem Verein die Loge nicht in eine Richtung drängen könnte, von welcher sich unsere Vereinigung stets frei zu halten gesucht hat. Es würde mir deswegen sympatbischer erscheinen, dass die Grosslöge selbst die Sache in der Hand behält. Selbstveiständlich ist damit nicht ausgeschlossen, dass aus diesem Verein eine.oder die andere Kraft für die Arbeit ausgewählt wild. — Vielleicht .dal er empfiehlt es SICH bei der .Aus sehen und die Mannheimer Li von diesen Logen die geeignet werden, die schon mit > den. traut sind, und für welche Schwierigkeiten machen würde. Zu Frage 3. Was die Kosten .anbetrifft' empfehlen, wenn die Thätigk^ t schränkt wird, die Kosten auf und anderweitige Vereinigung»]!!' Resultat erzielt* worden,•- >ind die Schäden klar gestellt.-die in Grossem für weite Kfeise sich für die Mithülfe leichter: heit . in den bestehenden verwenden, und es werden sjVh gewinnen lassen. Für die v o wähl besonders die drei hessi- 4g«b zu" befragen, es kannten Kräfte: namhaft gemacht 1 et'feffenden Verhältnissen \>>- die- Arbeit keine so g:o»e •er; dagegen, die möglichst im Stiften gehen sollte, ist gerade: die < und unserer Logen am besten , Aus Vorstehenden, ergebet Speziell mochte ich bitten. Angelegenheiten den. Präsiden! Herr Dt! Moses, zuzuziehen lieber Kitet für die sociale S.iclie nützen kinn. c le. Irl So wjld es ' sich wohl auf ein kleines Gebjet l»edie Gtosslöge zu übelnehmen ' ■*•;;■" '• V « — ■ nicht anzugehen. Ist ein djr Verhältnisse a iiigedeckt Erfordernisse eines Eukgreifeas sichtlich, gemacht, dann wird ie.gestfmmte deutsche Jtwfenössereji ,-'Vereinigungen mitauch die grosseren Gemeinden b.e r e3 t.e n d e Kinzelai beit ohne, i .ei äuscli vor sich rgat)is-aiion naserer Grosslöge geeignet.-- . Stell bereits meine Annage. zu den Berat Innigen ober diese einen der Loge in Mamille!; . d*sseii-Sachkunde und eindiing-' Fvfl ebiiiig-der .luden auch dieser, Br. Dr. Maretzki hat liier tu folgendes Referat erstattet hei neueste Vorschlag \"u Br. -FlutR« ist ein bei weitem eingeschränkterer. Aneh er sc treckt-davor /muck, der Gl lg« so 'bedeutende Kosten aufzu'erh geil. I >;***tHii empfiehlt er ein ganz bestimmt begrenztes. Gebiet-,-sfarisrischzu bearbeiten, und zwar \\ßs (irossherzogthr irrHessen, wo nach-'seiner ' Anficht es am meisten nothwendig yischeint. sich genaue Kenntnisse von dem >» >c fa I ei Lehm d*>r dortigen' Juden T. ' ■' ■ I ■ " . r , ■ \ zu verschaffen. Diesem Vor^ "ulag k-änii.- unbedenklich zugestimmt werden, dessen A uslii Iniölg - UV'bf erhebliche Kosten und nicht viel Zeit beanspruch -n dürfte.. Das. (ir-issherzogthutn Hessen,' zählt' bei 1 o:c | Ou Kinwohnel- 24.6 t»» Juden. In' 7 sr'iKser.eii - Städten .'Priedbeiü 4ÖÖ, Bingen ">.:2; Glessen 700, i Jftenbacb/. Woinis f 131; l'arnistadt -1 :i7:». Mainz. 4*Hbi,. womieii: \>UV.< Juden: die an-Ieren .vert heilen sich au'i (.htscliatfeii und zwar 29 bis 10 Seelen, 7« bis :'.0S:,' »:>7 bis 5Q S;, - 7i; bis 1U0 S. 20 l."»0 S.. 10 bis 200 S /•• ode*. : .bis .;^Ät;.S. 'Vertheilt man, diese 2MI Orte auf S Statistikera r> Mk. pro Tag. so lürfteii die Kosten der Erhebung'.auf*1ä!)0 Mark sich belaufen und '«0 Tage Zeit .erVirderjr, Indessen liegen die <>iischafteii so nahe au einander,'dassjnan, zumal im Sommer, bestem 2 — •"> Orte, an einem Tage aufnehmen kann, so dass dch die Sache noch billiger bellen, und geringere Zeit ifl Anspruch nehmen winde. . Dis MUitn' könnte tur die Bearbeitung verwendet werden. Auf Fol miliare und Druck-, sacheii werden 5<K) Mark zu Verwenden sein, so dass «Iiganze Enquete auf 2000 Malk zu stehen .käme, die wob! die (-iross'oge ohne- Bedenken ..üb'juelrmen kann. FtH^lie 7 grösseren Stäche werden die L »gen Hessens und die beiiaciibarten Logejn sicherlich.- dass m issje auch beansprucht wsnlan,

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