Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1903
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1903-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4864325-6028961-6074069--0485-4864662- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
voll grunaer Bedeutung fftV die Förderung und Erhaltung I ntei*es.«es am Logenleben, wenn durch solche Gedächtni* logeu iu der lebenden Generation das Wirken der verstorbenen Brüder wach gehalten wird? Mit der Zeit wird sich innerhalb der Loge auf diese Weise eine mündliche Ueberlieferung der Personalgeschichte bilden, deieu ideeliei Nutzen auf der Haud liegt. Und Wird es;nicht anspornend und fördernd auf die Hingabe des Einzelneu ao das Logen leben, auf seine aktive Betheiiiguug an den Logeuai Weitet wirken, weuu er weiss, das» dicht alles vergesseli' ist, wem sich der Erdhiigel über sein „irdisch Theil" wölbt, dass Vielmehr das Andenken an seine Leistungen bis in leine Geschlechter rege erhalten wird? Auch nach aussen hin - so wenig das als Hauptsache hingestellt werden soll wird .die Wirkung solcher Ge dächtnisslogen eine wohlthätige sein. Man wird von ihnen hören: die nächsten Augenöl igen werden es erfahren. daSe ausser ihnen, die naturgeinäss des Todten oft gedenken, auch noch andere dasind, welche, trotzdem sie nicht blutsverwandt mit dem Verstorbenen waren, sich doch durch den Bruderbund nah genug fühlen, seiner alljährlich iu Liene und wehmüthiger Erinnerung zu gedenken. Das wird gerade aut Fernstehende mächtig anziehend wiiken. Man könnte nun der Meiuung sein, dass das Abhalten solcher Gedächtnisslogen den einzelnen Logen, welche da» Bedürfuiss dauach fühlen, überlassen bleiheu könnte, dass jetzt schon jede Loge eine Gedächtnis*]. >ge abhatten konnte, so oft es ihr beliebte, und dass es daher eines Gro.sslogenbeschlusses hierfür nicht bedürfte. .'' Dass jede einzelne Loge auf eigene Paust so verfahren könnte, ist freilich richtig. Wer es aber bei solchem einzelnen Vorgehen bewenden lassen möchte, verzichtet aül ein Moment, welches bei dieser ganzen Krage mir sehr wesentlich zu sein scheint. Nicht nur eine hier und da eingeführtt l'ebung. sondern eine allgiemeiue Gepflogenheit müssen solche Gedächtnisslogeu sein. Allüberall muss die Erinnerung an die verstorbenen Brüder iu dieser.Weise gepflegt werden. Sowohl Brüder wie 'Außenstehende müssen wissen, dass * ■ solche Pietät ein AusÜuss unserer Bestrebungen ist, dass sie in den Rahmen unserer Bethätiguug überhaupt gehört, Auch in solchen allgemein eingeführten Gedächtnisslogeu mus> sicji — wie in so vielem anderem — das Solidaritätsgefühl der Brüder dokuinentireu. Dazu erscheint es freilich auch erforderlich, diese Gedächtnisslogen allerorts um dieselbe Zeit stattfinden zu lassen. Wenu eiu Bruder einen uahen Angehörigen oder eiuen intimen Freund, welcher einer anderen Loge augehörte.^durcli den Tod verlorenhat^ so wird es wohlthueud auf ihn wirken wenn er bei der Gedächtnisfeier in seiner Loge daran denken kann, dass um dieselbe Zeit auch seines Angehörigen., seines Freundes iu dessen Loge liebend gedacht wird, l ud füi alle Brüder wird das Bewasstseiu, dass um dieselbe Zeit, durch den ganzen Orden die gleiche pietätvolle Pflicht geübt wird, dass man sich mit allen Brüdern in dem gleichen Gefühl geistig verbunden wissen kann, erhebend und veredelnd wirken. Es ist dazu nicht gerade nöthig. dass die Gedächtnisslogeu an demselben Tage stattfinden. Das wüVde mit Rücksicht auf die verschiedenen Sitzuugstage der Logen und in Anbetracht der verschiedenen örtlichen Verhältnisse zu 9 _ Schwierigkeit™ fühlen. Ks w» Zeitabschnitt für solche (-JedäM bestimmt würde, Ich hielte id. Neujahr.- und «lern. Veisöhnlingsfesft — die lo Busstaye hierfür tür sehr geeignet'. I -{etrachiungen besonders zugänglich-und viele, die sonst v.,„ religiöser Betätigung sich fern sich in eine gew iss'e i11e-v<.JIr-sttijninu»{? für eine Gedächtuissfoge -ve rstrt-zi. fn huss eine jede Loge, taljs 's e'"sich ';übw-hanpt ■allwöchentich leisaintn.lt'. eine ordentlicheSitzung abhalten, die lann zu einet Gedäcbtfiisslögtf insofern, wäre diese Zeit jrüiisf grossen . Sommerpause >iUr' 'ei lige - Ai beitssitzungen statt die .'"autiresanimelteil gesehäfteiledjgr. der Plan für die nie neiiugunX Wenn d»rs»-!u-' "tnissfogeli ein für alle Mal B.Air Zeit zwischen dem m diese. Zeit sind wir ernsten halten, fühlen in dieser Zeit der beste Boden diesen 10 Tagen auszugestalten wäre. Auch g, afs nacji Beendigung der gefunden haben, in. denselbenliehen Angelegenheiten -haben Wiuteia'beit hat aufgestellt-w-i^leii können und sodann die K.iiniieiung an die \>rstoibene t .Biüdeiut|,| dereu Wirken ein würdige Einleitungzüni. re^ergang-auf"die Arbeiten der 'Gegenwart bilden wird. . . -. f , ' -f>; _ w l»i" ftrawd Ausgestaltung -ejiwr solchen Gedächtnissi'oge mag .zunäenstdai einzelnen Logen.''überlassen bleiben. Sollte sich im Laute der Zeit :ein Bedütthiss nach einem? testen Ritual geltend macheji. io -mag mau; es. dann'schaffen. Trotz der Ablehnung dej vLiditensteinsche'n Antrages durch, die Grossloge von 11102| wjid' zur nächsten Grossloge der. Antrag wieder •aufgeivömnleu". we'r.leü.'- Ich stelle die Krage zur Discussion: vielieidit ist aus dir'zu entnehmen, ob ^ler Antrag das nächste Mai Vjit besseres Koos ha', als ..nach kurzer Debatte a'bgelehhjt/u Werden.-' Bericht über die Installation , . der Saar/Loge- { "Von Hr. Kxpr. Rechtsanwalt ' E'u g c n ' B e e r . Manchen '■ Am 7'. Dezember lyQ:! fand in .St, Johann an der Saar iie Installation der Saar-Loge ,-statt. bei welcher 08 Herren aus St. .Johann-Saarbrücken -.und Umgebung, darunter 7 Herren aus dem in der 'angrenzenden Bayerischen Rheinpfalz gelegenen St. Ingbert' dem Orden zugeführt wurden. Zu diesem Feste hatten;s;ch etwa 30 Delegierte eingefunden, eine zwar nicht allziigrosse, bei der herrschenden Kälte aber immerhin ganz annehmbare Anzahl. Ob es sich vielleicht für künftige Fälle, empfiehlt. Installationen, von Ausnahmen abgesehen, nur irti Spätherbst oder im Frühjahr vorzunehmen .' Zu unserm -und wohl auch ihrem Bedauern war es dem hochv. Grossprä'si'd-enten. Br.- Justizrath Timendorfer, dem Vizepräsidenten ..-Br. Ad. Mayer und dem Br. Grosssekretär D. Wold leider . nicht möglich.' zu kommen. f...T1*'-,^' '• Der I. Vizepräsident der hochw. Grossloge Kr. J<-sef Wisloch berief die BBr. Joajchim Berlin,. Beer München. Dr. Jeselsohn Mannheim. . Dr.. Seiig Worms, Dr, Blau Frankfurt. Siegmuhd Loeb Trier und -Schlesinger Frankfurt in den Beamtenrath, liess die Kandidaten durch die BBr. Schlesinger Frankfurt und Siegmund ReU Mannheim vor den Stuhl des Präsidenten führen und verbreitete sich in eindrucksvoller Rede über' jdie Zwecke * und Ziele des Ordens. Die Kandidaten gab^n dern Wünsche, Mitglieder des Ordens zu werden, Ausdluek und wurden hierauf in