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Bericht der Großloge für Deutschland · 1901-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1901
Issue
Nr. 3 - März
Date
1901-03-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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der betreffenden Installation durch alle Beamte der Grossloge und Vertreter aller Schwesterlogen eine 'hohe Bedeutung und außergewöhnlichen Glanz zu verleihen, der grossen Freude gebührenden_Ausdruck zu 'geben. Diese Aussicht ist sicher, und es ist nur zu billigen und zu wünschen, dass es in würdiger, erhebender Weise geschieht. Indessen Feste kommen und vergehen. Wohl erinnert man sich dessen noch eine ganze Zeit, aber mit der Zeit schwindet auch der Eindruck, um von einer folgenden, nicht minder schönen Festlichkeit abgelöst zu werden. Nun wird man mir ohne Weiteres zugeben, dass der 50. Logen-Installation eine höhere Bedeutung zukommt, dass sie einen denkwürdigen Markstein in unserem Distrikt bilden soll. Da kann es nicht Wunder nehmen, wenn der Gedanke aufgetaucht ist, hierfür etwas zu schaffen, was in dauernder Erinnerung bleiben soll. ' Man könnte, veranlassen, eine Stiftung für einen ganz bestimmten Zweck zu gründen. Sicherlich eine gute, den Ordenszwecken ganz entsprechende Idee! Und wenn diese beabsichtigte Idee verwirklicht werden soll, müsste eine solche Stiftung hoch dotirt sein, vielleicht der Zahl 50 entsprechend mit 50 000 Mark bemessen sein. Allein unsere Grosslogen- Kasse verfügt über so bedeutende Mittel nicht, dass sie eine solche Summe abzweigen könnte, und ich zweifle, Öb es richtig ist, die Opferwilligkeit der Brüder so hoch anzuspannen, um eine«, so grosse Summe zusammenzubringen. Man mass also davon Abstand nehmen. Ein anderer Plan ist, eine Festschrift herauszugeben jn welcher die Ordensziele, Bestrebungen, Ergebnisse und Leistungen in angemessener Weise geschildert werden. Diese Arbeit soll nicht von einem Mitgliede allein geleistet werden,, vielmehr sollen sich viele BBr. daran betheiligen. Und_wir haben^glücklicherweise eine grosse Anzahl geistig hochstehender Männer unter uns, die ein warmes, verständnissvolles Interesse für ^unseren Orden haben ^und die Fähigkeit besitzen,' gewandt und in edler Sprache das Ordensleben, sein Wesen und die Thätigkeit in ihm zu schildern. Diese geplante Festschrift soll in .mehrere Kapitel zeriallen.^1. Logenbesuch. 2. Logenarbeit . und -Wesen. 3. Leitende Gedanken ethischer und sozialer Natur im Orden. 4. Die erziehliche Arbeit. 5. Die Frauen und der Orden. 6. Die Wohlfahrtsbestrebungen. 7. Die geistige Fortbildung. 8. Die Geselligkeit. 9. Der Orden und ^das Judenthum. 10. Die Ausbreitung des Ordens in Deutschland, Art und Weise, Mittel, Personen historisch und kritisch beleuchtet, u Der < )rden in anderen Ländern. 12. Leistungen des Ordens. Damit sollen die Themen nicht endgiltig abgeschlossen sein; es steht^ im Belieben der Gen.-Com. zu ändern, hinzuzufügen oder wegzulassen.Freilich besteht der Wunsch, .dass jedes Thema einen anderen Verfasser haben soll. Vj.Es hat das den unschätzbaren Vortheil, dem Leser den Reiz der Abwechselung zu gewähren, wenn jeder Verfasser seine eigenen Ansichten in dieser Festschrift niederlegt. Wenn Einer allein die gesammten Kapitel bearbeitet, ist es ganz natürlich, dass er dem Werke den Stempel seiner persönlichen Auffassung aufdrückt und leicht einseitig in der Beurtheilung wird. Viel schöner und erfolgreicher ist es, wenn den Lesern die Gelegenheit geboten wird, das geistige Niveau des Ordens in seinen BBr. zu erkennen. Und wahrlich, wir brauchen vor keiner anderen Gemeinschaft zurückzustehen.. .Andererseits könnte eine solche Festschrift den Zweck der Propaganda in der denkbar besten Weise erfüllen. Der Bericht, den ich seiner Zeit bei dem Besuch unseres verehrten Br. B i e ii gegeben habe, genügt meiner Ansicht nach nicht mehr. Es ist seitdem sehr Vieles hinzugekommen/ das der Erwähnung wefth ist, unsere Aufgaben haben an Ausdehnung gewonnen^ es ist manches Neue geschaffen worden, die Ziele sind in mancher Beziehung höher gestellt worden, das Gebiet der Ordehsthätigkeit ist umfassender geworden: — Dabei braucht die Festschrift keinen grossen Umfang anzunehmen, die einzelnen Kapitel brauchen keine' 4angathmigen Abhandlungen zu bringen, sie können bei knapper Form Alles enthalten, was für Uns und die Aussenstehertden wissenswerth ist. Demgemäss dürfen auch die Kosten nicht bedeutend sein. Ich stelle mir vor, dass die Festschrift höchstens 6 Druckbogen umfassen soll, und würde bei einer Auflage vonöOOO Exemplaren bei bestem Papier und Druck ohne^Ttnbänd 625 Mk kosten.'—, Nach Rücksprache mit einigen BBr. hat die Idee der Festschrift Anklang bei ihnen gefunden, uojd haben sfich einzelne BBr. zur Verfügung gestellt.;Einige BBr. haben ihre Mitarbeit zugesagt. Selbstverständlich wiir ich, mitthun, aber es müssen noch andere geeignete Brüder gewonnen werden, und ich lege besonderen Werth darauf, dass sich Brüder aus West- und Suddeutschland an der Arbeit betheiligen. •'■ * : ' So könnte das Werk ein getreues Abbild nicht nur der Einigkeit in unserm Orden darstellen, sondern auch der Zusammenarbeit, der Gemeinsamkeit der Ideen. Die innige Zusammengehörigkeif würde glänzend in die Erscheinung treten, uns eine Bürgschaft für den Zusammenhalt für alle Zukunft gewähren und nicht zum mindesten uns in der Achtung und Wertschätzung der gesammten Judenheit erhöhen. .. Brüderlichkeit. Von Waiseuhausdirektor K a t z - Rybnik. Mit Absicht wähle iclt nielit das Wort „Bruderliebe*, denn dieses Wort begreift etwas ganz" Anderes in sich, etwas, das in so weiter Ferne Hegt,-flass es-schier unmöglich scheint, jemals zu ihm zu gelangen... Unter ^Brüderlichkeithingegen will ich so viel wie Zusammengehörigkeit verstehen und zwar eine Zusammengehörigkeit auf einer herzlicheren, innigeren Grundlage, als man gemeinhin unter Zusammengehörigkeit, zu einem Vergnügungsvereine etc. annimmt. Ob diese Brüderlichkeit unter uns in dem Grade besteht, wie es zu erwarten oder zu wünsehtni »St.? Mit-der Offenheit, wie sie unter Brüdern herrschen, soll,'- muss ich sagen, dass ich das bezweifele.' I nd. .in diesem Mangel erblicke icli einen Grund lür den geringen Besuch unserer Logen, sowie für den hier und da int.ra et extra .muros sieh zeigendeu Nachlass der Begeisterung für unser«. Orden. Wohl weiss ich, dass ich. hier stwas ausspreche, worüber mancher Begeisternngsfähige — „Schwärmerneunen es die über Alles Erhabenen — den Köpf schüttelt. Iudess ich habe eine Fülle von Beweisen aus den verschiedensten Gegenden unseres Vaterlandes gesammelt, die mich verpflichten, Gebrauch davon zu machen.

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