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Bericht der Großloge für Deutschland · 1899-05-01 · Nr. 4 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1899
Issue
Nr. 4 - Mai
Date
1899-05-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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mühungen nnseres Schatzmeisters Br. Bergel und des Vice- Präs Br. Cronbach-Stettiu zu danken. H Zu Mitgliedern des Comites zur Prüfung der Repräsentanten-Wahlen sind die BBr Ad. Mayer, Dr. Wolff und Bergel berufen worden. Die Rhenus - Loge macht Mittheitang darüber, däss ihrem Mitgliede Br: Adolph Strauss in Wiesbaden beim Besuch auswärtiger Logen Schwierigkeiten bereitet werden, weil im Logenadressbüch sein Name versehendlich fehlt. Demgegenüber konstatiren wir, dass Br Adolph Strauss vollberechtigtes Mitglied der Rhenus-Loge ist. . Die Eger-Loge hatte zum Präsidenten für den jetzigen Termin Ex-Präs. Br. F r ä n k e 1 gewählt, derselbe ist jedoch krankheitshalber zurückgetreten und hat Ex-Präs. Br. Benno Weiss wieder das Präsidium übernommen, sodass an Letzteren Zuschriften' für die Eger-Loge zu richten sind. Das Logen-Verzeichniss ist ferner wie folgt abzuändern: Zion-Loge: Göthestr. 401 —,G. Heinemann I, Louisenstr. i,j Märkische Loge:!> Uhr — S. Floersheim, Elisabethstr. 15. Aus den Logen des VIII. Distrikts. Berthold Auerbach-Loge in Berlin. In unserer Loge entwickelte sich im I. Quartal dieses Jahres eine recht lebhafte und wirksame Thätigkeit, welche auch in einem zahlreichen, sich steigernden Besuch ihren Ausdruck fand. Referate, wie das des Expr&s. Br. Märetzki über die durch uusern würd. Präs. Br. Kreslawsky angeregte und bereits in Wirksamkeit gestellte Wochenpflege armer jüdischer Wöchnerinnen, sowie der Bericht des Br. Expräs. Rosenstiel über den Arbeitsnachweis, begründet von den Berliner Logen U. O. B. B., landen allseitiges Iuteresse und führten einen lebhaften Meinungsaustausch herbei. Zu einer grossen Festloge gestaltete sich die Sitzung am 20. März, in welcher 19, Kandidaten eingeführt wurden. Mit einer ungewöhnlich grossen Anzahl unserer Mitglieder waren auch die Brüder der hiesigen Schwesterlogen zahlreich erschienen, Hamburg und Breslau hatten die BBr. Präs. Bing und Expr. Laqueur enteendet. Die Einführung gestaltete sich zu einer wahrhalt erhebenden Feier, sowohl in Folge der scharf durchdachten, wohlgelormten freien Einführungsrede unseres würd. Präs. Br. Kreslawsky, als auch durch die folgenden inhaltreichen Ansprachen des hochw. Gr.-Präs. Br. Timendorler und der anderen Delegirten. . Zum Schluss des Abends fand unter allgemeiner Betheiligung ein Brudermahl statt, welches die Brüder in schönster Harmonie bis zur Mitternachtetunde vereinigte. Die Wahlen unsrer Beamten für den neuen Termin ergaben das erfreuliche Resultat der einstimmigen Wiederwahl des so oft schon bewährten Beamtenkörpers. Im Januar vereinigte ein II. Winterfest unsere Brüder mit deren Familien. Die wohlgelungenen Arrangements des (Jomites fanden den ungeteilten Beifall der zahlreich Erschienenen. Mit unsern hiesigen Schwesterlogen vereint hörten wir noch folgende 3 Vorträge: Im Januar: Vortrag des Br. Dr. Rosenthal aus Preuss. Staigard über: „Jehuda Halevy und Walther v. d. Vogelweide"; im Februar: Br. Dr. Freudenfhal aus Dessau über: rFrair Glückl"; * ' - im März: Br. Maximilian Stein über..'. rJohannes der Täufer . '•'* - im Drama und in der Geschichte*4; , " , Ein nach vielen Hunderten zählendes Auditorium, 'nur aus unsern Brüdern und deren Familien bestehend, folgte den jedesmaligen lehrreichen und interessanten 'Ausführungen der. bedeutsamen Hedner. Ein geselliger Theü schloss sich jedem Vortrage an und vereinigte 'die.Anwesenden in »waagloser, fröhlicher Stimmung. Mit frottier Zuversicht gehen wir an den weiteren Ausbau unserer Loge und erhoffen auch fernere gute Erfolge. .'" Victoria-Loge in Görlitz. Zur Weihe der unseren verstorbenen Brüdern gewidmeten. GedächbnissrTafel hielt unser Br. Dr. Freund folgende Ansprache:; r' Werthe Brüder: . Die Natur, der grosse Lehrmeister, gross auch in ihrem Schweigen, sie liegt jetzt starr gefesselt" in den Banden des Todes. Der grosse Zwingherr,. Tod, * er hat die Blumen gebrochen, au deuen unser Auge sioh^ergötzfe, er hat die Hlüthen geknickt, die ihrer .Entfaltung Motten, und daran nicht genug, greift er willenlos auch hinein in die trauten Stätten unserer Hauses und unsererHerzen, um die Baude zu'lösen, die, wie wir glaubten, unlöslich geknüpft sind. So spricht, so mahnt uns Alles immer wieder an den. l'nbestand, an die Hinfälligkeit, alles" Irdischen, aber auch nur alles Irdischen, d_ass,*Was an uns von Staub und Erde ist; was aber mit dem Geist und für den Geist gewirkt,' das ist ewig, an das wagt keine 'der das Irdische* zerstörenden Mächte sich heran mit ihrerGewalt. Und darin liegtunter den Schmerzen, die der Allbezwingei', Todf uns bereitet, ein erquickender Trost. ' . Wie draussen die Natur; jet2t dem erwärmenden Licht entgegengeht, und das ewige Leben unter der Scholle sich zu regen beginnt, das, der Erde entstiegen, mit mildem Frülilingshauch uns wieder grüssfeu wird, s<» kann, was auch Alles der Zerstörung anheimfällt, das Geistesleben nicht vernichtet werden, das ist - befruchtend; und immer neues Leben weckend in den zu innerlichem Wachst hum berufeneu Geist der Menschheit übergegangen. - Und darum, weil, was mit deni'< Seiste und für den Geist schafft, nicht untergeht, darum: hat die Victoria-Loge beschlossen, das Andenken an unsere heimgegangenen Brüder, die mit uns im Geiste gewirkt haben, auch in unseren, iu den Herzen der l'eberlebeuden, lebendig zü"erhalten. „Alles, was stirbt, hinterlässt eine Spur seines Lebens; wenn der Luft hauch' verweht ist im Himmelsraume, so zittern die: Blätter :noch,. die er geküsst hat." Mag das"*Menschenleben nach dem Worte der Schrift ..nicht mehr sein „'als ein Hauch, den der Wind verweht": aber was" der Geist erstrebt, war durch Liebe ausgesäet, das verweht kein Hauch und kein Sturm. Sie, die aus. diesem Kreise geschieden, sie haben ihre Spuren unverwischbar zurückgelassen in den Herzen Derer, die in1 inniger Liebe nrit ihnen verbünden gewesen, an deren Seite sie längere oder kürzere Zeit gewandelt, die sie mit ihrem Dasein beglückt' und beseligt haben. Aber auch in unserer Mitte sollen ihre Spuren ünverwischt bleiben; der Staub des Marktes und der Strasse, der draussen die Spuren

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