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Bericht der Großloge für Deutschland · 1898-12-01 · Nr. 9 - Dezember II · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1898
Issue
Nr. 9 - Dezember II
Date
1898-12-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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teil iein;lieder mit der Thätigleit desselben werden, desto und seinen Bestrebungen sie an dem, was ihnen er den 97 — an diesen Berichten gehoben werden, weil Jeder gerne wissen möchte, was im ihm nahestehenden Kreise vorgeht Solche Referate und Berichte würden, wenn sie sich regelmässig wiederholen und sachlich abgefasst sind, gewiss Interesse der BBr. in hohem Grade in Anspruch nehmen fnd könnten daher ein ständiger Programmpunkt werden. , In gleicher Weise sollen etwa Referate über Tagungen von. Grosslogensitzungen und die inj denselben stattgehal Berathungen und Eröterungen, in so weit sie nicht interner Natur sind, erstittet und) zum Gegenstände eüier Diskussion gemacht werden. Je vertrauter die einzelnen Mit des Ordens und der einzelnen Theil befreundeter werden sie mit dem Orde j und desto mehr Interesse gewinne von dieser Thätigkeit berichtet wir« In gleicher Weise können die iö unseren Konferenzen statteten Referate im Auszuge oder im Ganzen sammt Hauptzügen der sich anschliessenden Debatte den einzelnen Logen behufs eventueller Benutzung mitgetheilt werden Präsident einer jeden Vereinigung soll dafür sorgen, diass zeitweilig Br. derselben oder etwa einer anderen Vereinigung Vorträge über interessante Themata in den Logen halten und über diese Vorträge in den Logensitzungen eine Dis kussion eröffnet werde." * Hierbei soll ihm das in jeder Vereinigung bestehe ide Comite für geistige Fortbildung dahin" behilflich sein, flas Thema des Vortrags festzustellen und zu prüfeu. Diese Vorträge haben einen doppelten Zweck, sie belehren die Zuhörer, regen sie an Und gestalten den Logen- Abend zu einem interessanten, sie üben aber auch einen wohltätigen Eintiuss auf die Vortragenden selbst und solche, die Vorträge zu halten bestrebt sind, weil sie ihnen die Anregung zu einem, tieferen Studium oft zu einer sonst nicht geübten Gymnastik des Geistes geben. Wenn es aber auch etwa BBr. nicht immer möglich ist, vollständige, ein ganzes Thema umfassende Vorträge zu halten, zu deren Vorbereitung ein grösserer Zeitaufwand not Ii wendig ist, so könnten doch immerhin etwa neue interessante 3rscheinungen auf dem Gebiete der Kunst, der Litteratur und der Wissenschaft in kurzen Referaten besprochen und diskutirt werden und so deren Behandlung dem Verständnisse der Mitglieder vermittelt werden. ,... i Eine solche Thätigkeitliegt einerseits in unserem Wirkungskreise, weil sie geeignet ist, das geistige Niveau unserer Mitglieder zu heben, andererseits ist sie gewiss geeignet, las Interesse in unseren Sitzungen in hohem Maasse zu erhöben. Es ist übrigens der § 9 der üblichen Tagesordnung „Besprechung von Gegenständen, die das Interesse der Vereinigung betreffen" so weit umschrieben, dass in demselben Platz bleibt für die Erörterung aller Tagesfragen, die das Judenthüm betreffen und dass immerhin damit ein breites Feld der Diskussion über eventuelle Anregungen gegeben erscheint. Die voi-stehenden Andeutungen sind selbstverständlich ganz allgemeiner Natur und können so ziemlich bei allen Vereinigungen Berücksichtigung finden; in wie ferne bei den einzelnen Vereinigungen andere Verhältnis.«« vorherrschen, iie andere Massnahmen erheischen, ist es hauptsächlich Pflicht und Sorge des betreffenden Präsidenten, für ein entsprechendes zweckdienliches und interessantes Arbeitsprogramm zu .sorgen." Der Referent betont, dass er in seinem Referat mehr oder weniger dasselbe behandelt habe,; was auf der Konferenz zu Dresden Ausdruck gefunden. Da aber die meisten der dort geäusserten Wünsche und Anschauungen bis jetzt unerfüllt geblieben, glaube er, berechtigt zu sein, dieselben Forderungen zu stellen. « ... ' Dr. Maretaki. Viele?,, was Stein vorschlägt,, wird im 8. Distrikt bereits geübt. Den Gesellschaftsanzug für den Besuch der Loge vorzusehreiben, dürfte .Sich nicht überall empfehlen, weil dadurch mancher Brudei\ vom Besuch der Loge abgehalten wäre, indess eine Besserung auf diesem Gebiet müsse da, wo Brüder in grauen etc Anzügen erscheinen, zweifellos angestrebt werden.- TJeber das1 Ordensorgan bringt da? Referat nichts, doch sei es wesentlich' zu betonen, dass die | Logen verpflichtet seien , -r im Oi densorgan über ihre Wirksamkeit in materieller -Weise, möglichst allmonatlich zu belichten, vielleicht durch eine ständige Commission. Auch was» in anderen Distrikten geschehe, müsste aus dem Organ ersichtlich sein. Den grösstep Werth legt Redner aut die Besetzung des Präsidenten- und.Sekretär-Amtes mit richtigen Personen. _/ Timendorfer, der die zur^Verlmudlung stehende Frage für wichtiger als" die Frage der äusseren Propaganda hält, giebt zu, dass jeder Punkt des. Referats ven Bedeutung und annehmbar ist, wenngleich neue Gesichtspunkte nicht beigebracht wurden. Zur Frage des Logenanzuges theilt Redner die Ansichten Märetzki; wir im 8. Distrikt werden uns zufrieden geben, wenn die BBr; im Gesellschaftsrock zu den Sitzungen erscheinen* wenhgleich er gern gestehe, dass eine Gesellschaft durchweg imFrack'eti, einen sehr würdigen und erhebenden Eindruck macht. .Bei uns sei ein feststehendes Ritual beschlossen wordefi, weil sonst Anschauungen entwickelt werden könnten, die sich mit den -Tendenzen des Ordens nicht vereinen, dagegen wurde am Schlüsse des Rituals dem Präs. Spielraum gelassen, eine freie'feede au die Kandidaten zu richten. Den Logen des 8.'.Distrikts ist es bereits zur Pflicht gemacht worden, monatlich zu belichten. Zu Präsidenten' dürfen nur geeignete Bruder gewählt werden, nur die Befähigung, geeint mit achtbarer Lebensstellung, und. nicht die Oonnivenz darf bei der Wahl der Präsidenten den Ausschlag geben, da- J gegen wäre es falsch, dem Präs. alles aufzulegen. Den Brüdern muss zum Bewusstsein gebracht werden, dass sie durch häufigen Besuch der Logen sich selbst am meisten dienen, weil der Logenbesuch ' eine ethische Bedeutung hat, durch ihn wird unser Charakter empfänglich gemacht für das Gute. . ' . . . . * :. - .-•;\; ' '- ■ , Wisloch: Das Referat sagt uns wohl was wir zu fhun haben, nicht aber auch was wir lassen sollen. Für die gedeihliche Logenarbeit sei es unbedingt erforderlich, dass die Gegenstände, die zur Verhandlung kommen, vorbereitet werden, damit sie dem Charakter lind der Würde derLoge entsprechen. Nebensächliches söllte, vom Beamtenrath erledigt* von der. Loge ferngehalten werden; jeder Bruder, der zu Punkt 10 etwas anregen will, müsste gehalten sein, unter Angabe des Gegenstandes möglichst den Präsidenten vorher davon zu verständigen. De? Fragekasten habe in der Frankfuit-Loge vielen Nutzen gestiftet, auch werden dort geeignete Brüder zur Haltung, ven Vorträgein bestimmt.

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