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Bericht der Großloge für Deutschland · 1898-12-01 · Nr. 8 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1898
Issue
Nr. 8 - Dezember
Date
1898-12-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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91 — wird berichtet; besitzt den Bildungsgrad, der ihn befähigt, den Kern zu erfassen. Es wird betont, dass die ganze Art und Handhabung der Ordensangelegenheiten vereinfacht werden müsse. Dieses werde die erste Aufgabe des Distrikts sein, denn man geht dort von der Auffassung aus, dass die Loge für Erwachsene das ist, was die Schule für das Kind bedeutet, in der man schrittweise vorwärts kommt. Zwei Logen mussten, da deren Mitglieder nicht das erforderliche Niveau einnahmen, aufgelöst werden; dagegen entwickelt sich 'das Waisenhaus zu Atlanta stetig und blühend weiter, zumal jetzt die Baronin v. Hirsch einen namhaften Beitrag dazu leistet. Distrikt VI. (Chicago.) Hier sieht man das erfreuliche Beispiel, dass alte Veteranen des Ordens, wie BBr. Henry Greenebaum und Adolph Moses, wieder in die ersten Reihen der Kämpfer für die Ordenssache treten. Die alte, treue Garde wankt nicht von der Fahne und immer neubelebend wirkt ihr Beispiel auf die jüngere Generalion. * Als Propaganda für den Orden werden hier öffentliche Soireen abgehalten, in denen die namhaftesten Künstler mitwirken. Der Erfolg beweist, wie richtig dieses Mittel gewählt worden ist, denn ein solcher Abend schafft nicht nur neue Mitglieder, sondern festigt auch die alten. Wohl hierauf allein dürfte der Erfolg zurückzuführen sein, dass die neue Hamilton-Loge gegründet werden konnte. Das Gesammtbild dieses Distrikts ist sehr erfreulich. Distrikt VIL (Memphis.} Von zielbewussterThätigkeit zeugt dieser Distrikt. Er zählt im Ganzeh 2418 Brüder. Hier findet man die Einrichtung der Jugend-Hülfslogen, deren Mitglieder schon unter 21 Jahren in den Orden eintreten können, wenn sie sich die Befähigung dazu erworben haben. * Die Grossloge dieses Distrikts hat nämlich an die reifere Jugend eitjen Aufruf zur Einreichung von Aufsätzen über die Ordensidee erlassen und werden die besten Arbeiten prämiirt. Vier solcher Arbeiten sind prämiirt und deren Verfasser in den Orden aufgenommen worden. (Die Berichte der anderen Distrikte durften wohl in der folgenden Nummer der Menorah veröffentlicht werden.) Aus den Logen des VIII. Distrikts. Fraternitas-Loge in Dresden. In unserer Loge herrscht ein reges Leben, die Sitzungen sind gut besucht, auch haben wir öfters die Freude, liebe Brüder aus den Schwesterlogen bei uns begrüssen zu können. Im Laufe der Betzen Monate wurden 7 Brüder aufgenommen, hingegen beklagen wir tief den Verlust unseres lieben Br. Jacob Landsberger, den uns der Tod am 2g. September entrissen hat < Wir sandten im verflossenen Sommer 27 Kinder in Feriencolonien, was einen Kostenaufwand von 1860,35 Mk. verursachte. Wohlthähgkeit bethätigten wir dureh Gewährung von Beiträgen an die Isr. Erziehungsanstalt in Ahlem, an den Verein „Liwjath Chen" in Breslau, an das Isr. Kurhospital in Golberg, an die Solidaritas-Loge in Krakau für die nothleidenden Glaubensgenossen in Galizien, "an den Verein zur Förderung der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands zu Berlin. Unser Stiftungen-Fonds hat sich .um 1200 Mk. erhöht, welcher Betrag von einem unserer Mitglieder eingezahlt ■wurde, wofür laut unseren neuen statutarischen Bestimmungen nach dessen dereinstigem Ableben sein Name mit Geburts¬ und Todestag als „Immerwährendes Mitglied" in den jeweilig erscheinenden Mitgliederlisten unser Loge und in den Logen- Adressbüchern aufgeführt werderi wird. (Hoffentlich findet dieses Yorkommniss Nachahmung auch -in anderen Logen, was uns freuen würde.) An einem unserer Discussionsabende hielt Br. Max Golde einen sehr beifällig aufgenommenen kurzen Vortrag über „Wichtige Strömungen im modernen Zeitgeiste.". Am 26. d. M. hörten wir -einen hochinteressanten Vortrag von Herrn Schriftsteller Karl' Emil Franzos aus Berlin, welcher vor einigen Jahren schon einmal bei uns vortrug, über „Auerbach, Bernslein und Kompert"; dem Vortrage schloss sich ein Familienabehd an. Zu Ehren des 70. Geburtstages und des 25 jährigen Regierungs-Jubiläums Sr. Majestät des Königs Albert von Sachsen hielten wir am 25. 4. -'im* festlich geschmückten Logensaale eine Festloge ab, . welche mit einer feierlichen Ansprache des würd. Präsidenten Br. Frankel eingeleitet wurde und in welcher Br. Rabbiner Dr. Winter die Festt ■ „• ' - rede hielt. 1 Zum 10. Stiftungsfeste der würd., Victoria - Loge zu Görlitz delegirten wir die Br. Br.'pröt. Secretär Bergmann^ Marschall Dr. Cohn und Sally Hitschfeld, während als Delegirle zur Einweihung des neuen Logenhauses der Lessing- Loge zu Breslau Expräs. Bf. Louis Schlesinger und Br. Secr. Bergmann erwählt würden; in Folge plötzlicher Verhinderung des Erstgenannten wai unser Loge nur durch Br. Bergmann vertreten. Zwei unserer Brüder nahmen an der Festlichkeit theil, die im Juli d. J. im Seebade (Dolberg von Brüdern aus verschiedenen Logen in trefflic ister Weise veranstaltet worden war. In unseren letzten Sitzungen änderung unserer Nebengesetze, die Frage, wegen Beschaffung eines grösseren. Logen lokales, die Bereicherung unserer Bibliothek, die Djscussion über ein von Br. Marschall" Dr. Cohn erstattetes Referat übt r-den letzten Grosslogen- Mönatsbericht, sowie das Programm für die bevorstehende Wintersaison, t Zion-Loge in Hannover. Unsere Oktober-Sitzungen wurden hauptsächlich ausgefüllt durch" interne Angelegenheiten, z. ß. Besprechung .über eine am J7. November abzuhaltende Festlichkeit und eine besondere Ehrung für den Br. Landrabbiner Dr. Gronemann anlässlich seiner Silber- Hochzeit, die unter allgemeiner .Theilnahme' in herzerbebender und schöner Weise" am 5. November, gefeiert wurde. Die Loge widmete dem verehrten'Bruder ein,en kunstvoll gearbeiteten Thora-Schrank nebst heirlichem Vorhang und eine von dem Br. Expr. Dr. Bergmann in schöner hochpoetischer Sprache verfasste Adresse. Alles wurde dem Silber* Paare am Vorabend durch die fungirenden„Beamten in feierlichster Weise überreicht und hat den Jubilaren sichtlich grosse Freude bereitet. ' :| In besonders eingehender "Wpise. beschäftigte man sich mit einem im Organ der Freimaurerei „Die Bauhütte* «erbeschäftigte uns die Ab-

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