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Bericht der Großloge für Deutschland · 1896-10-01 · Oktober · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1896
Issue
Oktober
Date
1896-10-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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— 62 wieviel giltige Stimmen jeder CandTdat auf sich ver einigt hat. . i Diejenigen"Candidaten, welche die höchste Stimmen zahl erreicht haben, sind in der; der Loge zustehenden Anzahl als Repräsentanten gewählt; diejenigen Candi daten, welche demnächst die meisten Stimmen erhalten haben, sind in der gleichen Anzahl als Stellvertreter gewählt. Bei -gleicher Stimmenzahl entscheidet überall das Loos, gezogen durch die Hand des Präsidenten, über den Vorrang. '^r 4. Im Wahlprotokoll ist das ßtimmenverhältniss und die Reihenfolge überall anzugeben j Die Stellvertreter sind bei Fortfall oder Behinderung eines Repräsentanten^>der Stellvertreters einzuberufen Die Einberufung erfolgt in" der durch das Stimmen verhältniss gegebenen Reihenfolge durch den Präsidenten der Loge unter thunlichster Mittheilung an die Gewählten Bezüglich einiger Punkte dieser Vorlage werden mehrere . - Bedenken erhoben. Besonders der Einwand^- dass bei Annahme dieses Regulativs unsere neuen Gesetze geändert werden müssten. weil nach denselben nur den Repräsentanten nicht aber deren Stellvertretern das Stimmrecht zusteht, führt zu dem Beschluss: den Entwurf des Gesetzes-Comites dem geschäftsführenden Ausschuss zur weiteren Klärung zu überweisen. Der Präsident und II Vice-Präsident können dringender Berufspflichten wegen der Sitzung nicht länger anwohnen, Schatzmeister Br Bergel übernimmt den Vorsitz. ~ Vom Gesetzes-Comitd der Grosslpge wird folgender Antrag gesteift und von der Versammlung einstimmig an genommen: „Das General-Comitc wolle beschliessen: J . ,Mit Rücksicht auf die im neuen Grosslogengesetz ent haltene Neuordnung einer Reihe von Bestimmungen - für die Tochterlogen sind die N'ebengesetze aller Logen mit dem Grosslogengesetz in Einklang zu bringen und daneben auch diejenigen Bestimmungen einer erneuten ' , Prüfung zu unterziehen, welcne das Grosslogengesetz ausdrücklich den Tochterlogen zur freien Entschliessung überwiesen hat, insbesondere die Bestimmungen über die Aufnahme. 2. Es .empfiehlt sich eine vollständige Umarbeitung und Neuherstellung der N'ebengesetze der Tochteriogen, wobei eine logische Gliederung des" Stoffes zur Herbeiführung besserer Uebersicht anzustreben-ist. Zu diesem Zwecke wird den Logen das vom Gesetzesausschuss ausgearbeitete und im Monatsbericht näher zu erklärende * ■ . I ' » Schema empfohlen Wo aus wichtigen Gründen eine vollständige Neuherstellung des Nebengesetzes nicht.angängig erscheint, sollen die Abänderungen; des seitherigen Nebengesetzes, als Nachtrag gedruckt, den Brüdern zugestellt und in die noch vorhandenen Exemplare der bisherigen Nebengesetze eingefügt werden. - . Zu diesem Gegenstand wird Br. Joachim in Anbetracht der Wichtigkeit einen besonderen Artikel schreiben, der. in unserem nächsten Bericht Veröffentlichtwerden wird. Von Br. Wisloch wird;darauf hingewiesen, dass die Leistungen des Ordens für den Verein zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina mehr und mehr zurückgegangen sind und nur noch ca. Mk. 1300 pro 1896 betragen. Gegenüber der Wirksamkeit und den Erfolgen dieses Vereins, die doch der Gesammtjudenheit zu gute kommen, und der Wichtigkeit seines Fortbestandes sei der Rückgang . in der Zuwendung seitens des Ordens recht bedauerlich. Br Wisloch regt an. dass sich die: Grosslose an das Executiv-Comite wenden möchte, um die » . amerikanischen Kreise wieder für den Verein zu interessiren, wie das früher der Fall gewesen. Nach kurzer Debatte wird fdiese Angele£enriert dem geschäftsführenden Ausschuss überwiesen und Br. Wisloch ersucht, für den nächsten Monatsbericht einen geeigneten Artikel zu schreiben, damit auch alle Logen unseres Distrikts wieder die 80 Pfg. pro Jahr und Mitglied für den Verein zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina leisten, wie das früher allseits geschehen. (Siehe den besonderen Artikel des Br. Wisloch )• ., Der in der Sitzung vom 9. August er. bewilligte Betrag für die Votivtafel zur Ehrung des Br Bien ist wegen des aussergewöhnlich hohen Eingangzolles, den Amerika erhebt, überschritten worden. Die Versammlung beschliesst:. auch den Fehlbetrag auf die Grosslogenkasse zu übernehmen, k. -■ Die Grossloge hat in ihrer Sitzung vom Jahre 1894 beschlossen, dem Institut Ahlem auf zwei Jahre je Mk 350,— zuzuwenden und nun. nachdem für 1894/95 und 1895/96 je Mk. 350,— an Ahlem geleistet worden, ersucht diese Erziehungsanstalt um die gleiche Subvention auch für 1896/97. Die Versammlung beschliesst, da der vorgerückten Zeit wegen eine Prüft^pg etc, dieser Angelegenheit heute nicht mehr erfolgen könne, dieselbe für die nächste Sitzung, des General-Comiles zurückzustellen und auch alle weiteren, noch nicht erledigten Punkte zu vertagen. Hierauf wird die Sitzung Nachmittags 2*A Uhr geschlossen. D. Wölfl", Secretair. < k ■ ' - ' Verein zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina. Bei der. am 18/ Oktober d. J in Berlin stattgefundenen Sitzung des Generai-Comites der Grossloge für Deutschland brachte das Mitglied desselben Br. -Joseph Wisloch, Präsident der Frankfurt-Loge, nachstehenden Brief des „Verein zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina* (.Sitz Frankfurt a. M) zur Kenntniss der Versammlung:' Frankfurt a. M., 16 Oktober 1896 Würdiger Präsident, lieber Br. Wisloch! Ich erlaube mir, diese Zeilen an Sie zu richten, um Sie zu" bitten, Ihren Einfluss zu Gunsten .unseres Vereins geltend zu machen. Der Zweck des Vereins ist, wie der Name besagt die Erziehung jüdischer Waisen in Palästina. Durch die Güte einer anonymen Wohlthäterin in Frankfurt a M. würden wir s. Z. in den Stand gesetzt, ein Haus in Jerusalem anzukaufen, in welchem höchstens 25 Waisenkinder Unterkunft finden. Seit Jahren sind alle diese Plätze besetzt, und müssen weitere Gesuche abgelehnt werden. > Eine so segensreiche Einrichtung das Waisenhaus auch

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