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Bericht der Großloge für Deutschland · 1895-05-01 · Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1895
Issue
Mai
Date
1895-05-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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3i) - tragen, dass die Versammlung alljährlich zusammentreten solle. Der Vorsitzende stellte fest, dass allseitige Uebereinstimmung bestehe, die .Freie Vereinigung* für eine VVandcr -Versammlung zu erklären und die Zusammen kunft i. J. i8(/j in Frankfurt a. M. stattfinden zu lassen. In den geschäftsführenden Aüsschuss wenden gewählt: Dr. Pi za- Hamburg, Dr. M aret z k i- Berlin Tuch, Gumpertz. Dr. Leimdörfer - Hamburg L. Rosen t ha 1-Frankfurt a. M , Dr. Goldschmidt- Kolberg. Zur weiteren Bearbeitung der vielen, auf dem Gebiete der Ethik angeregten Fragen wird ein Aüsschuss eingesetzt, dem folgende Mitglieder angehören sollen: Geheimer Rath Dr. Kristeller-Berlin, Dr. Münk- Marburg Dr. Paul Alexander -Katz - Berlin, Prof. Ros in-Freiburg i. B, Dr. Siegm M ey er-Hannover." Rechtsanwalt Timen dorfer-Berlin; Dr Mind e n - Berlin , Gustav .Tuch- Hamburg. Fndlich wird noch ein Aüsschuss für Kolonisation erwählt, bestehend aus: Rechtsanwalt Boden heim er Köln, Dr. Heinrich Meyer Ooiin - Berlin, Prof. Bad t- Breslau Regierungsrath M e y d r - Karlsruhe, Meyer Hildesheimer Berlin, Dr. Bamberger- Königsberg, H. Gu'mpertz- Hamburg. Ueber die Kolonisations-Frage konnte wegen vorgerückter Zeit ein eingehenderes Referat, zu welchem Herr Dr- Bodenheimer-Köln 'sich bereit erklärt hatte nicht stattfinden. Der Referent gab des-halb nur einen * ■' i_ * I Ueberblick über alle die "weitreichenden Materien, die bei Frörterung der Kolonisationsfragen zu berücksichtigen sind und es wird wesentlich zur Förderung der Angelegenheit welche auf dio Tagesordnung der nächsten Versammlung gesetzt wurde, beitragen, wenn nach Dr. Boden heimer's Vorschlag seine Berichte, statistischen Daten, Belege etc auszugsweise gedruckt und mit den Vorschlägen des Aus Schusses der nächsten Tagung zur weiteren Beschlussfassung unterbreitet werden. L'eber das Problem* der ethischen Bewegung und über Kolonisation fanden dann noch rege Besprechungen statt, "an denen sich wieder holt die* Herren Dr Maretzki, Dr. Bodenheim er, Tuch, Dr. J aulu s - Aachen, Dr. Leiradürler, pr. Auerbach-Köln, Rechtsanw. Plotke-Frankfurt a, M, Deutschländer-Hamburg, Timendr rfer - Berlin, Consul Simon- Hannover betheiligten. Nach v erstündiger, äusserst lebhafter und bedeutsamer Verhandlung, in welcher' mehrfach die Drucklegung der stenographisch aufgenommenen Reden gefordert wurde, erfolgte der Scliluss, nachdem noch dem Präsidium für die geschickte Leitu ig und Herrn Gustav Tuch als demjenigen, von dem Anregung und Vorbereitung zur Versammlung ausgegangen war, durch Erheben von den Sitzen gedankt worden war. Unter denen, die der „Fre-en israelitischen Vereinigung" beiwohnten, kann kein Zweifel bestehen, dass damit ein wichtiger Schritt zur praktischen Förderung der jüdischen Idee, des einheitlichen Judentums und der regen Entwickelung, Hebung und Selbsterziehyng unserer Stammesgenossensehaft erfolgt ist, der hoffentlich bald zu greifbaren Erfolgen leiten wird. Aus dem Gedächtniss-fluche der Grossloge. 8. Am -'S. April KS 8 Bruder Heimann Gerling, . Schatzmeister der Montejiore-Loge Berlin, geboren den lö. Mai 1^4 zu Pasewalk, dem Orden seit dem 22, .Novbr. l8V>7: angunörend. Am 17 Mai 189& Bruder Hugo Simon,. Mitbegründer der Frflterflilas-Loge;:in Dresden 3". Mai 1885 — gebdrt»n am fcjSpJl^ '1.842 2 Brandenburg a> H. *. Aus den Logiin /des VI1L Districts. Mendelsohn Loge in Magdeburg beging .am 24. März' das Fest ihres zehnjährigen BesiebeosV Abends 9 Uhr begann (in vdem festlich dekorirten Saale'des -^Hotel Magdeburger Hof" der Festaktrwelchen Präs. Br: Heynemann mit herzlichen Begrüssurigsworten .einleitete. Die Festrede hielt der Vicepräs. Br. Rechtsanwalt Ba c h,e r.. i Der Vortragende ,ging davon aus,» dass'der Orden eine, wenn auch auf fremdem-Boden-erwachsene, so doch durchaus deutsche Institution -sei.' deutsch, weil von Deutschen in den Vereinigten Staaten-ajis dem Bestreben heraufi-ge.- gründet. deutsches Geistesleben unter einander zu pflegen und so die Verbindung mit dem-Vaterlaride geistig aufrecht zu halten. So wie die G rü nd u n'g des"Ordens nicht ein Zufallsprodukt, sondern eine in jder Mehschennalür begründete Nothwendigkeit gewesen sei, so -sei es auch mit der weiteren Ausbreitung 'und V e r p fi ä h z u.ng -des Ordens*"der Fall gewesen. Während in.Frankreich, England und anderen Ländern der Orden keinen Fuss gefasst, weil die Stellung der Juden keine Notwendigkeit dafürergeben habe, so sei er'nach Deutschland irn Anfang dex.;achfziger Jahre aus dem mit Nothwendigkeit sic]{. aufdrängenden.Bedürfniss verpflanzt worden, den vielfachen gegen die. Juden gerichteten Angriffen gegenüber einen Sammelpunkt zu bilden,1 der ihnen die nöthige Widerstandskraft, daS geistige Rüstzeug und die sittliche Festigkeit gäbe, dem Ansturm von-allen Seiten entgegenzutreten. Aehnliche Notwendigkeiten hätten die Ausbreitung des Ordens, nach Rumänien und deni Orierü veranlasst. Aus den Gründen, welche die Entstehung und Verbreitung des Ordens bewirkt habe, ergäbe sich als dessen Aufgabe: Die "geistige und sittliche Förderung unserer Glaubensgenossen, VY'ir wollen die in Jedem vorhandenen, aber off in dem harten Ringen um die Existenz zurückgehaltenen Neigungen zu geistiger.und sittlicher Ver-. vollkommnung wecken,; und fördern, wir wdllen zunächst in unseren Brüdern und weiterhin in allen unseren Glaubensgenossen den Sinn für,die allgemeinen Menschheitsinteressen zur Entfaltung bringen und unsere Glaubensgenossen geschickt machen, draussen im Lebeji ihren Platz als vortreffliche Männer auszufüllen. . Diese unsere Aufgabe suchfen wir

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