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Bericht der Großloge für Deutschland · 1895-05-01 · Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1895
Issue
Mai
Date
1895-05-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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40 durch „Arbeit" zu erreichen, dieses Wort nicht im Sinne von Scharwerksarbtit genommen, sondern durch-Arbeit im'Sinne des geistigen Dienstes, des Sichstellens in den Dienst geistiger :. und sittlicher Bestrebungen- Unsere .Arbeit* bestehe in : Vortragen", Debatten und Anregungen aller Art auf geistigem und "auf sittlichem Gebiet in Völlbringung guter Thaten. in Betheiligung an wohlthätigen Bestrebungen und an Werken I der Nächsten- und Menschenliebe nach den verschiedensten -Richtungen hin Wenn man nun frage, was die Mendelsohn- Loge zur Erreichung dieser Ordensaufgabe gethan.habe, so i sei die „geistige und sittliche Förderung*4' ja nicht etwas, was man zahlenmässig greifbar darstellen könne, die Wirkung derartiger Imponderabilien könne jeder nur in sich selber fühlen. Insoweit aber der praktische Ausdruck unserer -Thätigkeit in guten und edlen Thaten in Betracht komme, habe die Mein!.-Loge im Yerhältniss zu ihrer Mitgliederzahl und ihren Mitteln reichlich ihre Pflicht gethan und manchen Schönen Erfolg zu verzeichnen. Dennoch sei noch viel zu erreichen. Der Weg sei weit und das Ziel sei hoch, aber sn weit auch "der Weg und so hoch das Ziel, die Loge werde sich bestreben, den Weg zu'verfolgen und das Ziel zu erreichen. .• Sodann nahm der würd. Deputierte der Grossloge Br. Rechtsanwalt Timmendorfer das Wort zu. einer längeren Ansprache.- Unter Vorführung 'eines Lebensbildes Mose« M e n d e 1 s o ryi s, dessen Name unsere Loge führt, wies der Rednor nach, wie dieser jüd. Gelehrte in seiner Lebensführung wie in seinem geistigen Wirken uns allen vorbildlich sein könne und müsse, wie er insbesondere stets diejenigen Grundsätze und Tugenden berührt und geübt habe, welche .wir im Orden als unsere vornehmste Aufgabe betrachten müssen, wie er selbst in den bescheidensten, ja dürftigsten Verhältnissen noch sein Letztes zu wohlthätigen Zwecken) 4hingab, und wie er ein geistiger Führer seiner Glaubensgenossen wurde, indem er sowohl deren religiöses Leben veririnerlichte und auf eine höhere Stellung brachte, als auch bestrebt war. ihre soziale Stellung -zu verbessern und ihrem Erwerbsleben sittlichere Grundlagen zu geben. Reicher Beifall lohnte die Ausführung beider Redner. Sodann folgten noch die Glückwünsche der Deputierten der deutschen Reichs- und der Monteliore-Loge, der Brr. R'osenber* und.R osenbaum aus Berlin, während alle übrigen Schwesterlogen durch Briefe oder Telegramme uns. ihre Glückwünsche übermittelten. Sodann begann die Festtafel, weiche die Theilnehmer in die freudigste .Stimmung versetzte und uns eine Reihe recht wohlgelungener Toaste brachte.; Ein sich hieran anschliessender Ball hielt die Theilnehmer bis in die früheste Morgenstunde beisammen, und wir alle schieden mit dem Bewusstsein, Zeuge eines in jeder Beziehung herrlich verlaufenen Festes gewesen zu sein, aus dem wohl alle Anwesenden neuen Muth und neue Hoffnung auf ein fröhliches Wachsthum und . in gedeihliches Wirken unserer Loge geschöoft häb"fen. Eger-Loge in Ostrowo veranstaltet, gleichwie in früheren Jahren, für den 2. Juni er. wieder eine Zusammenkunft ihrer Mitglieder in Jarotschm mit folgendem Programm: 1. Eintreffen der Brüder und deren Angehörige mit den Mittagszügen. 2. Logensitzung um 3 Uhr Nachmittags im Oschinskischen Hotel. 3. Vortrag des Rabbiners Bruder Bloch. 4. Berathung sehr interessanter Vorlagen. "). Gemeinschaftliches Festessen. " -:■ Zweiunddreissig Mitglieder der Eger-Loge — sie zählt im Ganzen ")(> Brüder — wohnen ausserhalb Ostrowo in der Umgegend, daher bilden solche Arrangements eine ganz vortreffliche Einrichtung zur Hebung cles Interesses an unsere gute Sache, wie des Bewusstseins der Zusammengehörigkeit unter den. Brüdern. Möge dieser Zweck im vollen Maasse erreicht werden. Nassau-Loge in Wiesbaden. Mit der am 13. abgehaltenen Sitzung schloss unsere Winterthätigkeit, auf die wir mit grosser Befriedigung zurückblicken,-dürfen. . Unter der Leitung des Präsidenten Br. Moriz Simon nahmen die Arbeiten, denen stets eine relativ recht grosse Anzahl von Brüdern beiwohnte, einen interessanten und unsere Sache in hohem Grade fördernden Verlauf; an den Diskussionen nahmen die Brüder regen Antheil und auch die einzelnen Ausschüsse entfalteten eine erspriessliche Thätigkeit. Dass wir den Brüdern und deren Angehörigen und Freunden, auch die geistige Kost nicht vorenthielten, dafür zeugen die Namen unserer diesWinterlichen Redner, von denen nur Plotke, Franzos und Karpeles genannt seien. - Sie alle fanden einen zahlreichen Zuhörerkreis und den verdienten Beifall Unsere Schlusssitzung vom 13. bot insofern ein erhöhtes Interesse, als in derselben Br. Rosenstiel von der Moritefiore-Loge mancherlei Anregungen gab und besonders einem auf Vorschlag der BBr. Cahn und Marxheimer konstiluirten Agitationsausschusse. beherzigenswerthe Winke ertheilte. Die Ausführungen des Br. Rosen stiel fanden lebhafte Zustimmung und es steht zu hoffen, dass die Propaganda für unsere Loge, die sich über ganz Nassau erstrecken soll, von gutem Erfolge begleitet sei. Bucluiruckerei Max Cohn (Ind.: A M. Brouacz), Berlin NO , Kaiserstr. 41.

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