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Bericht der Großloge für Deutschland · 1895-04-01 · April II · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1895
Issue
April II
Date
1895-04-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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- 30 9. Antrag der Repräsentanten Dr. Hecht. Plotke und Rosenthal. Die Grossioge wolle die s. Zt. votirten, spater aber wegen technischer Bedenken einstweilen in Frage ge stellten Mk. 10 OOO,— für das zu gründende Heim in Ahlem dergestalt endgültig zur Verfügung stellen, dass der Betrag, sobald der lebensfähige Betrieb der Anstalt ermöglicht und die landesherrliche Genehmigung ertheilt sei. sofort zur Auszahlung ah die legal constituirte Verwaltung der Anstalt erfolge. 10. Antrag des Repräsentanten Dr. Bergmann. Die für die rIsrael. Erziehungsanstalt Ahlen»" in Aus sieht gestellten lOQOO Mark-, über-deren Bewilligung nach dem Beschluss der Grossloge vom 6 Mai 1894 erst in der Gfosslogensitzung 1896 definitiv Entschieden werden soll, schon jetzt für den Fall zu bewillligen, dass t.i . die , fsralitische Erziehungsanstalt Ahlem" die Rechte einer juristischen Person erlangt,' 2. die ,10 000 Mark an die Grossloge zurückgezahlt werden, falls die ..Israelitische Erziehungsanstalt" apu irgend welchem Grunde aufgelöst werden oder zur Liquidation gelangen sollte. •> n Verbindung. mit der diesjährigen Grosslo^ensitzung Hamburg findet eine freie israelitische Vereinigung . die vf>n der Henry Jones-Loge und besonders von dem Präsidenten derselben. "Bruder Tuch, mit grossem Eifer Arbeiten vorbereitet politischen un i Aufwendung vieler Mühen und worden is.4 In dem Aufruf hejsst es: ..Di<T freie Vereinigung wird sich von allen Bestrebungen fern halten. Sie soll solche Fragen in den Bereich ihrer Erörterungen ziehen, die allgemeine ethische und soziale Aufgaben der Judenheit betreffen: sie soll wohlwollende Gesinnung fördern und sich in den Dienst der Ideale des Menschenthums stellen. Die freie Vereinigung soll, in Zukunft eine. Wandervei sammluni sein, die von Jahr zu Jahr abwechselnd in verschiedenen Grossstädten sich ihren Berathungen widmen wird. Von der Pflege persönlicher Beziehungen-, die dadurch unter Angehörigen aus JCord und Süd, Ost und West herbeigeführt wird, darf mit Fug die Stärkung der Widerstandskraft zum Schutze unserer höchsten sittlichen Güter, die Aufrichtung. Erziehung und Selbstbildnng unserer Stammesgenossen, die gegenseitige Würdigung und Verständigung erwartet werden. > Das Ergebnis« der durch Referenten und Correferenten vorzubereitenden, jedesmaligen Verhandlungen soll in Form von Resolutionen zusammengefasst werden. Auf die Tagesordnung der diesjährigen Zusammenkunft sind zunächst: 1) Jüdische Colonieen, 2) Problem der ethischen Bewegung gesetzt worden In richtiger Erkenntniss der Bedeutung der gesammten Veranstaltung haben hervorragende Männer bereits ihre Theilnahme in Aussicht gestellt, so dass schon die erstmalige Zusammenkunft einen erheblichen Erfolg verspricht. Die Judenheit weist jedes Machtgelüste und jede materielle Bestrebung, die in dem Zusammentritt israelitischer Männer erblickt werden könnte, von Sich. Um so entschiedener, darf sie sich einem Zusammenschluss widmen,. der auf allgemeine Wohlfahrtinteressen und auf die höchsten idealen Güter abzielt. Möge das Werk allseitig die verdiente Anerkennung finden!" Bruder Tu eh. schreibt noch über die freie Vereinigung folgende Einzelheiten: „Das Referat i'ber den 1. Punkt „Jüdische Colonieen" hat Herr Dr. J. Bodenheim er, Rechtsanwalt in Köln übernommen. Es handelt sich nicht um dieses oder jenes coloniale Project, sondern um die principielle Bedeutung der Colonisationsfrage überhaupt, ihren Werth oder Unwerth. geschichtliche Entwicklung und Zukunft, evenfl.: Gesichtspunkte für die Weiterführung, den absoluten beziehungsweise relativen Nutzen von Colonien für Judenheit und Judenthum, in erster Linie, mit einem Wort: den sittlichen und ethischen Inhalt der Colonialfrage. 1 l'eber „Problem der ethischen Bewegung" werde ich selbst berichten. Es ist zu beachten: es sollen nicht ethische Probleme in philosophisch-wissenschaftlicher Weise zur Aburteilung gebracht, sondern das Problem der ethischen Bewegung näher erläutert und unsere, d. h. jüdische, Stellung dazu gekennzeichnet' werden." Was die Henry-Jones-Loge mit der freien Vereinigung anstrebt, ist gut und gross, das Gelingen derselben erscheint von Wichtigkeit für den Orden wie das gesammte Judenthum' in Deutschland, deshalb ist es auch die Pflicht eines Jeden der Unsrigen nach Kräften mitzuwirken, dass der Erfolg de^ berechtigten Erwartungen entspricht. ' ■ < ■ 111 ■ ■...........111111111 ■ 1 j ■ 11111111111 ■ 1V11111 ■ 11111111 *ii 1111 Danksagung". , Die'Ziön-Loge XV, No. 360 in Hannover verfehlt |; nicht, der hochwürd. Grossloge und den würd Schwester- |; logen, sowie allen lieben Brüdern, welche uns anlässlich I fi unserer, Doppelfeier am 31. März ihre Glückwünsche I in telegraphischer und schriftlicher Form oder persönlich "~| zum Ausdruck gebracht haben, den herzlichsten Dank % Z hiermit auszusprechen. I 11111111 * 11111111111111111111 11111111111111111111 ■ 11111111 ■ 1111 ■ Aus dem Gedächtniss - Buch der Grossloge. Am 10. April 1S93 starb Br. Sigismund Dosmar. Mitbegründer-der Humanitas-Loge in Gleiwitz — 28. 10. 84 —. Derselbe war am 15 Februar 1849 zu Wielichowa, Kreis Kosten, geboren. Aus den Logen des VIII. Distrikts. Lessing-Loge in Breslau.- In dem verflossenen Jahre haben wir 41 Sitzungen abgehalten,' welche von 2790 Brüdern, somit jede einzelne von fast 70, besucht war. Diese Präsenz bedeutet gegen das Vorjahr ein Mehi; von 15 %• Unser Vermögen, das jetzt, trotz reichlicher Abschreibungen an Mobiliar und dubiosen Rückständen, ca. 60 OOO Mk. aufweist, beträgt 10 u/o mehr als am L April v. Jahres. Die Mitgliederzahl ist durch in diesem Jahre erfolgte Aufnahme von 19 Brüdern auf 274 Brüder, darunter 29 auswärts, ge-

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