K.C. Jahrbuch ...
- Journal
- K.C. Jahrbuch ...
- Volume
- 1908
- Article
- Walter Graetzer: Zur Frage der gesellschaftlichen Stellung der Juden
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 49 (sequence 3)
- Language
- German
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Gesellschaftliche Stellung der Juden. 49 Sphäre muß die theoretische Aufstellung des Prinzips der Gleichheit aller Bürger sein. Das wirkt unweigerlich beruhigend. Jeder der Beherrschten sagt sich dann: Ich trage den Marschallstab im Tornister; nur Zufall und eigene Untüchtigkeit haben mich verhindert, aufzusteigen. Er Übersicht, daß es Theorie ist und Theorie bleiben muß. Sein „AufsteigCn“ bleibt abhängig von^den Entschliessungen derer, welche die Macht schon haben und zu dener er noch nicht zählt. Das genannte Prinzip muß wol oder übel aufgestellt werden. Wenn es, — abgesehen von roher Gewalt — nicht gelingt, die Unterdrückten zu beruhigen, so werden diese (secessio plebis) das letzte integrierende Moment des Begriffes Staat, den räumlichen und finalen Zusammenschluß nach außen und damit das Staatsgebilde selbst in Frage stellen. Strikt und unbedingt erfolgt «^Durchführung dieses Prinzips nicht; nicht jeder kann und darf jedes Amt inne haben, gewisse Voraussetzungen müssen von ihm erfüllt sein, damit die Anderen Gewähr haben, er werde die in seinen Händen ruhende Macht nicht mißbrauchen, nicht den Bestand des Staates (Buhe) in Frage stellen. Diese Voraussetzungen aber zur Innehabung eines Amtes, d. h. einer Macht, und damit zur. Zugehörigkeit zur herrschenden Kaste sind Bedingungen, sind Worte, an deren Auslegung jetzt alles