K.C. Jahrbuch ...
- Journal
- K.C. Jahrbuch ...
- Volume
- 1908
- Article
- Walter Graetzer: Zur Frage der gesellschaftlichen Stellung der Juden
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 2)
- Language
- German
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48 Walter Graetzer. /v den die wichtigsten einmal Leute aus^ ein '4TnF Kreise zufallen, Leuten, die bereits unter sich selbst eine starke Gemeinschaft — durch Verwandtschaft öder Schwägerschaft, — also einen Staat im Staate bilden. Ebenso werden aber auch diejenigen sich Zuteilung eines Amtes erzwingen, die eine Macht im Staate sind vermöge der, in ihrer Gewalt befindlichen Tauschobjekte oder Ländereien: Geld und Gebiet neben der Menschenmasse —' braucht ein Staat. Damit haben wir G e b u r t s- und Geldadel, die als Amtsadel dominieren. Wer anfänglich außerhalb dieser beiden Kreise steht, mangels Familienbande und Reichtum, aber dennoch in den Besitz eines wichtigen Amtes gelangt, wird unweigerlich in diesen Kreis gezogen und damit sein natürlicher Verbündeter — der eigentliche Apatsadel. Der Rest wird Objekt der Adelsherrschaft. Das Problem ist, wie sich diese beiden, personell stets wechselnden Gruppen zu einander im Laufe der Staatsentwickelung verhalten. Die Zurückgesetzten werden zweifellos mit allen Mitteln daran arbeiten, den herrschenden Klassen gleichzukommen (abgesehen von dem geringen Teil Heloten,, die mit der Einteilung zufrieden sind). Die Herrschenden wieder werden sich nach Kräften dagegen wehren. Ihr Mittel in diesem Kampfe um Besitz eines möglichst großen Teiles der im Staat überhaupt vorhandenen Macht-