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K.C. Jahrbuch ... · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 157

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Journal
K.C. Jahrbuch ...
Volume
1906
Article
Ernst Hochschild: Gabriel Riesser
Date
1906-01-01
Page
Seite 157 (sequence 22)
Language
German
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/_ Gabriel Riesaer. 157 -;-1— i ’ nung der Zeiten, die da kommen sollten, ln ihnen kam klingend zum Ausdruck, was in der Seele des deutschen Volkes gährte: Die Sehnsucht nach einem freiheitlichen und einheitlichen Staate, der Groll gegen die kleinliche Regiererei des reaktionären Staatenbundes. Als das Jahr 1848 kam und der Sturm losbrach, war für Rießer die Zeit gekommen. Schon in das Vorparlament wurde er als einer der Berufensten gewählt, und als die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung in die Paulskirche zu Frankfurt a. M. erfolgten, hat ihn der Wahlkreis Lauenbürg trotz scharfer Opposition der Geistlichkeit aufgestellt und zum Vertreter erwählt So steht denn unser Rießer unter der erlesenen Schar, auf der die Hoffnung des jungen Deutschlands ruhte und die den Deutschen ein neues Vaterland schaffen sollten. Auch hier, wo die Berufensten der Berufenen zur Stelle waren,ragte Rießer hervor. Das erste mal, daß man auf ihn aufmerksam wurde, war nach einer Rede Robert von Mohls, der einen Antrag gestellt hatte, die Rechte der Juden sollten besonders geregelt werden, da sie ein eigener Volksstamm wären. Da nun verbarg Rießer sein Judentum nicht, indem er vielleicht errötend, den Kopf tiefer geneigt hätte, sondern mit der ganzen Wärme seines verletzten Gefühls trat er gegen diesen Antrag auf Und verkündete an der am weitesten sichtbaren Stelle des damaligen Deutschlands die Rechtender Juden. Im

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