Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIV (1934)
- Issue
- 26 (10.9.1934)
- Date
- 1934-09-10
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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cUUL. llrtH1 Kan nst I So r if 4lr Mch Konl *. Erd* Ela Slch Well S«*|n Vcrschn Die UtuI Soul Der trii rre* »>t ipl>< w; Von Lord B y ron. tr ijjcn von Arnold S c h I c i en. Die judische Vertessung trigt dieeer menschlichen Eigenart Rechnung, ja sie ist sogar mit ihr anis engste verknuptt. Ist sie doch aufgebant aui Nachstenliebe, anes, was menschliches Gesicht trigt und Gerechtigkeit bedacht. Sie kennt keine Herrscher und keine Beherrschten iordert Acbtung fur jeden Henschen und wird von ihr gleichermassen mit Baeht denn frei ist der Mensch geboren, als Ebenbild Gottes und frei will er leben, vor niemandem sich' bdcken und beugen. Dieser Gedankengang bildete bereits unser geistiges Eigentum im Augenblick unserer Volkswerdung und diese Denkart haben wir durch viele Generationen mit der -Murtermilch eingea >j en Daher ist die judische gesellschaftlieh die denkber i k setzgebung prech teste. Sie trachtet den vom Schick u 1 enterbten noglich zu I ■ Toten mit dem Spruchc hrhen '■ Samuel zuruck Ins I^ehen! dem Grab Dt*|n Haupt o Seher! ih tler graus’jje Gtrint rntsfelj*t.'‘ »in Sntpuql- In vinem Auijt* (Jliiserii stelif Toi tlir Adem trcxktfn, lee .nh tø t und wolkend schwillt es niihr^. itht erijlimnif. Es zetfjt j ps rmsn rW? \ ihr Los so ertraglich als machen und wacht »o rg tillig daruber, dass die Reehte des Schwaclfeh auch vom Starken geachtet werden. zialbs Empfniden Uegt z. B gung des Sabbat; ctamml FtnS in Knoi'henweisse leuehfet tiuf. mjft upd blass. Von I.jppen j ziclit es her. •Jlifh simi, von Jehlos kaltrm I^eiiv ner Hohle sohwinj$t*s w| rt spenstig liohle Worte liE* un<l fållt tlnniedrr wie hinui^f lier. die Elflir fail t/schlagl trifft. zerschmeltert /er ichellt. ist s ler gr&usam meinen Schlaf {di djrch ’ Tiefen Todes rufen hi Di *sj i> Kotjiø Saul? Schau her u lestort. rt? ful sleh I edjrr kalf und hlutieer! Siq sin I mein. Du Bcvt|r lei nafhsie Tag vergangen. pint* Die jrf« itv sj, und auch Du wirst h^i n ir sein “Vine jtohne all* In der Gn ff tle* mm kurien Tag seh*s wir uns |s:pf sicli unser beitler MttUers Stamm; Ihr lieget bleleh und PfeiSdi rc ihohrt.j den Frlnden Brufr Untf m[f lem Sohwerf. mit Deinen Kroplv*! . und TotJa frdfr. leute. ] *n eigei Waffen r^g'^irr I tynd wirst Du tlen Tt d Dir i f haffen. ruhmtys, prrislos. schmarhdoll falle Knnh* un I Kortlg. und Dein Haus ztrfiillt. aub. meder. Raub. nen : i % — Das niflB tav3 kommende 3ahrin C, , JERUSALEM abendlandisrher Sonntag ▼ n i judischen 91 i« viel aofc i der Heili« loch nser auch heute .! tetag etwas »res. Oder raten Jubelrøhsetzupg »I ulations- I esitz É<k enrefrj Ffier ist W icher Sabbat und vielen Volkem i it noch der allwochentliche Ral Unbekannites und Unerreith die Einrichtung des sogeiv ■: jahres Es geht von der au i da-s der 'Boden kein ob ekt ist. sondern daas *4i qt ‘nit int. Die modernate kann hier noch zulernen Ei um fur Auabeuterei und <Iein erscheinen danebenArel^anschtu un^en die ■ Gerechtigkeit nor dur ejne Scnichte vcrlang^n. was un; kusgesproclen Ungerechtigkeit gegen alk deutet. Sie entspringen baren cigenen materiel\en und ea ist selbstverstand einenn Gotteshegriff nielfe nei und bereits die Kind tf los gkeitu erziehen. denn « s: acl tet die Menschenrechti gie nderen >>eunmil urfMsf^n dasi .uchen zui1 ..Go gliubig st unep Jed n. c^giltig welcher Gesinruig immer seij und welcher Schichte tfe tfire f ii time r er; n .Ier'Sinn unserer'Em eu< r ing (als V« lk un 1 als Menschen ist dal te nfcht r m ge: ingstens Teile die Scb ai fung solcl er Lei ensbedingungen an ej m m (lrte t o def Geist unserer altjiid iafchorf Verfis ,c-,rr'en bph r.:z-. z-z Ti fr„ aia r«*rn ic; s-: -r r—3 su ig wieder lebendig wiri ge tende Gesetze bleibenq Ni r dort ist'unp das le «>n.wert.\ iibera.il andel Ui freiheit und Exil du udd rerniir« >en wirkjeh istf fair E Hulle »er Slnn unserer Erneuerung 1X3 i‘X ,B'VBXn’'E JVBBX*'XE 33PX V t:"~r =v .;?crj?j rc ‘'PXB-.-rxj rxr .pi -c~;rc- "zfz c<a c;-3';n pu-xtvé prc:x'2£ -M -X3i~x. C'= yrvr -;-x x- •3-x; s" ,v"'n xa :t tx- 33*3 -r-;i ISRAKI. Von Dr. Erwin Huller. im Vollgenusse seines Korpers und Geii^eB tn natiirlichen Verhåltnissen løbende Mpnsch besitzt als Bestandteil seisi SfirlK einen Sinn tiefer Religiositat. lin di’; Peres Dir (|rK»tHlumi**n;m Nrufi.*ihr>-Frirrtif\:i*i» **iml St'fmt;r^ den u. NK'Utit'i u. Dl**usiag Irm^d KIll.TIISGI^I'INDE. ■ 1-1 fol' S ’p?. um 18 ft*i um rt Kiii Kt Ti »tr um 7 (Ilir Saiten der Seele in reinen Akkorden erklingen. ergreilt uns in der Zeit der! Splbstbestimmung ein Irohes Gefiihl ii fiihlen Dankbarkeit. Dann beleben edle Reguu«en ihra( ^rleiehterung. wenn er leststellt, ’ frei von Schutd ist. Er ergibt sein Schicksal und erkennt das um| dase *r sicg ib 100*/. Pflanzenfett OMEGA l, -nys Mt WitawrtUM f I ' 6CHIC hi V Mont.ig .inrnd . D|c I>. 1. Tt*mv>«*nx*sucl r ipalh hoflirhht autmerksam Éinlass \u db- Irroprl nu r •Urr Ieniprl>|f7k:irtf ISPAEU, KIII TUSGI;MFI\m: OMEGA reine Pflanzenmargarine | Dit* rituelle (!ieflugels<I!jheuiahr*fc*rir untl «icm Wr . ausnuhm^uriNe im ilofr «lqi Kosrber-rieischbaurrv I.«n rta 24 vonjrnommcn wertle] tantsfag, tk*Yi rt. Scpt. d. f. ivmtag. den V* Sept. tf. J. ^onntag. den 16. Sepr. tf. J. 3 Beide fur Milch- und Fleischspeisen Walten éiner hoheren Macht an. Die judisthe l:riuiem'ri*i am Oktober je eJnen.Meh 't+iisthkurs, fiir Anftinger un ’leilnehmer wollen sich gc*f .‘jekrrfari- Koli5tr 57. Tel. 1, .ii--. .i-. Igenile; I Ihr Uhr erli. lim 7* \ Uhr . um . Uhr genien nochaebr. da ss der •g-.m VorwHsung chtungvor slem hnungstage *w ird ^Terkstutn* dr* Id Stein. “Krountl zwar: *n N.V» bis720.VJ /on rt hi> «iUhr, 8 Ms'd'tlhr lisation crjjfhiet iischumf Tk he- Tortgeschri^tene ligsr in untjerem Ih.rtbS I Peisach-Haffarah haften, die es besaSteJ ,,^nd ein SprSssling wird ausgehen aus Isals Stamm ... und* er wirld Hohfen in Gerechtigkeit die Armen ynd mit dem Haucb seiner Lipmefi todtet er die Bosewichter...dann 'wird! wohnen der Wolf mit dem Schafc, und der Tiger wird lagem neben dem B5cklein...und der L5wt wird Stroh tressen wie ein Rind." Bjeifn Tesen dieser Tiemamen stiegebi jétzt in seiner Erinnerung unwillkurilich die Tage seiner Jugend auf, wo ■ er selbst so oft in keinesfalls rDhmender Weise von Eltem und Lehrer mit ahnlichen Bezeichnungen war bclegt worden. Und Stroh oder ricHtiger Heu solite man auch ihm liebeif vorwerfen! Håtte er es aber schon damals gewusst, dass er hierin eigentlich das gleiche Los mit dem KSnig der Tiere teile, der elnmal gleicnfalls — freilich erst zu Meschiachszeifen — i ene nicht sonderlich schmackhafte Speise sich werde zu GemGte fOhren mussen. es hatte Ihm dies dann viel bittere Krankung und schweres Herzeleid erspart. ■Ja, der Meschiach, wenn der nur schon endlich einmal kommen m5chte! Zeit ware es wirklich. die hdchste Zeit! Weshalb er eigentlich mit seinem Kommen solange zdgere, das konnte er, soviel er dariiber auch nach g ril belt, nicht begreifen. —- Aber rOr alle Falle hatte er sich schon jetzt vom Chewrakadischa Obmann versprechen Lassen, dass ihm auf dem „guten Ort“ sein Platz einmal ganz nahe beim Eingang angewiesen wiirde, damit, wen Meschiach kommt und auf dess-en Ruf alles aus den Grabem aufersteht, er dann der erste draussen sein und mitziehen kdnne ins gelobte Land. — Aber kann denn Meschiach uberhaupt kommen, bevor nicht auch die Zeit und ymst alles før ihn vorbereitet ist”? Und pløtzlich begann jetzt in Grimpis Kopf eine freudige Idee aufzukeimen. wie w3re es, wenn man hierin eine Probe machen wørde? — Stand ‘es hier nicht ausdrøcklich: „Und der LSwe wird wie das Rind Stroh fressen?" — Nun klarer und deutlicher braucht doch nichts ge-i sagt werdenl Man versuche es doch einmal jetzt damit, dem LSwen Stroh zu fressen zu geben, und trisst tr es, nun, dann w9re eben bewiesen, dass wir schon, ohne es zu merken, am Anfang jener grossen Zeit uns befinden. In der freudigen Erregung ob soleher „Entdeckung" hatte er am liebsten sogleich, auf der Stelle sich die Ueberzeugung von der Richtigkeit seiner Vermutung verschafft 'Voher aber aucch so schnell einen Løwen nehmen? Wie sqhade, vor Kurzem war da ein wandemder Zirkuss durch den Ort gezogen, in dem aucl^ L6wen sich produzierten, da hatte sich die heste Gelegenheit zur Vomahtne einer derartigen Probe geboten! Je- >lfte denfalls wolfte er seine „Idee" an kompetenter Stelle, das heisst 'Jakob Brumler dem Wochcntagsvorbeter und Schachter, vorbringen, der zweifellos sie als [ sozusagen hOhere Eingebung anstaanen und ihn hierzu begløckwønschen wørde. . Und gerade heute liess Bmmler øber Gebøhr auf sich warten, trotzdem sich die øblichen Wochentags- Tempelbesucher bereits langst alle cingefunden hatten. An soleher Verspatung trug nun wahrscheinlich auch sein. Nebengeschaft schuld, das in einer Arte Zeitungsverleihuntemehmen bestand, dem ein ganz spezielles, von ihm ausgedachtes, wenn auch ein wenig kompliziertes System zugrunde lag, so zwar, dass die von ihm selbst im Subabonnement bezogenen zwei Zeitungen, eine judische und eine allandere nur før' dne it abgegrenzte Zeit vrei- | wurden, wobei jedes seitens der Anteilriem gewissen Zuschlag belegt wardllUnd wie um diese Verspatung wettzumachen, beeilte sich jetzt Brumler umso rascher mit .dem Vorbefen fertig zu werden und førtzustreben, als ihm da unversehens Grimpi in <|ie Arme kam und ihn eser stehen; er? Sie seh'n ich nicht abseine neueste d des „Posder, wie man _ te Weise es schiachs Zeien begrifien gemeine, an ganz bestin terverliehen I Ueberschreit) nehmer miti åufzuhalten suchte: .^gur auf ein Wort, Herr Brumler!' WiderwHlig Wieb „Was gibt’s schon wiel doch, ich hab’ Eilef" Grimpel aber liess weisen und setzfe ruhi „Entdeckung'- auf G: suk" (Werses) auseina] auf einfache und lei erproben kønne, ob ten schon im herann, seien. Mitwachsender Uitgeduld hatte Brumler der seltsam< n Beweisføhrung Grimpis zugehø t. Aber nun hatte er wirklich genu { davon! IJnd so schnitt er denn iec e vyeitere Argumentation Grimpis jetzt mit den Worten ab: „Lieber Grimpi, was kommen Sie mir da inS Her mit Ihrem Possuk! Erstens^-wird rich Meschiach nicht nach Ihrem Posiuk richten; er wird kommen, wann e Gusto haben wird. Und zweitens. h ben Sie øberhaupt den ganzen Pi ssuk schlecht verstanden, weil jedes Kind es Ihnen sagen kann, dass er ni r so aufzufassen ist: „Wearjc ka-bojfor" das heisst: :hs", jauchal >troh fressen". ..Der Lo«’ is ka O „tewen", dass er sollf Und warum? Ganz eiijfach, weil. was wirklich e L5w is, ai|ch immer, ob bleiben muss, er will od. nicht, er Løuf und erst recht zu Nf;schiachs Zeiten!‘‘