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Jüdische Volksstimme · 1934-07-19 · 21 (19.7.1934) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXIV (1934)
Issue
21 (19.7.1934)
Date
1934-07-19
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Nummer 7. 26. Juli 1934. In Kilrze llr:*M K .« I' ti. vier ir Unj.irrMi t: {'r.tnkfurr .{. V lr«*ifcopli»x* Komni^-uMi ht-rnfei ufiftT Pultriin^ i*»:t Sir Raini lit- •»**•—. lir Ri*\i'.*ruu\* «f politik i i virii Vru'i'i '.'f" iv’l*tr*'i ‘ . . iWir i>r in rti*.* v.onicM. d f|ti Unuin K i ohnuug :*P {» IV*iu I., \ :• i -.v < v v u I.iiirtMi cm;/{•ji- Sv •u.ii>vinn Tt-«;,n-rPK. vi r \Ub vi**r Aiwj, rf •. ,v?i c1«-ni Hin -<tr ihrr it ri..ii. Vmrrika '•rl.tjvHfti. Aiir jbcr \!tf. Vi*) l AOii-r d i"» horuhmn u \br, than' (.* o I < ■ hujtr vor «ini\»<*n luln«1 > us;uttunilv’ Anrworpi Klrrl ot Ivtroff**t woriloo ur|<l p i lal * -dov ri h* ii .lo linti Dr Uur., d iit-> n.i fl: Uf; k;, Unf’.orsir *r uh ,!u'r* l.m*rjintv «-n iriom« ' Cif 11 f ap: ar Prof. NA * lv*ru>ilf|n rr Vortr Indische Mohammedaner auf dem I “e“SEK> Passage Wege nach Pafåstina. \r.[. : ki'llIfT' N . •: nt(»•'. Rotjoio. .! - ' 'j- ,»r ifr. D Vidu-tn :*•.’! i kah t oo:». Gt muler d •- nj'-'v fr :-ax *o|| do fhcnu li^en S.hii! /.»hl h i’fraal urr/« it ■i'M-n. :im dit- Trai ri^onrr. ■ Krris hin: 1 Ui . r . /, lahrp •r Zvu«!'»•* »r^rt ii ii •skv'imni lin ft* or d,*< k: ii -n i rr.d- KiUiun^fs len kr.iinyi i Reeht / isse erhalr \bjf urn-nie 4iha«*iialr ■ior h.'star rrh '11*.! oh Civ mnavu: •> Zentrall /nm M*i ii:.t d P'- irfw.ili. hi kt»r/r v.ird in Pal;i*tm t dir Ankunft riiu-r Delegation drr indischrn Mohamnnul*- nrr untrr Iruhrun*i von Said Murth:ul:i Bhudar »mi von Sehuukat Ali erwartet. Der Fuhrer d*,r Delegation. Murthada Bhadar isf \ or.sitzemle. drr Li«ja zur Wirdrrhrrstrllun^ proiiamtnrdajiischrn Kalifats in Jndicn. hiiia •-.urdr zu drm Zwockr >5rschjffrn. in der i>laniisrhrn WHt dir Propaganda zur hinM*t*un*4 drs brkanntrn islamis.’hon indt* s. -hrn riirstrn Ni/am Maivfaruhad als Kalifen rr ti vi!■">><*> Obrrhaupt* drr Mohammedaner drr ^an/rn NN rit zu fTDiren. Die Delegation selb>t. dir ain 1: Juni Indien verlassen haf. rrklarr, da^s der Z*tvk ihrrr Poisr die Sammluiiv^ von Mafrrial iibrr die Lage drr pa lastinerisiM'hm Araber, das Studium der pi'-!ifiM.hrh und w irfsrhaftlichen N’erhaltnitise »ir> I.amirH .m Ort und Stelle sei. Von Polj>tiua winl dir Delegation nach l«>ndon kihrrn. .> o sir mir drr englisolieh Regierung iibrr dir Paliistin.ifragr vrrhandeln will. Die IVlrgafion trilr mit. dass sie aueh Genf brsurlirti »mi tk'rt dem \ olkerbund ein- Memorandum iilirr dir .Lago in Palastiha glei-jh- /ritig 'nit riner Klage dor palåstinrnsischrn Nmhrr gegrn dir Politik vlor M »ndatsrrgierung 'ihrrv»cbt*n wird. Hierauf *<^11 die Dr- Irgarion* rinr Rrisk. durrh tlie Haupfsr.;i<fte Kuropas mavbrn, wo sir den Regierungen ilir Lagr in Paliistina j und dir sogenannte antiarabisrhr und prozionistisclu* Politik srifrns drr UaUistinarrgirrung darsteHrn wiH# VN ir man in gruissrn arahisehen Krrisrn rrz.ilt. wirii dir I>rlrgarion der indischrn Moliammedanrr puch durch g^wisse cnglischc Krejsr untrrsfiif/.t. dir Gegner drs Zionismus situl. Nus amirrer gutinformirrtrr Quelie ertahren wir. dass drr vvahrr und hauptsachlivhr Zurok.dre Delegation ntchr si> srhr die Fragr Palastrtias als vielmehr die Agitation fiir dir Kandidatur drs rrwjihutrn Nisam Haid.irahad .ils nhohammrdanis.'hrn Kulifen ist.. Hirraus rrklårt sich auch dir, Tatsachr. dass »tir Delegation nirht dirrkt nach Paliistina t. ihrt .sivudrrn i/runachst Irak. Svrirn und an- •rre o'iamrAdani':hr Landor brsucho*n wird- \Xer ist Nisam MaidarabadV Ivr ist drr n.achfigstr mohammedanisclir Furst Indiens und gilt uls drr reichste Mann der >X'rlt . Ivr herrscht, tiber dio Indische Provinz Maidarabad. die eine Bevolkorung von 11 Millionen Hindus und- V { Millionen Mohammedancr ziihlt. Svine Kandidatur als Oborhaupt des Islam tauchte auf. als er sich mit dem Ictzten mohammedanischen Kalifen der Turkei. dem Prinzen Abd-el-Modschid. vorschwagerfr. der im Jahre 1924 durch- Krmal Pascha ahgesrtzt und aus drV Turkei vertrieben wurdc. Abd-el-Modschid hat spater, freiwillig zugunstrn seines Srhwirgrrsohnos Nisam aut das Kalifat vrrzirhtef. In den arabisvh-nati«>natistischen Kreiseu Paliistinas steht man der Delegation mit grosser Besorgnis gegenuhcr und glaubt nicht an die F.hrlichkeit ihrrr Absicht. die Interessen der pal istinensis-ohen Araber bei drr Londoner Regitrung zu vrttretrn. Besonders gegnerisch gegen die Delegation ist man in den Krrisrn der Parfoi des Jerusalemrr CJrossmufti 'gestimmt. Zwischen drm tatsachlichen Fuhrer drr indischen Delegation, Schaukat Ah. und dem Jcrusalemer Mufti herrscht schon lange rin tiefer prrsiinlicher Huss. drr zu besiinders scharfem AusJruck aut dem mvihammedanischen Kongres* im Dezembrr 19M ku,m, auf dem sio unttfreiuander um die Priisidentschaft des Kongressos rangen. Die Partei des Mufti bekampft au-:h das Projekt der Uebergahe des Kalifats un irgendiemanden, weil dies eine Zuriickdriingung vies Jcrusalemer Mufti von seiner iefzigen Ppsition in drr mohammcdanischen Welt bedruten 4^urdr. Dagegen wird die Partei der arubischen Opposition, die Familie Naschaschihi. grgrniibrr drr indischen Delegathin wahrscheinlich eine freundlichere Haltung einnehmen, schon deshalb, weil sie jeden unterstutzt. drr dem Jrrusalemcr Mufti und seiner Partei feindlich gegenubersteht. Naturlich sind dies vorliiufig alles nur, Vermutungen. uber drren Richtigkcif man! erst nach der Ankunft der Delegation in Pal urteilen konnen wird. Paldor. A NGLO-eeCHOSlOVANISCHC UND PRAOCR CREDITBANK ** Akiienkapital KJ 255,000.008. Reserven KJ 143,000.000. , txpoi!Ijr Franzensbad, Go«fhcsfraas^ ,.Haus Orimrn*4. Telegr. Anglobank. Fernsprecher Nr. 51. Zentrale in Prag. Filiale in Lonihvn. Kauf u. Verkauf von Devisen u. Valii- <en. Zahlungen auf Kreditbriefe und Schecks. Kulantesfe Durchfiihrung aller sonstigen hankgeschuftl. Transaktionen. Brillen / Vasicek Briinn Ma.aryk. 10 PERIVIST l>rr iit*r\i»rrugrmir iiidisoho Gelehrte Prot. ''.ih-atorr Otto l en g hi. d*:r Begrunder der anthiopologisclj-biologischen iWwtgung in drr Kriminologie, ikt in Rom T^iahrig gestorhen.z 1> v ar ^«*irtrrzeit Assistent .des weltberuhm-, »rn K*iminol.'grn Ces;*rr l.*'mV>roso. drr rbcnfalls Judr; uar. Prof. Oftolenghi hrklridi*.fr l.rlirstuhU* in bionna und i« Rom und begrundefe »n Rom dir rrstr Hochschulo tiir Kriiiiir»olo*»ir. liir er bis zu seineni I ode citere. Hr vrrt'f^ertlirhfr zahlrrichr grunil- I* gr.nvir \tl r*L-M aus srinrm For^chungsvi-r .-rr und vjertrar Italien srrts auf dei Das hvhraischr Thrater „O h c.C (Tel- Awiw i hatte in London mit der Auffuhrung von Stefan Zweigs „Jeremias'* einen ungrwohnlichen Ivrfofb zu verzeichnen. n«r fkirnloll versteht sein Facil. ScI es ORdl UlvR wa* willgrputzt gefiirbtoder gewaschen , Alles ist wieder wie neu- Chem Reinigurig Kunstfarberei LEOPOLD SKAROLEK, Brtinn. .Fabrik: Grillowitzgasse 28. Teleplwn: 18.H1, I6.V29. JUdlscher Welfts pietet STATISTISCI1ES AUS BULGARIEN. — Sofia. Wie dem Kultusrainisterium . auf deSsen Verlangen mitgeteilt wurde. gibt es gegenwartig in Bulgarien V Synagogen und vier Bethiiuser. Die iilteste Synagoge ist die Plowdiw' (Philipoppel) aus dem Jahre t534. Es gibt in Bulgarien 54 iiidische Gemeinden (51 sephardische, x aschkenasische). Von historischer Bedeutung ist die Gemeinde der Donaustadt Nicopol. wo der Verfasser , des Schulchan Aruch Joseph Caro gelebt und diesen religiosen Ki>dv*x zu sriireiben hrgonnen hat. ARABISCHE XEITUNCEN ERHALTEN SUBVENTIONEN AUS DEUTSCHLAND. — (Palcor.l Durch die arubischen Stiidte Paliistinas fiihrt in der letzten Zeit ein i* gypfischer Araber. Tufik Diab. Rrdaktrur riner arabjschen Zeitung in Kairo. Diesrr iigyptische Gast beruft N'rrsammlungen ein und Hiilt Referate, dir sich in der Hauptsache gegen die hritischc Mundatarmacht wenden. Wie wir aus gut informierter Quelie hdren. 1 fr.*- Kongrr'.M’n. drr Kriminalisten. P It.tiir Vttili.« v* o m i g l a n drr rinrr in; -chan«^t*vrhrnr^ rahhinfsrhrn Familie *rr v »rdr /um “Professor fur itahr- I.itrratuit. :»r drr llnivrrsitat in Florcnx, Orr St.nit Danfc*s. rrnannt. Ivr isf drr Nach- •-•!jrr -:»*s Litr4aturhi>rorikrrs Senator M ii ti- ^ri ’dcr di*- I Nltrrsgrrnzr rrreicht hat. i Pr.«?, b .i fi ililrw’itsi'h iler l>rruhmtr r i'.'.«*.* - Arktisforschrr. srinofzcit^ Irriter drr Iirtrut:*esr'pedjt^on fiir Nivbilr und srine Lrutr. wurur aim l:i:lirrr der Arkfis-Exprdifion rniannt. dir an, Bord drs Dampfrrs „Sedov" drr r.ittlrren .'.Tril des Kurischrn Mrrres rrl*«rscrirn \ :ll.: IVr F.xprdirion verlirss Leningrad a:i: '' ' luli. Samoilow ifsch isr be- -. --»nftivH Judc. Dir New Vorkrr Monatschrifr rary \Xorld“ widmrt ihr Juli-Heft dem Gcdachtnis dps vor /rhn Jahriti vrrstitrbcnen Prager Dichtrrs Franz K a f k a. ilessen Dichtung iudjschr 'X esrnselrmrnte markant w*t^ drrspirgrlt. Kafkas Dedeufung wird von Waldo Frank. Mi *hael J. Bernstrin. Dertis Suurat, Thomas Mann und Max Brod. gewlirdigt. OF*errabblnrr l>r. laimanurl l.iiu wurde anlåsslich srinr-* Gcburtstages von detp New Vorkrr rheoh’vgischrn Seminar zum Ivhrendoktor drr iudlschrn Wissrnschaften rrnannt. t Dir turkischr Rrgirrung hat den zur Zrit in Istanbul wrilradrn Komponisten Hofr:*t Prof. [)r. Joseph M a rPirektor der Wiener Akadrmir fur Musik, als Brirat fur die Umgestaltung der musikalischen Angelegrnheiten der Tiirkrt verpflichtrt. Prof. Dr Marx wird um die SchaUung* von Musikscluilen. Gesellschaften und Vereinigungen, ilie sich mit dttr P(lege hrimischrr und europiiischer Musik befassen. drsglrichen um dir Heranbildung tuchtigrr Musiker und Komponisten brmiiht switi. x T', ’ . *1. « W IC * ^-i-vsteht Tufik Diab mit Hitlers Propaganda- „The Lite. r1'"' (Ministerium in Verbjndung und seine Zeitung erhalt von der. Hitler-Partri dauernde Subventionen. Aus derselben Quelie horen wir. dass auch die neur arabisch-nationalistipche Tageszeifung „Al-Difa" in Jaffa eine stiindige Subvention von der Hitlerpartei in Dcutschland erhalt. Zll FlISS NACH PALAEST1NA. Warschau. Eine Gruppe von 5fh'Mitglieder i lies Hapoel Harevisioni hat dieser Tage eine Fussw anderung nach Paliistina angrtretrn. Die Gruppe. i»uch z.wei Madchen angehoren, will ihr Vanderziel uber die Tschechoslovakci, Oestrrreich, Jugosluvien, Bulgarien, die Turkei und Syrien erreichen. 600 JUNGE POI.NISCHE JUDEN GKHEN NACH BIRO-BIDSCHAN. Warschau 15. Jt:li (2. T. A.| In diesen Tagen begibt sich aus Wilna nach Biro-Bidschan eine Gruppe von 600 judischen jungen Mannern unu Madchen. Dir Brwrgung zur Auswanderung nach Biro-Bidschan isf in der judischen Jugend Polens ziemlich bedeutend. so dass mit der Abwunderung weiterer grosserer Gruppen in 'ahsehbarrr Zeit zu rechnen ist. Feuilletort. Auf dem Weg nach Schemenez! SiflTt! Liht \ t'lKMl . \: tic r?.u alli-in U I i il t ■ >i. n. ncnnt or si I.i'.H, mut, 1 atleti noel t-'r niilit ai nani-, w ic vjclirnt hab hr s Ihr Schlu>s. niihiVtl.-nn dijh kcji-j-.- Moilcn! s.ut2T er. Da list nyiliiik i/n juNDnsoh mit eimrin | achteckiv^n „Warschautir Schncid f" h. Zu ihtn latiten nun al e cli inuss in Ineinen all 411 aut die Dofier ijehen t moderne Art und dh eh es von nieinem \ a er e und wie v>i mein \ a ér von ineiiioth Grossvate-# sjelernt n;»t. Wilde SacFen verstehe 4ch nicht. illod als wldlt c er midj frosten, fugte er hinzu:) Aber j eden Frei ag komme iehiheim zu nnjintr Alten, lleberall islt Gottes Wt-lt und sejae Schiipfung. I j Und dant^ nach einerl langen \XV:U; des Nachd^nkens: Um) schliesslii:h? Wer wiirdeihier Gott Ioben und dmken fur seih Getreide und fiir al es, u as er geschatfen, u enn sich nicht ein lude eiivmal hierher verirrte... lnzwischen! hatte es sich draussen aufgéklart. uhd die Sonne schien ins I enster. Ist e*1 noch ueit von hier nach Schemenez? frage ich. Drei W erst. der 'X eg geht geradehaus. idi danke der Biiuerin tur ihre Ciiite und nehme Abschied. Aber der Alte sieht mir lange nach und seufzf: Ivrst Montag! , * Nun bin ich wieder auf der Landstrasse. Der F fimmel ist klar, die IX’olkun ziehen fort, irgendwohin. Die nassen Felder lacheln zum Ffimmel empor und danken dem Fferrn fiir seinen Segen... Und uber dem kløren Himmel mit seinen tiefblauen Wolkchen wolbt tsich eln Regenbogea iti bunter Pracht... „Gott hat sich erbarmt; er hat sich des Bundes erinnert," spricht der Ffimmel und trocknet die feuchte Erde in echter Liebe, so wie die Mutter die Backchen fhres verweinten Kindes trocknet... Auch der Felder hat er sich erbarmt; doch sie erinnern sich an nichts und wissen nichts mehr vom Bunde. * Die Sonne sinkt rr.ahlich. Ein zarter Wolkenschleier schwebt uber dem ffimmel. Nach Abend zu ergiesst sich ein goldenes Meer mit zerstreuten hlauen Inseln. Der volle Mond wird hinter den Wolken schon sichtbar und lugte wie durch einen zarten Flor, der leicht vor dem Monde hinfortschv ebt... Und allmahlich wird das rote Lichtrr.eer kleiner, und die dunkeln blauen Inseln werden grbsser, aber der Ffimmel umher wird dunkler und der Wolkenvorhang vor dem Monde zarter und leichter, und wallt vorbei. Und der silberne Mond tritt hervor. In der Ferne ein paar einzelne Baume. Als ob sie von irgend woher aufwiichsen. Und immer mehr werden es ein ganzer Wald. Und der Weg schlangelt sich zwischen den Baumen hin. In der Luft schwimmen verirrte Stimmen . . . Menschliche Stimmen und Quaken von Froschen. Ein Bauemjunge kommt mir entgegen und singt ein Liedchen, ein weiches, klingendes Liedchen. Und er geht irgend einen Seitenweg entlang und kommt mir aus den Augen. Aber das Liedchen wiegt sich noch lange in der Luft... Nun werden die Baume wieder seltener. Das Rauschen der Blåtter wird leiser. Die Gegend liegt da, als horchte, sie lauschend auf. Ueberall Ruhe. Nor von weitem her quaken die Frosche. Und dorten, weit, starrt etwas in die Hohe... Ich sehe es scharfer und deutlicher, nur weiss ich nicht, was es ist... Ein Hund beilt... Dann_ ein langgezogenes „Muh" aus vielen' Kehlen... Die Kuhe kehren heim zur Melkerin. Grosse gelbe Flecke. bewegen sich vorwårts... Muh!... Dahinter eine Bauerin mit einem Zweiglein. Zwei Juden gehen auf dem Wege, Sacke auf dem Riicken, Stbcke in der Hånd. Dunkel wird alles umher. Heimlich wie im Stubchen bei der Mutter... Da steht ein Wagen mit einem Kålbchen vor einem Hause. Das Kalbchen schreit, und die Buben stehen umher und spielen mit dem Pferde.

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