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Jüdische Volksstimme · 1934-05-10 · 15 (10.5.1934) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXIV (1934)
Issue
15 (10.5.1934)
Date
1934-05-10
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nummer 15.' 10. Mai 1954. Aus Die GeSamtsumme Jer Depositen, die in Palastina-Banken hinterlegl sind, betragt jetzt nichl v'eniger als 10 Millionen Pfund und iiberste gt die vom Ende 1932 um das Doppeltej Es handelt sich hier um Oelder, die nochl richt in die palastinensische Wirtschaft nvestiert sind und die als Reserve furizujkiinftige wirtschaftliche Betåtigung anåuschen sind. Der starke ZufluB, von Barklapital bringt es mit sich, daB die Banken picht in der Lage sind, fur diese brachlie^jcnden Oelder Zinsen zu zahlen. Der Export Palæstinas an Zitrusfriicltten .in dieser Saison betrug bis zum 18. Marz 4,612.739 Kisten, davon 280.000 Kisten (trapelruit, das iibrige Orangen. Diese Exportziffer ist um 150.000 Kisten hober als die Zahl der wahren der gesamten Saison 1932 33 ausgefuhrten Kisten ntit Zitnjsfruchten. * Seit Beginn der Orangen-Saison bis zum 10. April wurden aus Palastina 5.304.540 Kisten Orangen naclt verschiedcnen Landern der Welt ausgefiihrt. Die FebruarSturme in Palastina haben der - Orangertkultur viel Schaden gebracht. Jfidische Pflanzer hahen einen Verlust von etwa 250.000 Kisten Orangen zu verzeichnen. j * In iler Jahresversamntlung des Verbandes Ucf palastinensischén Weinbauern wurde mitgeteilt, dali der Export von Palastinawein sich in diesem Oéschaftsja.hre gegeniiber dem Vorjahre um 30 Prozent erhflht liat, was hauptsachlich auf die' Aufhebung del- Prohibition in Amerika zuriickzufiihren i$t. Aus Amerika laufen dringende AuftrSge auf zebntausende Flaschen Wein bei den Kolonien ein. In Rischon le Zion und Umgebung wurden neue Weingårten aflgelegt, um der gesteigerten Nachfra|gej gewachsen zu sein. Auch der europaisclte Markt nimmt jetzt' mehr Palastinawein als frfiher auf. *; Der Vorstand der Judischen Oenieind#zu Berlin hat beschlossen, die an ihn Wie an alle judischen Gemeinden der Well ergangene Einladung der Stadtver\yaltung Tel-Avjv zur Teilnahme an den Fejerlichkeiten aniaBlich des. 25jåhrigen Jubilæums dieser lersten rein jOdischen Stadt; anzunehmert. Als offizieller Vertreter i begibt sich dajs Mitglied des Gemeinde vors tandes Dr. Aron -Sandler nach Tel-Aviv. Freisf trudt im 1*10265$ Dr. Kusel-Martin Berger i tt der Es Hauptver KoSice in Ehrenbelejii er bei dingten votlst&ndfe der Kritik dur ch ertaubte ist" dageg beim Obo unwahr, daB I tandlung vor den dein gegen ihn idigungsprozessi eitiwi Berger bei der Obergericht in eingereichten — in welchem ersten Instanz zu ewter unbe- ^rreststrafe verurteilt wurde — freigesprochen wurde, „weil in des Hebråischen Schulvereines Zeitungsartikel Bergers das kfafi nicht iiberschritten worden en ist die Wahrheit, daB Berger rgericht in Kolice nicht freigesproclien worden ist und keine meritorische Entscheidung in Kosice getrotfen wurde und wurde nur angeordnet, eine Obersetzung, des. inkriminierten Artikels vorzulegen. Demzufolge sind auch die FolgerungenWd „daB Herr Dr. Kugel sich schon seit jahren einredet seine Hanillungen diirften nicht kritfsiert werden", weiter daB er nunmehr eine cntsprechende Lektion bekontmcn hat und wird sich in Hinkunft ersparén, Gerichte zu heheliigen, ehéntalls als unwahr zu bezcichncn sind. Kit« ' I Zur Mund- und Zahnpflege \ \! Die Palåstinaregierung hat den ihr —' ntick in das ’iion. Juaendhrim in Brunn vorgelegCn Haushaltsplan der Stadt Tel- Aviv fur " ' gen.ehmidt der Gesamthohe von 200.000 Pfund vor- Hålfte dieses Betrages soli aus das Verwaltungsjahr 1934—35 der stadtische Einnahmen in sieht. Dit Steuern i nd Liz^nzgebiihren eingehen, ein weiteres i/iertel betrifft die Einnahmen aus der Was: erabgabe, der Rest soli aus verschieden n kleinen Einnahmequellen stammen. Hiirbei wird auch ein Beitrag der Palastina regierung in der Hiihe von 12.000 Pfund in Anrechnung gebracht. Die Einnahmen im neuen Verwaltungsjahr simi um 50.000 Pfund hoher angesetzt als die Einnahmen des letzten Jahres. — An Aus gaben sind fur das neue Verwaltungsjahr fiber 90. 300 Pfund vorgesehen. In diesem Betrag sind 27.000 Pfund inbegriffen, die die Stadt zur Ruckzahlung alter Anleihen verwencen wil|, sowie die Ausgaben fur das stat tische Sanitåts- und Schulwesen. Besuchen Sie die neuerSffffnete j. (BfOlHICT FlsdUpdSSbillø Dtijadala S, »kw Kloo Kapitel Sie delekticreo sich as uoseren gut subereiteteo Fischen. — Buffet - Getråoke feder Art. — Geoffnet vod 7—24 Uhr jeleo Tag. - - -" |-- den worden, lieB sich allerdings akich bei dem Hlolien Besuch wohl weniger yoraussetzem åher da der eigentliche Festakt doch im'lnnern des Tempels vor sich zu gehen j hatte, so war nicht zu befiirchten, daB jéne „Sehenswurdigkeit” hier irgendwie beeintråchtigend wirken kiinnté.- Schon zu friihester Morgenstunde jenes gtloBen Tages war Schaul, der Tempeldie(tei(, in das Gotieshaus beordert worden, um Daselbst alles in gehorigeit Stand zu sejzeh, dem Tempel gowissermaBen seine Pesttoilette anzulegen. Er hatte wirklich al|e Hånde voll zu tun und mufite jetzt fljnk zugreifen, sollte alles zur festgesetzten Zeit in tadellos einwandfreier Weise sich dem Auge prKsentieren. — Gegen Fiinf nachmit. — so um diesen Zeitpunkt herum erhoffte man sich das Eintreffen des hohen Besuchers — war das muhevolle Dekorierungswerk Schauls seiner Vollendung nahe: das seidengestickte Jomtof-Porauches prangte bereits vor dér heiligen Lade, in deren Innenraum sSmtliche Thorarollen mit herrlichén M8ntelchen und silbernen BehSngen Versehen Wareit, und ganz besonders bot die auf dem Almemor aufgestellte Chuppa mit ihrer rofsammtenen, goldbefransteh Decke einen. irtiposanten Anblick dar, dér durch den strihlenden Schein der an beiden KandeUbern angezundeten Kerzen noch erhiiht War. — Mi - jener-stolzen, innerlicben Befriedigung wie sie nur das Gelingen eines schwer :n Werkes hervorzurufen . vérmag, fiberscnaute unser Schaul nochmala prufenden Blicks seine vollendete Glanzleistung ■ und war in soleher Értatigung so vertief;, daB er es dabei (jberhort hatte, wie sit h die Tempefture geoffnet hatte, durch lie jetzt ein frepider, elegant gekleideter Vtann eben eingetreten wav. Man kann is'daher begreifen, welcli schreckhaftes Gefuhl ihn itberkam, sowie I sein Blick > vie zufailig in jene Richtung abirrte, woselt st er des fremden Mannes ansichtig werde i muBte, denn sogleich sagte es ihm ein ah itungsvolles Etwas, daB jener ganz gewifi nur einer aus der allernSchsten Umgeliung des zu erwartenden hohen Besuche s sein konnte, der hierher vorausgeschirkt worden, um das unmittelbare Eintre fen desselben anzukfindigen. Aber ehe si :h unser Schaul ein solch unvorhergesehrner Situation entsprechendes Verhalten zurechtzulegen vermochte, war der fremd : Mann schon an ihn herangetreten, um Lar ihn eine Frage zu richten, die er in dieser i Momente und aus solchem Munde am allerwenigsten erwartet, die Frage namli'ih: „Zu welcher Stunde wird man hier , Maariw" (das Abendgebet) beten? Ich hibe nSmlich heute „Jahrzeit” und mOch;e gerne „Kaddisch” sagen”.- j Unter der 'Leitung des Iruheren Rejgissturs der Altonacr Schiller-Oper Benno Frånkel wurde in Tel-Aviv eine „Katmneroper” geschaffen, die ihre Vorstellungen am 3. Mai mit der Aufiuhrung der „Magd als Herrin” von Pergolese und des Oft'enbachschen Einakters „Mådehen von Ellizondo" aufgenommen hat. la die musikalische Leitung dieser „opera camarit", deren Veranstalturtgen im Gebåudé der bekannten ,,Mugrabi-Oper" durchgefuhrt wurden teilen sich die Herren Karl Salomon und Dr. Werner Sommerteld. * In Tel-Aviv wurde unter der Firma „The Kollenscher, Loewenberg ét Co. Batik Ltd.” eine Bank eroffnet, deren Grunder samliich aus Berlin slammen. Das Kapital betrågt 25.000 ‘pal. Pfund. Die Bank wird, wie „Pal aews” meldet, sich mit allen Bankgeschåften befassen; besondére Pflege wird den Kapitalanlagen und Verptdgensverwaltungen unter spezieller Berucksichtigung des Hypothekenmi.I Grunilstucksgeschåites und industriellen Emissionen gewidmet werden. ■ Tausend jiic.li.sche Stadtarbeiter und 60U jiidische Schuljugend und Schulmå lchen aus Tel-Aviv, Jerusalem und Haiu waren aufs Land gegangen, um die Lmbriilgung der Ernte in den -jOdischen P'antagén zu erleichtern. Sie baben insgesamt 21:500 Arbeitstage geleistet. Ware die Arbeitereinwanderung nach Palastina nicht eingésehrånkt gewesen, so hatten iiber 1000 neue jiidische Arheiter jetzt in den Plantagen und spater bei andercii Erntearbeiten Arbeit finden kimneii! * In Tel-Aviv wird in Kiirze eine Fabrik eroffnet', die sidt mit Vernickclung jeder Art und GriiBe befassen wird. Mit der Fabrik wird gleichzeitig eine modern eingerichtete Reinigungsanstalt errichtet. Diese Fabrik wird die Errichtung von Unternehmen érmiiglichen, die Metallerzeugnisse produzieren; die iler Galvanisierung bedfirfen. Bis jetzt muBteit alle Erzeugnisse dieser Art aus dem Auslaml hezogeii werden. * In Tel-Aviv wurde die dritte Jaltreskonferenz der judischen Zahnårzte Palåstiitas abgehalten. An der Tagung nahmen fiber 150 Zahnårzte aus ganz Palåstina teil. In mehrtågigen Beratungen wurden fachwissenschaftliche und organisatorische Fragen erfirtert. Ein besonderes Gepråge erhielt die Tagung dureb die Teilnahme békannter jfidischer Zahnårzte aus Wien, die eine Reihe von Referaten fiber die Zahnheiilkunde hiclten. Die anlåBlich der KonferénzveranstalteteAusstellung hot eine gute Obersicht iiber die Leistungen zM der palåstinensischen Dentistik unij -itire technisirhen Fortschritte.; # Nach Meldung der arahischen Presse hat einerjudisehe Gruppe den gesa Gutbesitz Beteica im Nonlilistrikt Pajåstinas im Umfang von etwa 70.000 IJunam Boden um den Preis von I6O.O0O Pfund” von den bisherigen svrisch-arabischen Eigentumern angekauft. (Im Zusafnmenhang mit dieser Meldung, die sich auf den Kauf eines umfangreichert Areals innerhalb des syrischenarabischen Oebiets beziehen diirfte, verweisen wir aut die Vorwochaan dieser Stelle eeriiffentlichten Ju*len n£<Jh Syrien!”) j Hdelfuchse Pavfouiekf Passage Brunn, Johannesgasse 7 Jonsk« Werfvolle PoInsfino'Reiaeberotung und monatl Palistinareisea^ B^ikH eller Mittelmeerlinder. sehr billig, benie Referenzen. Anfregeit unter Angabe von Beruf, Vermogcnsverhaltni.-v^n, Pal) sowie Prospektzusendung bei Einaendung von 2 intern. Portoanweisungem „PAG1*. :eg. Gen. m. b. H.f Wien VI. Capi gaase 2. FOTO DERBY é Alois Handl, Bmo Jakubtké nåmétti i. 3 Aus dem 3. Reidi I)er Minderheitenschutz in OberscWeaien. Die Zeitung „Deutsche Ostfront'', Gleiwitz. enthålt einen parteiamtlichea Unlergaubefehl iles Untergauleiters Waldmann.'in dem es u. a. IteiBt: „Um den aus dem (jenter Abkominen fur ilas Deutsche Reich sich ergebemfea Verpiliclttungen Genuge zu tun tind din in dieser Richtung bisweilen auftretc'iden Schwierigkeiten zu begegnen, we'rdenj allé Unter- und Nebengliederungcn iler NSDUP.” innerhalb des ehemaligen *{berschlesischen Abstimmungsgebiets a|ngewiesen, jegliche iittentliche Propaganda gegen Angehtirige tter jOdischen Minderbeit im iriiherén Abstimmungsgebit|t zu itnlerlasseii: . . I VerstiiBe Werden in Zukuntt pårteidisziplinarisch geahmlet." Gegen judisehe Lehrlinge in landwirtsdtaflidien Betrieben In einer Bekanntmacltung iler Landesbauernschaft Oldenburg wird. wie die .Frankfurter Zeimng” berichtet, i!aratit hingewieseit, daB die Zionistische Vereinigung in letzter Zeit versucht håbe, unge Jinlen in landwirtschaftlichen und gi rtnerischen Betrielien iinterzuhringen m t der Begriindung, sie durch einjåltrigc praktisebe Tåtigkeit in solehen Betrieben 1fir die Auswanderung und Ansiedlung in Palåstina vorzubereifen. Das Oldenburgische Staatsrninisterium håbe es abgelehn(, sein Einverståndnis.mit der Unterbringung von jungen Juden in lamlwirtschattlichen Betrieben zu erteilen. Es werde daher die Etwartung ausgesprochen, daB sich [keine Gartenbetriebe bereitfånden. Juden tinzu- . stellen. __ f

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