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Jüdische Volksstimme · 1931-12-03 · 46 (3.12.1931) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXI (1931)
Issue
46 (3.12.1931)
Date
1931-12-03
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Jfidisc tc Volksstiimm.' Nr. 4l>. KRALUPO BENZI bei 600 Benzinpumpen Inlimd. zm MOT in der Republik Adoli Damaadike spricht in ein er Presse-Ki mierenz fiber den |Jodenrefon i- Qedankeii des Jfidischen Nationalfom Is. Der her-orragende deutsche Boderne-, iormer Dr. Adolf Dainaschke. Iiielt;uf Einlgdung der tschechoslowakischcn L situng des |iidischen Nationalfonds im Rj limen der jubilaumsfeierlichkciten des bationalfom s einen Vortrag fiber Boden cform. Vo dem Vortrag fand ein. Pres: e- Empfang statt, dcin u. a. auch der Priiiident des Senats der Tschechoslowa :ei Dr. Fran: Soukup, Senator Havelka, der Leiter de: staatlichen Bodenamtes Dirh in, Abg. Dr. Matrik, der Prasident der jfi lischen Vd kerbundsliga Dr. Emil Margulies, Abg„Dr. Angelo Goldstein u. a. m. beiwohnten. Dr. Adolf Dainaschke ffihrte in seiner Ai sprache an die Journalisten u. a. aus, Paliistina kbnne etwas G ro Ges w.-rden, wenn die Prinzipien des Nationalfonds, rer seinen Bodenreformgcdanben aufgenor linen håbe, aufrcchterhaltcn b ieben trot: des Andranges des ameri tanischen md. westeuropSischen Kapital! in Jas unti r englischem Schutz stehciide Land. Dis jfidische Nationalheim sei ein Modeil f ir die Idee der Bodenreform, ein Vorbild Or den Westen und Osten. Glaibt das Organ des AuBenm nisters an den Ritualmord? Ober die net erlich vert; gte Verhandlung im Ritualfall ron Simera in KarpathoruBland, bei der ge;en zwei weitere Juden die Anklage wc »en versuchtnr Blutentnahme zu ribie len Zwecken ausgedehnt wurde, berichtet i. a. auch das Organ des Ischechoslowakisc ieil AuBenministefiums7 das „Ceské Sloi o", in seiner Abendausgabe vom 21. Nov >inber und f iigt hinzu; „Der Fali, der aucf im Auslande betråchtliches Aufsehen erre^tc, und der neuerlich die Fragc aufwirft, ob nicht irg^ndwelche jfidischen Sekten JV.enschénblut zu irgendwelchen religir sen Zwecken verwenden, wurde genau untersucht unJ schon einigemal vor Gericht behandell, ohne daB man zu einem Ende gekommei. wåre." Bei Ischian erfolgt auf ein Glas natiirli rhes „Frani-Jorer’-Bitteniasser, friih niichtem genommen besehwerdelos ausgiebige O: rm entleening. an die sich ein behagliches Ge fiiht der. Erleicl itening anzuschiiefien pftegt. i rztlicho Fachichrift enviihnen, daB daa Franz- Joaéf-Wasier auch (regen Kongestionen lach der Leber und dem Mastdarm, sowie bei Håmorrhoider, Prostataleiden und Blasenkat »rrh nicher und angenehm wirkt. tn atlen Apoth »ken und Droge rien erhaltlich. Prof. >r. Alfred Spitzer in Nikolai urg. Am 21. Nov. hielt Prof. Spitzer aus Mrien, von der P riisidentin der Wizo, Frau Vally Teltscher i tnd dem Obmann der zionistis :hen Ortagruppe Prof. Huller herzlicbst begriiCt, in Nikolsburgrr Beth haam einen Vortrag iiber daa Themi. „England und die Juden". Aus " elgener Scl au, entwickelte der Redner, Anglist und guter Cenner von Land und Leute in land die Be zi#hungen zwischen den Engla und Juden. 'Kr wies darauf hin, daB die lurig der J uden innerhalb der engliachen t brSuchen, fentlichkeit eine unvergleichlich gUnstiger > als in den and em europiiischen Liindern aei. Aus dieser gtini tigen Finsteltung einerseits he ‘aus. Folkloristen (Forscher nach alten Volks- Volkssitten) eine dankbare Auf- Wfinsche sngjtel- Ofgabe zu erforschen, woher die ahnliihen, ja fast gleichen ZQge in den Hervorliringungen d :s Volksschrifttums der versi hiedenen Vd ker kommen. Man wurde di auf die merk wOrdige Tatsache stoBen, daB •der altjfidische Midrasch Stoffe enlhSIt, _ die auf i en verschiedénartigsten W egen ” zu den v trschiedenen VOlkern gelan; (ten. Als ich Arlotto las und seine Schwi nke, stieg der alte Klezmer vor meinen Algen auf. Wesiicki selbst bekennt, daB Prof. ihm viele Parallelen zwischen Arlotto p id dem talmudisetien Schril ftum gegebeu iStte. jedenfalls werde ich itets gedenken des Klezmers und des Ch^nukt fcah im Ghetto. anderseits s ber au ch aus einer geistigen B dung der England« r an die Juden, wie sie sich zum Beispiel in eii er schrankenlosen Begeis «- rung fur di«| Bibel kundgibt, erwuchs die gro Se Gestalt des Lord Btilfour, der dadurch, d iG er den Judan die itflfourdeklaration sche\; «, sich mit unauslbst hlichen Buchstaben in «fie Annalen der Welt ^eschichte einschrieb. Ei sahlreiche Zuhorei schaft dankte dem Vorti genden fUr steine ist vor allem ein die insbesoridere ii zionistischeh Artx i nden A jllunp i Feststellung, da G der Kmeuerung Die Vorsiteende, dann bekannt, da demie, eine Chani zert Stuscbewsky tung Stuschewsky * Jiidischen Musik Herr Rabb. Dr. einen sehr inten Stellung dér jiid Schrifttum" und der Vergleich der Seite 5 OROIL zu haben brachten uhd rak anekdotiaehem geschmuckt« n Aus 'iihrungen. Tescher. Di« sowohl aus Tsche< 1 mit Temperament vorge- Matenal H. ,Wizonf welche Mitgli« hisch-Teschen als auch Cieszyn (Poftn.-Te* :hen) kat, hielt am 18. Név. ihre Generalversanmlung in Folnisch-Teschlen auf die tagsvorher voi kommenen antisemitiaehen Hochschuler^Exzés se war der Be«u< h aus C.-Teschen schwach. Die Vorsiteende, Frau Sophie Kohn (C.- Teschen), erstatte« den Recherischaftsbericfit, aus welchem ersithtlich war, daB die auf den Gebliete d< r Palastinarbeit, der Kultbr, der Organisation ind der sozialen Arbeit eiffig gearl>eitet und sch >ne Erfolge erzielt hat. D|es Ven(ienst der Vorsitzem Tschechisch-Teschenan it hervorragend, besser sagt, fast ausschl e GI ich, beteiligt ist. Die geistemder^ Ausf ihrungen schlossen mit die Wizo eine lebendige die Krafte der jijdischen Frau in den Diénst les judischen Volkes stalle, lebljaft akklamiert, gab l die Wizo eine Kinders kakahbescherung und ein Konplane. Der als Gast an sende Berichterst tter machte auf die Be< euals henorragenden Kii istaufmerksam. Sodann 1 ielt Eisenstein (Potn.-Teacfcen) ssanten Vortrag uber , Die schen Frau im j udisc ber fiihrte u. a. aus, daB sc bor judischen Frau mit der TI ors ihre hohe Wertsc hatzung bewéise. Er wi Bti sogar d*r <J m Morg«ngeb«toa^t^ V '."TCH^ine zufriet enstellende Deutung zu gql den Wunsche, die jii< Frauen mtigen c er einzig dastehenden _ naissancebewegur g unseres Volkes ihre Krafté leihen. Die1 Wahl»n der Leitung wurden jfiir eine besomlere Si zung verschoben. Prof. Emsti Vogel. Ibi rcch Zionisten, si recht VVer ist wøhll Jeder Schekt* seine Zionist^! Jahr (5092) VVie hoch ist di KC 50.— bis Mindestbeml ti ifhert Euch das Wakl m Zionistentag. htigt? zahler des Vorjahres, der nsteuer fiir das laufenile abgefiihrt hat. |e Zionistensteuer? K£ 1000.— pro Jahr; f(tir elte KC 25.—; fiir Jugend Sin Gnanukkahabend. Aus. der (un „Wenn etik rerfiffentlichten) Novelle: as werden «oll . . ." \rim i kaj Von A Es war stimule, die Ah; ISngst verglom n Schnce, der Helle. di: S; Set ni Der Landb spat von der war gegen kommen, und breite Schritte Austragen der fertig werde. Er hatte ni dischen Schne di gében und er1 der „SalonT de: Postbote hatte jahre niebts jener nicht, roben liefen d nicht ein. Wai zu schaffen ha Wohl fristet' der Aufschrrft: Pcsl liche bis 22 Jiahre, lie nicht iin 10 iuf 125 bis 75 bis 124 twei; Mandate usw. Wozu dietit di s Zionistensteuer: Zur Finanzii rung Paiashna hier zu 3. Dezember 1931. leben stehen und irt Jugendgruppen or- Kronen. gamsiert sin Wie werden dje Ma^date berecÉaet Auf 25 bis 7M Wal Jberechtigt; ein; auf dier im Hi iblick auf leistenden Erwerbs-- 175 drei Arbeiten: Organisatioi, Pro|raganda,, t ubventionen fur Chaluziutli, Jugentl, Schulwerk usw. | Wo ist die Zio ligtensfeuer zu be rahlen? Bei den Orts(gruppiin oder direkt auf das Postsparkas&en-Kojito des /innistischen Zentralverbandes (.Praha Nr. 210.551). Wozu dient der Zkm stentag? Rechenschaft fiber die vcrflo isene Arbeit, Richtlirie ffir die Zukun f. GroBe ErtMfhaft d«r zlowakiwl icn Jnchiwoth. Die ort)k>daxe Landeskanzli i fiir die Slowakci erhieltjvom H Ifsverein deitscher Juden in Berlin die Mitteilung, daLVdir im vangen Jahre in Lpusannc ’ verstorhen ' bekannte Bakteriologe B.j M. Hi ffkine, in leinem Testament von den 10 ,V (Ilionen Kr. jiken, eine namhafte Sumnie den falmudschu en in der Slowakei und Karpatho ju Bland zug -dacht hatte. Der genaue iietrag at noch nic it bekaimt. Die Nachricht hat groC is Aufseher erregt, da sich die Jeschivfoth sci oh ’seit mel reren Jahren in groBer Notlage i>efinden. Slowakische Stud1 intenschaft fiir Einschrankupg deal Aualai dersJudium,. Der Verband der slowakischen' Studon>.en mit dem Sitz in PreBburg, hattr einen Au: schuQ zum Studium der V.rhåltni >se nn der 1-reBburger Universitiit einaesetzt, welcher eii er kiirzlich abgehaltenen V.IJversammlang les Verbandes einen Bericht vprlegtej (In dem richt hciBt es. daB die Bedpigungen, unter le ten die Jugend an der slo^akiscf en Hochschi le studiere, Aufmerklaehdriickterden, daB der ZufluB ' Jniversitat i i PreBburg ssig ist, als iadurch die 'ind die Erziefiung der nic it bedroht innehrung dsr Zahl der ’ Studium K 'drohen. nicht entaprecheb. liesl alb m1'^- .1 samkeit der kompetent;n Faktoren lichjit darauf gelenkt der Auslånder an die nur in dem MaLje zuh Existenzbedingungen slowakischen Sjudente^ivcnoft wird. Eine wci Hdrerschaft weitere Vi wienle da Brit tin* r Nach rlchion. Blbliothek dir Brfijner Kaltuigemeinde. Bibliothekssti ndeti; rjeden M mtfg und Donners: ag , von Vi8—*/2 - *- Lesehalle: Je<len-Montag und iJonnerstag n von 6— (49 find jeden Samstag und Somltag vo|i 3—8. CROFFNUHC Mp Mi MM Mir«M A. MCHI.- NUNN, InMif. tt, Psns|t ■M fc.MH« Mt« C—<!■. Da men-M ode-Salon JEAN VOvJTA OsprOSar Sohfi»ldwm>l«»f BrOnn - Zalle B3-S6 j ▼•rffriifft alcgant« Månt«), KMtttiM, KUHltr. Ski- Kuliat.Ote. at«k attrtWn Bektthea a. tntkl. Aatfflbnt^. Erste Brfinner Spezialerzeugung von Luxusdesserts, Karlsbader Oblatten, Waffeln und Hohlhippen H. RICHTER v«rw. BRANCZIK, BRUNN, BRATISLAVSKA 22. TEL. 10176 KQndincrwcrfcståttc SCHECK BrOnn, Zcll« ét ErstkUssigc Ausfuhrunf all«r Facharbeiteo Reichbaltiges Lager Weinstubc Adalbert Sckiuéter . BrUnn Wienergasæ 24 beatens emptohten Kinder-Chanukhnh-Feier , der Toynbeehalle. Diest beteits tratlilionell géwordene Festveranstaltung findet Dienstag, dein 8. d. M. um >/216 Uhr nachmittag im groBen Tempel statt7 den der Kultusgemicindevorstand zur Verffigung gestellt hatj. Zur Betreuung der Kinder, ileren Zahl im Vorjahr fiber 500 betrug, und Aufrechferhaltung dtr Ordnung liat sich der Verdinsleitung eine grofJe Zahl von Damen und der gesamte Ausschufi des Vereines '„Chewras tephilah” zur Verffigung gestcllf. Der Tempel ist geheizt. Programm: I. Minciugebet. 2. Anztinden der Chanukkahlichter. 3. Moaus zur *jeschuossi. (Herr Oberkantor Mann mit Wilkowitsch, Eger. ra die ffinfte Nachmittagenddammerung aber war en. Nur noch der frische ht lagerte, verlieh etwas iéftråger Bazant war heufe adt gekommen. Die Post eeverwehung spat angejun muGte der Postbote tehmen, damit er mit dem Korrespondenz rechtzeitig ich ein Schreiben beim jfier Perec Kodiiek abzuhåtte bald vergessen, wo Meisters sich befand. Der bei Kodifek vielleicht zwei tun. Mode-Alben bekam tbestellungen auf Gardeidurch die ganzen Jahre solite da der Brieftfåger jen! — e ein Blechschildchen mit ,Perec Kodifek, krejff” auf dem hohen LhttenzaHn, die Sdhrift aber war schon wal irend d<|s Tages kium leserlich — die Leute behaupteten, der Lack mit dem das Schildchen fertiggestellt wurde, sei ein l'berbleihsel voi) ler Arche Noas, I Da tiel t|cm Laiklbrieftråj. er Bazant ein, daB Scfineiderlein -KodiJck beim Frechter Kapllfek residiere. Be Kaplifek im Hofe. Er sei alsoj Hofschniider. Also eilte der Postbote deni Hofe zu. Allein den Adressaten zu erreicfien war keine gar leichte Aufgane. Der fjof war mil Plachenwagen verstelt, der eihen fib ‘rmSGigen Umfang aufwies — døzu noch :ine laøge Deichsel. Einé alte Kutsche ion Napoleonszeiten bol das Vij-a-vis. Ei i alter und hinkender Tragaf (Karre) lag auf dem Bauche und gab symbolisch zu verstehen, daB der Hausnerr auf Symmetrir nicht viel Gewicht tege. f Der Briejtråger Bazant fl låsterlich; „Als hatte sich die; gegen mich I verschworen: ' tiefer Schnee, und ausgerechne heute hatte irg end einé Judenseel das Bedfirfnis, dem Schneider eine schriftlict e Mitteilung ~zu n Der Flue lende Katte nun Barrikaden hii iter sich, hielt soi schau, ob ihm nicht em Brief w unfrfiwilligen iTumenji abhandn men und sucHte sichizu orient’ elektro-nufomafische Kuhlschranke n. Kuhlanlagen lur Haushalf u. Gewerbe. Voilkontmensfes Erzeugnis. Vertrieb: Elektrounternehmung log Max S nger.Brifnn Rosengasse 3 :hte gottinze Welt rspStung, Gerade e in Wien Kodifek achen!" slmtliche jsani Aus- Jhrend des n gekomeren, wo wohl der Schneider Kodifek hpuse? tn sj;lbem Momente erstrahlte von einem rfickwartigen Fensterchen ein1 Lichtlein, gleicli darauf ein zweites, ein drittes und ein viertes, kurz, bald brannten sechs Lichtlein, was der Landbrieftrager als' Zeichen und Wunder betrachtete — was fiir Wunder war ihm naturlich nicht bekannt. Er nahm an, man illuminiere, ihm zu Ehreh. Dies vers6hnte den Brieftråger einigermaBen, er trat bei Kodifek mit freundlichen AbendgruB ein, hielt den Brief hoch in der Hånd und verlangte einen Kreuzer Zustcllurfgsgebuhr. „Das Schreiben wird euchkgewiB viel Interessantes bringen — es kommt aus Wien." Perec Kodifek suchtc in seinem Tåschchen, fand aber nichts drin und wandte sich an seine Gattin Corne; „Hast Du nicht einen Kreuzer bei Dir? — Ein Brief von unserem Koppel aus Wien — Denk' Dir nur! . . . Schau in Deinem Beutelchen nach I’'- „Bald, bald, Herr Baiant, Sie sind aber ein seltener Gast bei uns! . . . Bald, bald werden wir es haben! ‘— Wir haben heute zu unserem Chanukkahfeste Kaffee gekocht, da hab’ ich schon Geld ausgegeben: um einen Kreuzer Cichorie und um zwfi Kreuzer Kaffeet Sie sollen auch ein ScIUIchen mittrinken, daB Sie uns so ein vergnfigtés Fesf dulrch die

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