Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXX (1930)
- Issue
- Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930)
- Date
- 1930-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/2621806-6375659-6376035--4667-4861567- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JUBILAUMS-Al SGABE 1900 1930 „JODISCHE VOLKSSTIMME" i cht ru- Lokal- ... Da er- Stumpfherf, Gegetitvahren v. Fetix Warburg i’Dtt.-.fts glexhsam anonym in 'alle judischen I iiuisor, in jede Wphrtung >und jedes Bfiro ein-- dringt, schien keinl iibles Mittel. In Wien gab . Ufzl ic.t IS*1? „Die Wejt" heraus, die eine mannlvafte Sprache fihrte;,aber dies Blatt war wirklkh' der groføn Welt! zugewandt, trieb 'hohe Diplomatie u id" apogtrophierte in gelehiten 1 eitartikeln Grcfibrijannien, Wilhelm II. und die Hohe Pior e. Was uns nortat, war, dies 's.'bwere Gold Hi &andlich)e Scheidemfinze urnzupragen. Ein eigrnes Ongån brauchten wir. das sieh den kleinen undf kleinlichen Verhåltp?sscn der ■Prnvjpzsradr aniupassen wufite. Atis .’es-.in Mftdiirfpis heraus, das von uns in Olmiitz - srark wie :n| Briijin, in Kremsier wie p Uiirau getfihlt ■ vyrde. Is:huf anfangs 1000 r ti -r unserer Bestem-.Max jl rck l, in der mahe s. -.n l.ap.ieshaup:stjadc die „Jiidische Volks- -1 m ne" Des w|ar e ne Dijanistische OroBtat. Nttn chlug fur. un?! Mårivrer der liberalen Gl'trr d-e l rlus-urr Nun endlich "blitzte :t > 'Waffe -r miser tr: I lat’, iiipg«7 v-v vochcr sdhrlft mil. ini-e -1 reede tir di Mut •J'V liv u und verbreitjete F.rrtporung und Schrek- „OemeindegroBen". achten sich dabei Doch auch unserer ini tints"- -den ajtacfkierten Ihre duitschen Kurfipane seliadept'roh :ns‘ Faustchen Jede Nummer der w.rkte wie ein Fam die zionistischen „Verrat am Deutschtum** konnten sie n hig hinnehmen und liefien durdi ihr^ blåt per unser Feuer heftig erwidern. wachten die Juden aus ihrer horchten auf, pruften’ Grund und grund und lernten schlieBlich ihre Freunde erkennen. In der Redaktion hidt man sich nicht zulang bei Érorterung theor ttischer Finesse« auf. Vielmehr galt es, die Prinzipieh an den Ereignissen und Bedurfnissen des AlltagS zu erproben. Von iiberallher schicktm irti Dienste dieser Aufklårungsarbeit die jtgendlichen Zionisten, welche fiber Nacht zu SchriHstellefn'wurden, der Redaktion gehafnischte Artikel zu. An Stoff fehlte es nicht. In d« r einen Geméinde hatte man sich erkuhnt, aus den Mitteln der Chewra-Kadisrha den Déutscher Schulverein, ein gut aritisemitisches Unterr ehmeq, zu subventionieren. Anderwåns schlossen die Kultusgewaltigen zur Niederhaltung <es Cecheirtums einen Wahlpakt, um einem < eutschnatiohalen Judenfresser zum Reichsrats oder Landtagsmandat zu verhelfen. Hier wie^r vergaB man, die ’mosaischen Mitburger zut Grfinldungsfeier einer teutonischen Turnhalle einzuladen, fur die man vorher bei ihnen watker geschnorrt hatte, dort endlich hatte der Kahal aus Liebedienerei gegen die liberale Stadtcerwai* tung auf den eigenen judischen Friedliof verrichtet.-Diese efter en Briefe wirlcien wie Ekrasit, und wir Studentlein schossén ortsweise unser Taschengeld zusammen, um 50, I X) und 200 soleher Patronen als Gratisexemplan sicher ans Ziel zu leiten. Die „Jiidische Volksstimme“ aber irachte nicht nur Worte der Kritik; sie rief aurh zum Aufbau. So erschienen' in ihren Spalten Ankundigungen und Berichte fiber unsere Ve-samm. lungen und Distriktstage, nicht zu vejessen der Konvente jener m'ahrisch-schlesischen Ferialverbindungen, „Veritas“ in Brunn, „GeuU lah“ ir O'tnutz urd wie sie alle ’hieBen, die in den Killes wie Pilze aus dem Beden schossén, femer Aufrufe zu Kultus- und sonstigen Wahlen-mit den daZugehorigen Programmen. Allmåhlich urd in immer stårkerem AusmaB folgten auch Aufsatze fiber die jungen Siec lungen in Aftr.eulapd, ihre Erfolge, Sorgen und Probleme. Hier sei mir erlaubt, auf die Artillelreihc hinzuweisen, worin ich Fant damals anno 1900 die Araharrrrge als, das Hauptprbblen der I.andrahme gleichsam entdeckte. Hjeute erst. da die freundliche Einladung an mith erging, zur Festnummer der „Jud.- schen Volksstimme“ einen Beitrag zu liefern, wird mir bewufit, wie weit diese-schop«, heroische Zeit des Befreiungskampfes der jfi lischen Jugend zuruckliegf Nup hause ich hier) in Jerusalem, seit vorigem August doch wahrhaftig an der Front des jfidisrhen Volkes, urd den* norh wurde mir nicht gleichgfiltig, w^s dor) / L Dr. Chairn Weizmann Saul Tschernichowsky; Aus den Liedern der Vertriebenen. ,A\ t«! kcti.m-t cju.rf i n g. ay-' (»ri ~Y .. ’■ rvnyi-iiufg; 11 c. :„’i r 'r- -itv :! I.-' d. > ' -:i. k'alt i Dort it aus de: i'i’j ■" i - - 1 r . : ' U „f'll.i!•:!. .! P J, Xr.r " il niui/u Vs t inib- ’eiuriiiiiiiK S:e hiilt il cht mehr' f.wig s«-!’\ .thi. fiber Kanaan. Dort miinden i. kalt ti|ij dtjrchs’chtig wie Kristall. jHer/j-ns erschiitterten Grunden, i|i’r'D|ntwort aus.dem gewblbten Wa'd. iler 7|iqnS'dachendem Widerhall. " •. i " . - ' •Jindj-J?- taft #1?tiert Jl? stiirkste Maner ' r.i'if jd-*n firabern des landes, die Opsange der Vorzeit timschloSsen, ■ hr det Vogel Trauer.- N'ur maiudima! trockpirt dije Sonne lodejnden Brandes hen, qas ’Blut, das in Stromen.vergossen. I>as Bluf? das m B;irh „Und die Frage d Aushackte! I rage den Frage nur Die zu alle^i Die aus aber;der Eiferer?“ ' n Haljiicht der Haliden, der ihre Augenlichter Frage den Hund, der ihre Knochen benægt! 'ind, iwohin er ihren Staub getragen! Ofr' Heri „Was bl(eb Alle Des Helder Die Felder DaB er sie Das Tal So sein Vo \ Se i Aus hinten in der Etappe der mahrischen Exheimat vorgeht. Dies Landchen hat sich zionistisch bewåhrt. Unsere Miihe war also nicht umsonst. Die meisten Judengemeinden sind dort heute von uns oder von unserm Geistj beherrscht und kein Jahr vergeht, daB sie utts nicht neue Trupps von Chaluzim herfibersenden. Auch zur „Judischen Volksstimme“ greife ich stets gerne wieder, und das nicht nur aus sen.ti mentaler Erinjierung an die und nicht nur aus liebevollem Respekt ffir den Martn, der das Blatt einst gegriindét und tapfei gefflhrt hat und der schoh lange her von un>^ schied, sondern mit in Wfirdigt ng dessen, daB Hickls Erben es verstanden-, die l'eferung zu wahren. Zwar karln und will ich nicht verschweigen, daB mir die geistig radikale Richtung des Blattes nicht jecht paBt, denn so sehr gerade ein Palæstinenser den Ausbruch der gequiilten und emttåuschten Volksseele bcgreift, steht mir doch als Ueber|zeugung felsenfest, daB gerade in sturmvoller Zeit alle Soldaten sich ohne Murren um den selbstgewåhlten Ffihrer scharen mfissen. Hauptsache aber is* und bleibt der ehrliche zionistische Wille, und den kann der „Judischen Volksslimme“ niemand abstreiten. lp diesen 30 Jahrep olieb ihre Waffe b'ank bis auf diesen Tag. Gluck auf! Richter, nicht das Volk, serne Ffihrer und weisen Werken der bestjen Sohne Verrat gesagt, z und Schrift die1 Namen der Dulder zu tilgen wagon! noch? Sprich!“ : , | f|leji der Berge, die Kltiftc der Feisen, denjt Mut der vom Willen besessen, sein Volk zu (achen, der Herkunft, der Heimat Hohenketten, 1 euchtet und triinlct mit seinem Mark und Blut, arons und der Erde fruehtende Flachen,; Ikssfamim heimkehrt, sein Erbe zu relten. dem Hebraischen fibertragen von I. M Blaustein und H. F. Kamecke. I