Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXX (1930)
- Issue
- Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930)
- Date
- 1930-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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JUBILÅUMS-AU9GABE 1900- 193) Redaktion und Verlag „Jiidische Volksstimme 1. Redaktiv, 2. Ad minish 3. _ und 4. 5. Lmbruch 6. Setzmasp, 7. Druck. \-j" ( >n. 'ration, Expedition. utid Handsetzerei, hinenraum. „JOD1SCHE VOLKSST1MM E“ Fo\o: Dr. Bruno Wolf, BrUnn. 6 1 *3«, ■ ij! J«*» in-.-J Dr. Egon M. Als Herzl lelligen/.lern ui)d ihre.r Mitte wirkf: besser. In W i e| tierten sich die £weig, Jerusalem: Ein Gluckwunscn aus Åltneuland. or die IVVachthaber der Erde trat, um im Nai ien des judischen Volkes Gei inen Platz an der Sonn? zu forht nur ein Konig ohre Land, ’ Firhrer mit einem lgcherlich Im Osten Europas kortnte man Berechtigung von einer Voltenen; je weiter westlich aber, lirånkte sich die Gef<M rechtigkeit und tf dem, war er ni scndern auch e schwachen Heer noch mit einiger bewegung sprec desto mebr bese auf einen ganz fleinen Kreis von judischen In- Proletariérn. Sogar in Oestereich, dessen Ju len es vergonnt >var. n zu sehen, stand es iiicht viel n, Prag und B r u n fi rekru Kerntruppen der jungen zionistischen Partei aus Hochschulem und stielkn norh eir gestellten, wobc platzgriff, indeni! < gen die cfeutschtp: die interhafion (:on wandtein. paar Gruppen von H Jndelsaneine gewisse Arbei Herzl in verkorpert, die man von die einen wieider kahnteji, ja, die oft g mug mt einem nahv?rs:ppt war :n, Onkel, Va er, Brii der, kurzjm Autotitåtei, die man norgensi Zu ihnen mittags und abendi an Familientis«he traf[ lieberall wurden jdam ils die judisclien Gef tsteilung. méinden, oder wie die Hochsehuler sich jinehr gcdie „lsraélitischen Ifultujsgemeinden'S Von dem sie i; In den1 melnde und die aitdtrn gegen selben KKingel reicher ■socialdemokrati sehe Assimilaner Juden beherrscit, vTlrhe die seit drei Gs nerationen gepredit te F eilslehre der Angle Kultur bis zi ir letzte i 31 I chung an die deutVrhc Hjdchschulstådten selbstj stellten Konsequenz der Wiinfelosigkeit adsgestalt d;cs; jungen bi,teisterten Leute durch’ ihr? Behatten. S'e.stiitzten ihrei Macht sowol l auf die wcglichkeit imrierhin eine gewisse M;cht unter Unterwilrfigkeit der niedrigeren, von hnen abdar. Heute zogen sife in der hangigen Schichten der [udensriiaft al: auch auf Aula"auf, um ihlrt dem Stock in der f pust ihre die Beziehungen zu dei deutschep Gemeindfe Gleichberechtiging zu verfeehfen, mcijigen bilråten. Alle Machtm ttel tes Ortes standen ihnen deten sie in eirtr zionistischen Wertx versarrtm-, und ihrer Po'iPk zur \erfiigung, t vom deiitlung die tempe ■ imentvolle Corona und ein anschen Lokalblatt b::, zui hohen Polizci. dermal stiirmtesie —^ als Protest wider einen j Und wir Heimkehnr hatten ja so viel aui volksfeindlicher BeschluB — den Sitiungssaa! dem Herzen: Die hoh; Idee, daB die Juden des Kultiayors i indes. ," , i ‘keine blolie Konfes: ion sind, s^ndem ein Vc>Jk j/l Kaum aber waren liese romadtischen Vorkåmpfer fiir .Ehre und rreiheit in,die Provinz, der sie zum grofien Te il entstammten, heimgekehrt, sahen sie ihren Linfltifi zu einem Nichts zusam.menschrumipfen. Mier im engen Raum der Vaterstadt konnten wir nicht mehr' die reine Idee m friscb-frdhlicher Fehde gegen den abstrakten Tvpus des „M iuschel“ einsetzen, hier hemmte uns auf Schritt md Tritt dje reelle undj konkrete Macht der de ltschliberalen tion;1 iiberdies war sie noch durch daB der werie als ich verschåmt un-d desha!,b imgeseht nannten, ein ungluekliches, doch groBes VolW, deutschsprachige Jude nicht hoher jener, der eine andere Zunge oder gar Jargon spricht, und daB nicht einmal der Søkkoan/ug vor dem Kaftan etwas voraushabe, ferner jtali die Juden zunåchst ihre eigenen Angelege i.u:- ten pflegen und sich jeder F.inmischung in den Hader der anderen Vo’ker. also auch zwisehen Deutschen und Cechen, ångstlich enthalten mussen, und daB schlieBlich das h^chste Ziel jtdes guten Juden die Erringung unseresr'N'Stionafheimes in Erez Israel sei. All diese Ideen rber waren in den Augen der andem bos? Ketzcreien oder lappische Narrheitert, oder bei des zug'eich. Auch hier erwies s'ch die \X ahrhe:t des Spruches: „Kein Prophet gift in seinera -Vaterland“<»éo fanden sich hier d;e jugendlichcn Heroen von Wien, "Rrunn und Prag zu „Krakehlern, Storenfrieden, Tagdieben, Lausbub?n-‘ degradiert, und-was es sonst an derlei Titulaturen gab, * _ Do^h der jird:sche Funke in unserer Brust war einmal. entfaoht ur d lieB s ch i nicht mehr_ erst’cken. Die ruhmvolle Geschiehtei der måhri- Judenrgemeinden in drangvoller- Vorzeit i\ ar uns verfraut, und wir lieBen danim nicht von dem G’auben, daB dieser Funke auch bei den anderen. unter all dem Wuste fremder Ideen und eigensuchtiger Interessen nioch gltihen nnisse. Wir konnten nicht s drive igen ziir Krbirmlichkeit unserer Gemeirdehaupter, zur S^håndung der nationalen Ehre. V^ife aber sich Gehor verschaffqn, bei dem Volke un*en und dann bei den Måchthabern droben?Ein Kampf-